„Geister oder psychische Kraft? Der deutsche Spiritismus im 19. Jahrhundert“ (online)

16. Juni 2021

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
16.06.2021


Ort
online

Veranstalter/-in
Ernsting’s family-Stiftungsprofessur für Mikrosoziologie

Referent/-in
Dr. Eva Ochs
ist Privatdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität in Hagen. In ihren Forschungsarbeiten beschäftigt sie sich unter anderem mit lebensgeschichtlichen Interviews, die sie mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen gemacht hat, und mit bürgerlichen Biographien aus dem 19. Jahrhundert. Zu diesen Themen ist sie auch in der Lehre tätig und hat zudem Kooperationsprojekte mit Schülern und Schülerinnen durchgeführt.



Auskunft erteilt
Regionalzentrum Coesfeld

Die Spiritistinnen und Spiritisten zählten im ausgehenden 19. Jahrhundert zu einer breiten Bewegung, die an die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen glaubte und an deren Hineinwirken in die Welt der Lebenden. Eine Fülle von okkultistischen und spiritistischen Zeitschriften warb für diese Weltanschauung. Verblüffender Weise sahen sich die Vertreter und Vertreterinnen mit ihrem Glauben an übernatürliche Kräfte nicht im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Zeit und versuchten gerade mit naturwissenschaftlichen Methoden die Existenz der jenseitigen Kräfte zu beweisen. Über ein solches Experiment eines der damals bekanntesten Spiritisten in Deutschland, dem russischstämmigen Alexander Aksakow, berichtet der Vortrag. Dabei werden die Positionen der Geistergläubigen in dieser Zeit deutlich, die sich größtenteils als „modern“ verstanden.

Wegen der Corona-Pandemie kann die Veranstaltung nicht öffentlich in Präsenzform stattfinden. Der Vortrag wird aber aufgezeichnet, er kann ab dem vorgesehenen Veranstaltungsdatum 16. Juni 2021 in der Mediathek unter https://e.feu.de/mediathek abgerufen werden.

Gerd Dapprich | 31.03.2021