Mit der Seuche leben? Der Umgang mit Epidemien im Mittelalter

24. November 2021

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
24.11.2021


Ort
Online

Veranstalter/-in
Lehrgebiet Ernsting’s family-Stiftungsprofessur für Mikrosoziologie

Referent/-in
PD Dr. Eva-Maria Butz
FernUniversität
studierte 1989 bis 1996 die Fächer Mittelalterliche Geschichte und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Januar 2001 promovierte sie in Mittelalterlicher Geschichte über „Adlige Herrschaft im Spannungsfeld zwischen regnum und regio. Spielräume und Grenzen politischen Handelns am Beispiel der Grafen von Freiburg 1218 bis 1316“ unter der Betreuung von Prof. Dr. Thomas Zotz in Freiburg. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie von 1999 bis 2019 am Historischen Institut der TU Dortmund tätig, seit 2008 als Studienrätin im Hochschuldienst. In ihrer Habilitation im Jahre 2019 ging es um „Politik und Liturgie. Zur gesellschaftlichen und politischen Funktion der Herrschermemoria in den frühmittelalterlichen Libri vitae“. Akademische Rätin am Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas der FernUniversität in Hagen ist sie seit August 2019.

Auskunft erteilt
Regionalzentrum Coesfeld

Krankheiten und Seuchen gehören seit jeher zu den Begleitern der Menschen. Je kleiner die Siedlungen waren und je immobiler die Gesellschaft, desto schlechter konnten sich Krankheiten verbreiten. Aber schon mit den ersten Städten und Handelsrouten nahm die Gefahr der Ausbreitung und Entstehung von Epidemien zu.

Während sich manche Krankheiten, beispielsweise die Pest, schnell verbreiteten und zu hohen Todeszahlen führen konnten, entwickelten sich andere Seuchen – wie Lepra – eher schleichend. Doch in allen Fällen versuchten die Menschen mit mehr oder weniger geeigneten Mitteln die Seuchen einzudämmen. Manche dieser Maßnahmen sind auch heute noch wirksam, etwa die Quarantäne.

Anhand von zahlreichen Beispielen sollen zum einen die unterschiedlichen Strategien im Umgang mit den Seuchen gezeigt werden, zum anderen wird aber auch der Frage nach den gesellschaftlichen Folgen von Epidemien nachgegangen.

HInweis:

Wegen der Corona-Pandemie kann die Veranstaltung nicht öffentlich in Präsenzform stattfinden. Der Vortrag wird aber aufgezeichnet, er kann ab dem vorgesehenen Veranstaltungsdatum 24. November 2021 in der Mediathek unter https://e.feu.de/mediathek abgerufen werden.

Gerd Dapprich | 13.09.2021