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Heiner Klemme (Halle-Wittenberg): Der Fremde als Person. Verbindlichkeitsdiskurse in Neuzeit und Moderne

Termin: 14.04.2016

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In der Philosophie der Neuzeit wurde eine intensive Debatte über den Begriff der moralischen Verbindlichkeit (obligatio) geführt. Einem weit verbreiteten Verständnis dieses Begriffs zufolge ist der Grund der Verbindlichkeit das (natürliche, göttliche, politische) Gesetz. Das Gesetz verpflichtet uns, bestimmte Handlungen gegenüber uns selbst, anderen Menschen und Gott auszuüben. Die moralisch gebotene Handlung wird Pflicht (officium) genannt. Pflichten begründen ihrerseits das Recht, das zu tun, wozu wir verpflichtet sind. In dem Vortrag soll der Begriff der Verbindlichkeit (der Verpflichtung) mit Blick auf die Frage nach den Pflichten erörtert werden, die wir gegenüber Fremden haben. Fallen sie mit den Pflichten gegen anderen Menschen zusammen? Unter welchen Bedingungen sind wir verbunden, unsere Pflicht zu tun? Welche Übereinstimmungen und Differenzen gibt es zwischen dem moralischen (sittlichen) und den rechtlich-politischen Dimensionen unserer Pflichten?

videostreaming | 27.06.2016
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