„Vom Pilgern und Fasten: Gelebte Religion in der späten Moderne“

17. Februar 2021

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
17.02.2021


Wegen der Corona-Pandemie kann die in Präsenzform geplante Veranstaltung nicht stattfinden. Der Vortrag wird aber aufgezeichnet, er kann ab dem vorgesehen Veranstaltungsdatum in der Mediathek abgerufen werden: https://e.feu.de/mediathek.

Referent: Dr. Patrick Heiser

„Vom Pilgern und Fasten: Gelebte Religion in der späten Moderne“

So wie die Gesellschaft selbst, so unterliegt auch ihre Religion einem permanenten Wandel. Allzu häufig aber wird der Blick auf absteigende Kurven gerichtet, beispielsweise auf diejenigen von Kirchenmitgliedschafts- und Gottesdienstbesuchszahlen. Nicht wenige folgern daraus, Religion würde mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Dabei wird jedoch übersehen, dass auch die Moderne – und vielleicht gerade sie – neue Formen von Religion hervorbringt. Auch heute finden sich religiöse Praktiken, die mitunter sogar an Popularität gewinnen.

In der Vorlesung werden aktuelle Forschungsergebnisse zum Pilgern und Fasten betrachtet und religionssoziologisch eingeordnet. Dabei wird sich zeigen, dass religiöse Praktiken zwar immer mehr vom Einzelnen bestimmt werden – und dass sie sich daher von ihren traditionellen Wurzeln lösen –nichtsdestotrotz aber erfüllen religiöse Traditionen und Institutionen eine nach wie vor wesentliche Funktion für die individuelle Religiosität.

Dr. Patrick Heiser ist seit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen. Er forscht zur gelebten Religion in spätmodernen Gesellschaften, insbesondere zum christlichen Pilgertum und zum zeitgenössischen Fasten, sowie zum Wandel religiöser Institutionen, insbesondere zur katholischen Kirche. Bei UTB ist zuletzt sein Lehrbuch „Religionssoziologie“ erschienen.

Die Vorlesung ist – passend zum Thema – ab Aschermittwoch, 17. Februar 2021 in der Mediathek abrufbar.


Gerd Dapprich | 16.10.2020