"Günter Verheugen: Europäisch, sozial, liberal – im Zweifel für die Freiheit" (online)

21. April 2021

Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
21.04.2021
18:00 Uhr (bis 20 Uhr)

Ort
online per Zoom

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Günter Verheugen, Politiker

Moderation
Dr. Wolther von Kieseritzky, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Archiv des Liberalismus/Public History, Berlin

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Aufgrund der Pandemie finden die Lüdenscheider Gespräche weiterhin in Online-Form per Zoom statt. Sie sind öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Ein „geschätzter Vermittler“ titelte Die Zeit über den EU-Kommissar; „Architekt“ der Ost-Erweiterung wurde er genannt. Als Günter Verheugen 1999 nach Brüssel ging, hatte er bereits mehrere Jahrzehnte das politische Leben der Bundesrepublik mitgestaltet. Als einziger war er Bundesgeschäftsführer zweier Parteien. Er startete bei den Jungdemokraten und der FDP, erlebte 1971 die „Freiburger Thesen“ mit dem Ziel der Demokratisierung, Mitbestimmung und Umweltpolitik. Nach dem Koalitionsbruch 1982 wechselte er zur SPD und in den Bundestag. Das Gespräch nimmt die Zeitenwende der sozialliberalen Koalition vor 50 Jahren in den Blick, fragt aber auch nach der „Neubegründung der europäischen Idee“, wie sie Verheugen bereits 2005 angemahnt hat.

Günter Verheugen, Jahrgang 1944, arbeitete nach dem Zeitungs-Volontariat und Studium der Geschichte und Politik 1969 bis 1976 bei Hans-Dietrich Genscher erst im Innen-, dann im Außenministerium. Seit 1960 FDP-Mitglied, wirkte er ab 1977 als Bundesgeschäftsführer und von 1978 bis 1982 als Generalsekretär der FDP. Von 1983 bis 1999 gehörte er als SPD-Abgeordneter dem Deutschen Bundestag und dessen Auswärtigem Ausschuss an. Die SPD-Bundestagsfraktion wählte ihn 1994 zum stellvertretenden Vorsitzenden. 1999 wurde er EU-Kommissar für Erweiterung und 2004 bis 2010 zum Vizepräsidenten der EU-Kommission, zuständig für Industriepolitik und Unternehmen.

Das moderierte Gespräch findet in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Gummersbach, statt.

Gerd Dapprich | 04.02.2021