FALLSTUDIE "ROULETTE"
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Einführung

 

Unter den Gewinnspielen nimmt Roulette insofern eine besondere Stellung ein, als bei diesem der weitaus größte Umsatz getätigt
wird, wenn man hierunter die Summe aller Einsatze versteht.
Dem steht gegenüber, dass die Anhängerschaft des Roulettes
unter den vielen Millionen Glücksspielern nur eine relativ kleine Minderheit darstellt.

Ein Teil der Attraktivität des Roulettes liegt sicherlich in einer Besonderheit des Roulettes begründet: Während beispielsweise beim Lotto nur 50% aller Einsätze als Gewinn ausgeschüttet werden, ist die mittlere Auszahlungsquote beim Roulette 98,65% für Einfache Chancen und 97,3% für die höheren Chancen. Mit einer solchen Auszahlungsquote stellt Roulette ein beinahe faires Glücksspiel dar, denn ein Glücksspiel wird als gerecht oder fair bezeichnet, wenn auf lange Sicht der Nettogewinn null ist, also die Summe der investierten Einsätze gerade durch die zu erwartenden Gewinnauszahlungen ausgeglichen wird.
Neben der vergleichsweise sehr hohen Auszahlungsquote weist Roulette
weitere Merkmale auf, die Ursache für seine Attraktivität darstellen. Dazu gehören:

• die unmittelbare Beobachtungsmöglichkeit und Überschaubarkeit des Auslosungsvorganges der Gewinnzahlen mit dem Rouletteapparat,

• die sofortige Gewinnauszahlung nach einem Treffer,

• die rasche Folge der Auslosungsvorgänge mit der entsprechend häufig wiederkehrenden Möglichkeit der Verlusttilgung oder der Gewinnsteigerung,

• die Fülle unterschiedlicher Gewinnchancen und Setzmöglichkeiten,

• die zwischen Minimum und Maximum freie Wahl der Satzhöhe.

Dagegen steht der Spielerspruch, dass nur derjenige gewinnt, der nicht spielt. Dieser Spruch ist sicher auch für das Roulette gültig; dennoch wird er von vielen in den Wind geschlagen. Viele hoffen darauf, selber einmal ‚die Bank zu sprengen’, oder mit einem geheimgehaltenen Spielsystem auf Dauer zu gewinnen. Ob solche Systeme möglich sind oder ob der Spielerspruch richtig ist, lässt sich dank der zwar technisch höchst aufwendig und präzise gefertigten Teile aber von den formalen Gesetzmäßigkeiten her leicht durchschaubaren Gegebenheiten gut untersuchen. Alles, was benötigt wird, sind einige Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Damit haben wir einen Problembereich, den wir zumindest zum Teil direkt formal untersuchen können. Wenn die Untersuchung zu aufwendig wird, können wir wenigstens über Simulationen die Konsequenzen verschiedener Spielstrategien in Erfahrung bringen.

Um den Problembereich in seinen verschiedenen Facetten kennen zu lernen, dient diese Fallstudie. Zum Kennenlernen stehen unter den Ressourcen die Spielregeln, die Begriffe und auch ein Roulette-Spiel bereit.
Zur Umsetzung haben wir verschiedene Fragestellungen entwickelt. Sie sind in der Weise angeordnet, dass das benötigte Rüstzeug aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung sukzessive anspruchsvoller wird.
Schließlich dienen die Spielstrategien zur Illustration verschiedener populärer Setz-Gepflogenheiten beim Roulette.