Online-Vortrag: „Die Gender Studies: Wissenschaft, Politik und politische Relevanz“

16. November 2021

Online-Vortrag

Zeitraum
16.11.2021
14:00 Uhr

Veranstalter/-in
Forschungsgruppe Gender Politics

Auskunft erteilt
Carolin, Rolf

Die Online-Vortragsreihe der Forschungsgruppe Gender Politics an der FernUniversität in Hagen wird am Dienstag, 16. November, um 14 Uhr mit dem Vortrag „Die Gender Studies: Wissenschaft, Politik und politische Relevanz“ von Prof. Dr. Sabine Grenz fortgesetzt.

Sabine Grenz, Ass.-Prof. Dr. ist Professorin für Gender Studies an der Universität Wien und Privatdozentin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Derzeit forscht sie zu (feministischer) Post-Säkularität, feministischer Methodologie und Epistemologie sowie Intersektionalität. Mehr zur Person

Die Anmeldung erfolgt per Mail an Carolin Rolf, Koordinatorin der Forschungsgruppe.

Mail an carolin.rolf

Abstract:

Die Gender Studies sind einerseits ein nicht mehr wegzudenkendes und als notwendig anerkanntes Forschungsfeld. Andererseits bestehen dem Gebiet gegenüber nach wie vor skeptische Haltungen. So wird beispielsweise immer wieder davon gesprochen, die Gender Studies seien nicht wirklich wissenschaftlich, sondern eher politisch. In dem Vortrag geht Sabine Grenz vor dem Hintergrund interdisziplinärer Wissenschaftsforschung der Frage nach, was es für Wissenschaften bedeutet, politisch zu sein und inwiefern alle Wissenschaften den Umstand teilen, von politischer Relevanz zu sein. Des Weiteren ist auch der historische (und immer noch nachwirkende Ausschluss) von Frauen aus den Wissenschaften als politisches Handeln zu verstehen. In einem weiteren Teil wird dies auch im Hinblick auf die augenblickliche politische Situation in Europa und anderen Teilen der Welt beleuchtet. Denn die politische Relevanz der Gender Studies tritt angesichts des augenblicklich erstarkenden Rechtspopulismus besonders deutlich zutage, da nicht nur die politischen Ziele der Gleichberechtigung in Frage gestellt werden, sondern auch die zugrundeliegende Forschung.

Benedikt Reuse | 19.10.2021