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Dr. Christoph Seibert - „Musik und Affektivität - Über die emotionale Wirkung von Musik“

„BürgerUniversität Coesfeld“ / Hagener Forschungsdialog

Termin: 12.07.2017

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Die lebensweltliche Bedeutung von Musik wird insbesondere mit ihrem affektiven Potential in Verbindung gebracht. Musik „berührt“ oder „bewegt“ uns, bringt uns in „Stimmung“ oder ermöglicht sogar, die eigene Stimmungslage gezielt zu verändern. Sie verursacht Gänsehaut, rührt zu Tränen, geht „auf die Nerven“ oder bringt unser „Lebensgefühl“ zum Ausdruck. Ihre musikpraktischen oder funktionalen Erscheinungsformen nehmen Bezug auf dieses affektive Potential oder sind sogar primär darauf ausgerichtet, wie beispielsweise in musiktherapeutischen Anwendungen oder in der Werbung. Doch wie lässt sich diese offenkundige affektive Wirkung von Musik erklären? Klassische Emotionstheorien stoßen hier an ihre Grenzen, da Musik im Gegensatz zu existentiellen Begebenheiten keine Notwendigkeit bietet, affektiv zu reagieren. Der Vortrag widmet sich diesem Problemkreis und wird mit Blick auf philosophische und psychologische Erklärungsansätze der Frage nachgehen, wie Musik ihre affektive Wirkung zur Entfaltung bringen kann.

Christoph Seibert ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Frankfurt am Main. Dem Thema „Musik und Affektivität“ hat er sich im Rahmen seiner Dissertation gewidmet, die 2016 unter dem gleichnamigen Titel erschienen ist. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem Begriff der ästhetischen Erfahrung sowie mit den theoretischen Grundlagen des empirischen Zugangs zu ästhetischen Fragestellungen.

videostreaming | 08.05.2018
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