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Bad Doberan / Rostock

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Thema:

Rostock - Seehandel, Vitalienbrüder, Brauwesen und Universität

Veranstaltungstyp: Präsenzveranstaltung
Adressatenkreis: BA KuWi: Modul G3;
Ort: Rostock / Bad Doberan
Adresse: Gästehaus im Kornhaus Bad Doberan
Termin: 20.10.2017 bis
22.10.2017
Zeitraum: Freitag, 20.10.2017, 16:00 - ca. 20:00 Uhr
Samstag, 21.10.2017, 9:00 - ca. 20:00 Uhr
Sonntag, 22.10.2017, 9:45 - ca. 12:00 Uhr
Leitung: Andrea Clemens
Prof. Marc von der Höh, Historisches Institut der Universität Rostock
Anmeldefrist: beendet
Anmeldung: Die Veranstaltung findet als Kooperation des Studiengangs "Historische Stadt" des Zentrums für kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck der Universität Lübek sowie der FernUniversität Hagen statt. Die Teilnehmerzahl ist daher auf jeweils 15 für den Studiengang Historische Stadt und 15 für die FernUniversität begrenzt.
Auskunft erteilt: E-Mail: Dr. Andrea Clemens
Telefon: Telefon: 06231/1886
Prof. Marc von der Höh, Historisches Institut der Universität Rostock
E-Mail: Irmgard Hartenstein
Telefon: +49 2331 987- 4752

Rostocks Geschichte wird geprägt durch die geographische Lage an der Unterwarnow nahe der Ostsee. Die Wurzeln der Stadt gehen zurück in die Zeit der Slawen, die an dieser Stelle bereits einen Handelsplatz errichteten. Ab Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte sich eine deutsche Siedlung und wuchs aus drei Teilstädten zusammen. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts war Rostock Mitglied der Hanse und hatte eine besondere Stellung im Ostseeraum inne. Der Seehandel prägte maßgeblich die Wirtschaft der Stadt, die intensive Handelskontakte nach Skandinavien unterhielt. Haupthandelsgut war lange Zeit das Rostocker Bier, und Brauhäuser bestimmten das Stadtbild. Eine Blüte erlebte die Stadt im 15. Jahrhundert, als repräsentative Profan- und Kirchenbauten im Stil der Backsteingotik errichtet wurden. Durch die 1419 gegründete Universität, die älteste Nordeuropas, wurde Rostock zu einem Brennpunkt des geistigen und religiösen Lebens. Der Aufstieg zu einer Freien Stadt gelang der mecklenburgischen Landesstadt allerdings nie, bestimmend war ein ständiges Mit- und Gegeneinander im Verhältnis zu den mecklenburgischen Herzögen. Im Konflikt mit Dänemark setzten sowohl die mecklenburgischen Herzöge wie auch die Hanse auf Vitalienbrüder. Auch Rostock öffnete seinen Hafen für die Freibeuter. Diese Facetten Rostocker Geschichte wollen wir uns in intensiver Seminararbeit, wobei auch das jeweilige Umfeld der Räume Geschichte präsentiert, und bei einer Stadtführung vor Augen führen. So tagen wir in der Universität Rostock in unmittelbarer Nachbarschaft von Rathaus, Neuem Markt und Marienkirche, und in Bad Doberan in einem Gebäude der Backsteingotik. Bad Doberan, eine Stadt, deren Ursprünge auf die Gründung eines Zisterzienser-Klosters im 12. Jahrhundert zurückgehen, wird auch für die Übernachtungen vorgeschlagen. Die Klosterkirche, das Doberaner Münster, zählt zu den bedeutendsten hochgotischen Backsteinbauten Europas.

