Logo der Fakultät für Kultur und Sozialwisenschaften Quantitative Methoden

Quantitative Methoden

Herzlich Willkommen

auf der Homepage der Arbeitsstelle Quantitative Methoden.

Schlagwortwolke2


​Lehre und Forschung können heute nicht mehr ohne das Kommunikationsmedium Internet auskommen. Über die Internetseite möchten wir über das Lehrangebot und die Präsenzseminare informieren, weiterführende Informationen zu den (quantitativen) Methoden der Sozialwissenschaften geben sowie häufige Fragen beantworten. Außerdem finden Sie auf der Internetseite eine Übersicht unserer aktuellen Publikationen und Informationen zu Forschungsprojekten.

Das wirkliche Gespräch kann das Internet nicht ersetzen. Für Fragen über die Internetpräsenz hinaus stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Nachricht.

Aktuelles

Neue Veröffentlichung: Politische Einstellungen von Kommunalpolitikern im Vergleich

Der Lebensraum der Bürgerinnen und Bürger wird von der Kommunalpolitik maßgeblich mitgestaltet. Unser Wissen über die lokalen Entscheidungsträger vor Ort ist allerdings begrenzt. Dies gilt besonders für Unterschiede in den Einstellungen, die sich aus den jeweiligen lokalen Kontexten ergeben. Der Band „Politische Einstellungen von Kommunalpolitikern im Vergleich“, herausgegeben von Markus Tausendpfund und Angelika Vetter, schließt diese Forschungslücke und bietet Einblicke in die Rahmenbedingungen, Arbeitsweisen und Inhalte lokaler Politik aus Sicht von Kommunalpolitikern. Auf Basis einer Befragung von 720 lokalen Repräsentanten in 28 Gemeinden in Hessen wird erstens die lokale Variation ihrer Wahrnehmungen und Einstellungen untersucht und zweitens analysiert, welche Bedeutung lokale Rahmenbedingungen für diese Orientierungen haben.

In 15 Kapiteln auf über 500 Seiten beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren unter anderem mit dem Zeitaufwand für das kommunalpolitische Ehrenamt, den Machtstrukturen der lokalen Politik, dem Zusammenspiel von Politik und Verwaltung sowie der Repräsentation von Frauen in der lokalen Politik. Außerdem wird die Haltung zur Bürgerbeteiligung, zur Europäischen Union sowie zur aktuellen Reformen lokaler Politik in den Blick genommen. Schließlich werden auch Fragen der politischen Ideologie, politische Rollenbilder und der Wahrnehmung lokaler Handlungsspielräume im Mehrebenensystem betrachtet.


Neue Veröffentlichung: Politisches Wissen von Kindern

Auf Grundlage eines Drei-Wellen-Designs mit 431 Kindern untersuchen Simone Abendschön (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Markus Tausendpfund das Niveau und die Entwicklung des politischen Wissens in der Grundschule. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass das politische Wissensniveau bereits bei jungen Kindern nicht gleich verteilt ist. Mädchen, Kinder aus türkischen Familien sowie Kinder, die in einem sozialschwächeren Umfeld leben, haben ein geringes Wissen als Jungen, Kinder ohne Migrationshintergrund sowie Kinder aus Gebieten mit einem höheren sozioökonomischen Umfeld. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im American Behavioral Scientist veröffentlicht.

Politisches Wissen und Europawahlen

Welche Rolle spielt das politische Wissen für die Wahlteilnahme und Wahl euroskeptischer Parteien bei der Europawahl 2014? Diese Frage beantworten Markus Tausendpfund und Daniela Braun (LMU München) bei dem Workshop „Politisches Wissen“, der vom 16. bis 17. März an der Philipps-Universität Marburg stattfindet. Auf Grundlage der Daten der European Election Study 2014 kann gezeigt werden, dass das politische Wissen zwar einen positiven Effekt auf die Wahlteilnahme ausübt, jedoch keine Auswirkungen auf die Wahl euroskeptischer Parteien hat. Weitere Informationen zum Workshop finden sich hier.

