Soziale Ungleichheiten in helfenden Berufen der Care-Ökonomie

12. Januar 2022

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
12.01.2022


Ort
Online

Veranstalter/-in
Lehrgebiet Ernsting’s family-Stiftungsprofessur für Mikrosoziologie

Referent/-in
Dr. Simone Mazari
FernUniversität
hat kontinuierlich in forschungs- und anwendungsbezogenen Projekten gearbeitet, in denen soziale Ungleichheiten in den Feldern von Arbeitsmarkt und Bildung untersucht wurden. 2019 wurde sie mit in einer arbeits- und sozialpolitischen Dissertation an der Philipps-Universität Marburg promoviert. Sie ist seit Mai 2020 als wissenschaftliche Online-Tutorin im Lehrgebiet Soziologische Gegenwartsdiagnosen der FernUniversität in Hagen beschäftigt.

Auskunft erteilt
Regionalzentrum Coesfeld

Im Vortrag geht es um die Care-Ökonomie. Es handelt sich hier um einen Wirtschaftsbereich, in dem personenbezogene Dienstleistungen im Lohnerwerbsbereich untersucht werden. In dem Vortrag wird es in diesem Zusammenhang um Beschäftigungsverhältnisse sowie um die schlechte Bezahlung gehen, die damit in der Regel verbunden ist.

Unsere eigene Erfahrung, aber auch zahlreiche Studien zeigen, dass in den Arbeitsfeldern, in deren Zentrum die Sorge um andere steht, meistens Frauen beschäftigt sind. Männer und Nichtdeutsche sind in den helfenden Berufen unterrepräsentiert. Ein weiteres Merkmal dieser Berufe ist, dass die Entlohnung der dort geleisteten Arbeit sich nicht widerspiegelt in der Bedeutung und auch Anerkennung, die besonders in der Zeit der Pandemie-Krise öffentlich geworden ist: Pflegekräften und Ärzt*innen wurde applaudiert und die Pflege von Älteren und die Betreuung von Kindern wurden als „systemrelevant“ erklärt.

Hinweis:

Wegen der Corona-Pandemie kann die Veranstaltung nicht öffentlich in Präsenzform stattfinden. Der Vortrag wird aber aufgezeichnet, er kann ab dem vorgesehenen Veranstaltungsdatum 12. Januar 2022 in der Mediathek unter https://e.feu.de/mediathek abgerufen werden.

Gerd Dapprich | 13.09.2021