Leitung
Dr. Andrea Clemens, Fernstudium "Historische Stadt", Zentrum für kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck sowie FernUniversität Hagen; Kontakt: atclemens@web.de, Telefon: 06231/1886
Prof. Dr. Marc von der Höh, Historisches Institut der Universität Rostock

Themen
Die Übernahme von Referaten (nicht länger als 20 Minuten) seitens der Teilnehmer ist erwünscht. Zur Absprache bitte unbedingt bei der Seminarleiterin (s.o.) melden. Folgende Themen sind denkbar, dabei dürfen auch gerne andere kleine Städte herangezogen werden:
- Universität Rostock
- Rostock und die Hanse
- Reformation in Rostock
- Handwerk in Rostock
- Brauereiwesen in Rostock
- Nikolaipatrozinien
- Rostocks Seehandel
- Rostocks Beziehungen nach Skandinavien
- Vitalienbrüder und Kaperkrieg
- Zisterzienser
- Bad Doberan
- Innerstädtische Auseinandersetzungen
- Backsteinbauten
- lübisches Recht
- Ratsverfassung von Rostock

Anmeldung
Für die Hagener Studierenden:
Irmgard Hartenstein; Irmgard.Hartenstein@FernUni-Hagen.de
Für die Lübecker Studierenden:
Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck, Tel.: 0451 70984510, bossow@fernstudium-historische-stadt.de
Anmeldeschluss: 15. September 2017

Einführende Literatur
Lothar Elsner, Rostock, Geschichte der Stadt in Wort und Bild, Berlin 1980.
Ortwin Pelc (Hrsg.), 777 Jahre Rostock. Neue Beiträge zur Stadtgeschichte, Rostock 1995.
Bernd-Ulrich Hergemöller, Die Rostocker Domfehde, in: Bernd-Ulrich Hergemöller, "Pfaffenkriege" im Spätmittelalterlichen Hanseraum. Quellen und Studien zu Braunschweig, Osnabrück, Lüneburg und Rostock, Köln/Wien 1988, S: 194-266, 325-342.
Karsten Schröder (Hrsg.), Rostocks Stadtgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart, Rostock 2013.
Marko A. Pluns, Die Universität Rockstock 1418-1563. Eine Hochschule im Spannungsfeld zwischen Stadt, Landesherren und wendischen Hansestädten (Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte, NF/Band LVIII), Köln/Weimar/Wien 2007

Tagungsort
Gästehaus im Kornhaus Bad Doberan. Dort sind 7 Zimmer mit Dusche und WC reserviert, siehe http://kornhaus-baddoberan.de/das-gaestehaus/willkommen/. Weitere Zimmer in JaNettes Gästehaus, Clara-Zetkin-Str. 36, 18209 Bad Doberan. (Die Standorte gehen aus dem u.a. Stadtplan hervor.)
Anmeldungen für Übernachtungen ausschließlich bei Herrn Bossow:
Dr. Manfred Bossow, Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), Schüsselbuden 30-32 (Posthof), 23552 Lübeck, bossow@fernstudium-historische-stadt.de
telefonisch erreichbar Mo+Di+Fr, 9-12 Uhr, unter 0451/70984510, ansonsten unter 01577 7823024.

Zeitlicher Ablauf

Freitag, 20.10.17

16:00 Uhr Seminarbeginn mit einer Führung durch die Münsterkirche (die bis 17 Uhr geöffnet hat).
17:00 Uhr Tagung im Kornhaus, Dachgeschoss, Raum der Theaterwerkstatt
19:30 Uhr informelles Treffen im Restaurant

Samstag, 21.10.17

09:30 Uhr Fahrt mit Regionalbahn nach Rostock Hbf., Ankunft 09:51 Uhr. Anschl. mit Straßenbahn der Linien 5 oder 6 bis Neuer Markt oder Lange Straße.
10-12 Uhr Seminararbeit in der Uni Rostock
12- 14 Uhr Mittagspause in eigener Regie
14- 18 Uhr Stadtführung durch Rostock
19:00 Uhr informeller Teil in einer Lokalität im Univiertel
21:06 oder 22:06 Uhr Rückfahrt mit der Regionalbahn nach Bad Doberan, Ankunft 21:25 bzw. 22:25 Uhr

Sonntag, 22.10.17

09:00 Uhr Tagung im Kornhaus, Dachgeschoss, Raum der Theaterwerkstatt
In eigener Regie ist anschließend ein Ausflug mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn „Molli“ nach Heiligendamm, dem ersten deutschen Seebad (Kurbetrieb ab 1793), möglich. Bis Ende Oktober gilt noch der Sommerfahrplan mit einem stündlichen Takt.

Irmgard Hartenstein | 22.09.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Geschichte und Gegenwart Alteuropas, 58084 Hagen