„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ – Schenken als offenkundige, aber auch vertrackte Form der Reziprozität

02. Dezember 2020

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
02.12.2020


Wegen der Corona-Pandemie kann die in Präsenzform geplante Veranstaltung nicht stattfinden. Der Vortrag wird aber aufgezeichnet, er kann ab dem vorgesehen Veranstaltungsdatum in der Mediathek abgerufen werden: https://e.feu.de/mediathek.

Referent: Dr. Thomas Loer

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ – Schenken als offenkundige, aber auch vertrackte Form der Reziprozität

Das Sprichwort des Titels ist jedermann bekannt. Was aber verbirgt sich dahinter? Gerade jetzt erscheint die darin ausgesprochene Empfehlung wohlfeil, bemüht sich doch gerade im bevorstehenden Advent jeder nun entsprechend. Andererseits beginnen auch jetzt wieder die Überlegungen, wie angesichts der im vergangenen Jahr erhaltenen Geschenke ein angemessener Ausgleich geschaffen und wie alle zu Beschenkenden gerecht bedacht werden können. Schenken gehört zu den Erscheinungen unserer Festtage, aber auch unseres Alltags, die uns auf besondere Weise miteinander verbinden und an denen ablesbar wird, was uns als Menschen ausmacht. Im Vortrag wird dies an Ereignissen des Schenkens und des Beschenktwerdens exemplarisch verdeutlicht. Zudem wird in soziologischer Perspektive anschaulich und verständlich gemacht, was dem titelgebenden Sprichwort sowie den vielfältigen Erscheinungen des Schenkens zugrunde liegt: strukturelle Reziprozität als Grundlegung der kulturellen Natur des Menschen.

Dr. Thomas Loer, habilitierter Soziologe, ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke und Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin sowie freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Reziprozität als Grundbegriff der Kultur- und Sozialwissenschaften, Methodologie und Methode der Objektiven Hermeneutik.

Die Vorlesung ist ab 2. Dezember 2020 in der Mediathek abrufbar.


Gerd Dapprich | 16.10.2020