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Prof. (em.) Dr. phil. Dr. med. h. c. Jan Beckmann (Hagen): „Des Menschen Anfang und Ende als Thema der medizinischen Ethik“

Termin: 30.11.2017

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Traditionell und auch heute noch gilt ganz allgemein, dass das Leben eines Menschen mit der Geburt beginnt und mit seinem Tod endet. Die Fortschritte der Perinatalmedizin, vor allem aber die völlig neuen von den Wissenschaften in jüngster Zeit etablierten Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin lassen Zweifel daran aufkommen, ob das Leben eines Menschen wirklich erst mit seiner Geburt beginnt oder nicht vielmehr bereits mit seinem fetalen („werdender Mensch“) oder gar seinem embryonalen Werden begonnen hat („embryonaler Mensch“), von der extrakorporalen Existenz als Embryo in vitro ganz abgesehen.

Ähnlich die Unsicherheit in Bezug auf des Menschen Ende. Lange Zeit galt der kardiale Arrest mit nachfolgender Hypoxie des Gehirns oder der nicht mehr behebbare Ausfall anderer Organe als Todeszeitpunkt. Doch die Fortschritte der Intensivmedizin der vergangenen Jahrzehnte, insbesondere die Möglichkeiten apparativer Erhaltung der Herz-Kreislauffunktionen trotz kardialem Arrest oder vollständigem Funktionsausfall des gesamten Gehirns haben in der Bevölkerung Zweifel oder zumindest Unsicherheiten ausgelöst, ob das traditionelle Todesverständnis noch zutrifft.

Beides, Anfang und Ende menschlichen Lebens werfen nicht nur anthropologische, sondern auch ethische Fragen auf. Der Vortrag skizziert die aktuelle Debatte, zeigt Möglichkeiten und Grenzen (medizin-) ethischer Analysen auf und stellt einen eigenen Antwortvorschlag zur Diskussion.

videostreaming | 01.12.2017
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