Ladenburger Diskurs

Markus Tausendpfund beteiligte sich am Workshop „Einflüsse auf die politische Vertrauensbildung“, den die Daimler und Benz Stiftung in Ladenburg ausrichtete. In den Ladenburger Diskursen diskutieren Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und Experten aus der Praxis, ob sich ein vorgeschlagenes Forschungsthema für eine weitere Förderung eignet. Der Sozialwissenschaftler kommentierte den Beitrag von Marc Debus (Universität Mannheim), der sich mit den Konsequenzen exogener Schocks, Politikwandel und den Konsequenzen für das Vertrauen der Bürger in politische Institutionen repräsentativer Demokratien beschäftigt. Bei dem anschließenden Ergebnisaustausch wurden Ideen für gemeinsame Forschungsaktivitäten erarbeitet.

Wirtschaftskrise und Wahlverhalten bei der Europawahl 2014

Welche Konsequenzen hatte die Wirtschaftskrise auf die Wahlbeteiligung und die Wahl euroskeptischer Parteien bei der Europawahl 2014? Diese Frage beantworten Daniela Braun (LMU München) und Markus Tausendpfund in ihrem Konferenzbeitrag „Repercussions of the economic crisis on citizen’s voting behavior in the 2014 elections to the European Parliament“ für die Drei-Länder-Tagung in Heidelberg. Die gemeinsame Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) stand unter dem Titel „Regionalismus in einer entgrenzten Welt“ und fand in Heidelberg statt.

Neue Veröffentlichung: Entfremdung in der Schule der Demokratie?

Wie bewerten Bürger und Politiker die Information und die Beteiligungsmöglichkeiten bei lokalen Planungen? Diese Frage beantworten Sebastian Kuhn und Markus Tausendpfund in einem Beitrag, der jetzt in der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen ist. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass es erhebliche lokale Unterschiede im Beziehungsmuster zwischen Bürgern und Politikern gibt. Eine über alle Gemeinden existierende Entfremdung lässt sich aber eindeutig nicht feststellen.

Neue Veröffentlichung: Multidimensional government-citizen congruence and satisfaction with democracy

Welche Rolle spielt die ideologische Kongruenz zwischen Regierung und Bürgern für die Zufriedenheit mit der Demokratie? Diese Frage beantworten Christian Stecker (Universität Mannheim) und Markus Tausendpfund (FernUniversität in Hagen) in einem Beitrag, der jetzt im European Journal of Political Research erschienen ist. Je stärker die Abweichung von Bürgern und Politikern auf wichtigen ideologischen Positionen (z.B. Links-Rechts-Skala, Europäische Integration), desto geringer die Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie.

Europa-Union würdigt Dissertation von Dr. Tausendpfund

Illustration Die Europa-Union zeichnete im Schloss Montfort in Langenargen die Förderpreisträger des Verbandes aus, von links: der neue Kreisvorsitzende Simon Blümcke, die Preisträger Markus Tausendpfund, Johannes Thim und Anne Rosenkranz sowie der ehemalige Chef der deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, und Rolf Müller, ehemaliger Kreisvorsitzender der Europa-Union. Foto: Siegfried Großkopf

Der Kreisverband Bodenseekreis der überparteilichen Europa-Union Deutschland hat die Dissertation von Dr. Markus Tausendpfund ausgezeichnet. Der Sozialwissenschaftler untersuchte in seiner Promotion „Gemeinden als Rettungsanker der EU?“ den Einfluss individueller und lokaler Faktoren auf die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zur Staatengemeinschaft. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festakts im Schloss Montfort in Langenargen am Bodensee statt. Festredner war Prof. Dr. Dieter Hundt, ehemaliger Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Der 2006 gegründete Kreisverband prämiert alle zwei Jahre wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Verhältnis von Europa und Kommunen auseinandersetzen. Gemeinden gelten gemeinhin zwar als „Keimzelle für das Zusammenleben in Europa“ und als „Fundament der Staatengemeinschaft“, aber für diese Behauptung fand sich bisher keine empirische Überprüfung. Die Studie von Dr. Tausendpfund schließt diese Forschungslücke.


