Heimkinder: Erinnerung. Entschädigung. Versöhnung? Ein gesellschaftlicher Prozess

04. Mai 2022

Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
04.05.2022, 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid, und via Zoom

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Prof. Dr. Michael John
Historiker, Kulturwissenschafter, Kurator, ao. Univ.Prof. (i. R.) Linz, Österreich.

Moderation
Dr. Almut Leh (FernUniversität in Hagen)

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt
(Tel.: 02331 987-4010)

In Deutschland begann es 2004 mit dem "Runden Tisch Heimerziehung", in Österreich, der Schweiz und anderen Ländern sollte es länger dauern. Gewalt, Missbrauch in Heimen und die Praxis "schwarzer Pädagogik" waren zwar schon lange bekannt, aber ein gesellschaftliches Thema stellten sie nicht dar. Heute werden Entschädigungen bezahlt, Päpste geraten in Bedrängnis, Politiker ins Schwitzen und Bischöfe ins Stottern. Eine jahrzehntelange Ignoranz hat ein Ende. Was ist geschehen? Es gilt hier eine Entwicklung zu diskutieren, in der Medien, Wissenschaft und nicht zuletzt die Betroffenen eine entscheidende Rolle spielten.

Michael John hat mehr als einhundert einschlägige Interviews geführt, tausende Akten durchforstet, eine Ausstellung zu Erziehungsheimen kuratiert, er ist vor allem mit der österreichischen, aber auch mit der internationalen Entwicklung vertraut. Er war mit Teams in der Auftragsforschung aktiv, mehrere Publikationen wurden veröffentlicht. Er war und ist Mitglied diverser Kommissionen, unter anderem der österreichischen Volksanwaltschaft.

Die Veranstaltung ist öffentlich, sie findet in Präsenzform statt und wird parallel im Internet übertragen. Eine Anmeldung ist notwendig bei Eva Engelhardt.

Gerd Dapprich | 25.03.2022