Warum unterscheidet sich das politische Wissen zwischen Frauen und Männern?

Eine Antwort auf diese Frage geben Dr. Toni Ihme und Dr. Markus Tausendpfund bei der Jahrestagung des Arbeitskreises Wahlen und politische Einstellungen der DVPW, die am 2./3. Juni 2016 an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau) stattfindet. Bei ihrem Vortrag präsentieren sie Ergebnisse von zwei Experimenten, die den gender gap im politischen Wissen auf einen situationalen Leistungsdruck zurückführt, der als Stereotype Threat bezeichnet wird. Stereotype Threat entsteht, wenn sich eine Person in einer Situation befindet, in der negative (stereotype) Erwartungen auf ihr Verhalten anwendbar sind. Daraus resultiert ein situativer Druck, der die Leistungsfähigkeit der bedrohten Personen beeinträchtigt.

Unterstützung und Widerstand regionaler Integrationsprojekte

Unter dem Titel „Regionalismus in einer entgrenzten Welt“ steht die gemeinsame Tagung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) vom 29. September bis 1. Oktober 2016 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Das Programmkomitee der drei Fachvereinigungen für Politikwissenschaft hat den gemeinsamen Panelvorschlag „Bringing Citizens Back In: Unterstützung und Widerstand regionaler Integrationsprojekte“ von Daniela Braun (Ludwig-Maximilians-Universität München), Swen Hutter (European University Institute) und Markus Tausendpfund (FernUniversität in Hagen) angenommen. Im Panel werden aktuelle Arbeiten, die sich mit der Unterstützung und/oder Widerstand regionaler Integrationsprojekte durch Individuen oder kollektive Akteure beschäftigen, vorgestellt. Dabei zielt das Panel auch darauf ab, methodische Herausforderungen stärker in den Blick zu nehmen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Was wissen Kinder von Europa?

In unterschiedlichen Facetten kommen bereits Grundschüler mit Europa und der Europäischen Union in Berührung. Das frühe Kennenlernen dieses „fernen“ politischen Systems bildet eine wichtige Grundlage, um den Erwerb fundierter Kenntnisse über die Staatengemeinschaft zu ermöglichen. Was wissen Kinder aber überhaupt von Europa? Verfügen bereits Grundschüler über basale Kenntnisse zur Staatengemeinschaft? Wenn ja, existieren Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen, zwischen Kinder mit und ohne Migrationshintergrund oder in Abhängigkeit der sozialen Herkunft? Diese Fragen beantworteten Simone Abendschön (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Markus Tausendpfund bei der Tagung „Europabildung in der Grundschule“ an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. In ihrem Vortrag „Was wissen Kinder von Europa?“ konnten sie einen Anstieg des Europa-Wissens von der ersten bis zur vierten Klasse feststellen. Allerdings zeigen sich bereits bei Grundschülern bekannte Gruppenunterschiede. So haben Jungen und Kinder ohne Migrationshintergrund tendenziell ein höheres Europa-Wissen als Mädchen und Kinder mit Migrationshintergrund.

Wirtschaftskrise und politische Unterstützung

Welche Konsequenzen hat die Wirtschaftskrise für die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Regierung und der Zufriedenheit mit der Demokratie? Diese Frage beantwortet der Beitrag von Daniela Braun und Markus Tausendpfund, der jetzt im Band „Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten“ (Hrsg. Heiko Giebler und Aiko Wagner) in der Reihe „Studien zur Wahl und Einstellungsforschung“ bei Nomos erschienen ist. Der Beitrag ist in der Nomos E-Library verfügbar.

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Quantitative Methoden