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Neues Lehrbuch „Investitionsrechnung klipp & klar“ von Udo Terstege, Michael Bitz und Jürgen Ewert

[23.10.2018]

jetzt verfügbar


Adressaten und Konzept

Der inhaltliche Fokus ist auf die investitionstheoretischen Methoden und Zusammenhänge gerichtet, die wohl Gegenstand der meisten einführenden Lehrveranstaltungen zum Thema Investition im Rahmen von Bachelorstudiengängen an deutschen Hochschulen sein dürften, es zumindest sein sollten. Bachelorstudierende sind dementsprechend die primären Adressaten dieses Buches. Es ist aber ebenso geeignet für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ähnlicher Ausbildungsgänge an anderen Bildungseinrichtungen und für Praktiker und sonstige Interessierte, die sich im Selbststudium mit der Investitionstheorie beschäftigen wollen. Vermutlich vermittelt es aber auch sogar fortgeschrittenen Fachleuten noch einige neue Erkenntnisse.

Methodisch orientiert sich das Buch ganz am Titel der Reihe, in der es erscheint: „klipp und klar“. Alle Inhalte sind auch ohne größere Vorkenntnisse, insbesondere ohne eine besondere formale Vorbildung leicht nachvollziehbar. Trotzdem werden die Methoden und Zusammenhänge der Investitionstheorie präzise, systematisch und mit durchaus hohem inhaltlichem Anspruch dargeboten. Das gleichzeitige Erreichen all dieser, auf Anhieb vielleicht widersprüchlich anmutenden Ziele wird durch den Einsatz eines ganzen Bündels didaktischer Elemente, wie er für die gesamte Reihe typisch ist, ermöglicht. Es wird zwar die einschlägige Fachsprache verwendet, aber sie wird erläutert und nicht als bekannt vorausgesetzt. Außerdem wird auf unnötig komplizierte Formulierungen verzichtet. Alle wesentlichen Erkenntnisse werden primär anhand von Beispielen vermittelt – die sich anschließenden formalen Darstellungen dienen dann nur noch der Verallgemeinerung, sind aber nicht mehr für das Grundverständnis erforderlich. Besonders wichtige Erkenntnisse werden ergänzend als Merksätze hervorgehoben. Zahlreiche Wiederholungsfragen und Übungsaufgaben samt Lösungsskizzen bieten Gelegenheit, das Erlernte selbst auszuprobieren, zu rekapitulieren und gegen Missverständnisse abzusichern. Mit der Erarbeitung der Inhalte dürfte keine Leserin und kein Leser mit einer Hochschulzugangsberechtigung überfordert sein. Gleichwohl bleibt die „Erarbeitung“ aber mit Arbeit verbunden. Die können wir unseren Leserinnen und Lesern leider nicht ganz ersparen.

Inhalt

Im Zentrum des Buches stehen die finanzmathematischen Kennzahlen, die im einschlägigen Schrifttum typischerweise zur Fundierung von Investitionsentscheidungen vorgeschlagen werden und die nach unserer Wahrnehmung in der unternehmerischen Praxis mittlerweile auch tatsächlich sehr häufig eingesetzt werden. Diese gängigen Kennzahlen werden im Buch ausführlich dargestellt, erläutert und in ihrer Anwendung demonstriert. Sie werden aber vor allem auch eingehend in Hinblick auf ihre Anwendungsvoraussetzungen, ihre Aussagekraft und ihre Erweiterungsmöglichkeiten verdeutlicht. Dazu behandelt das Buch die folgenden Inhalte:

  • In ▶ Kap. 2 werden zunächst sehr grundlegende Kenntnisse der in der Investitionstheorie verwendeten Modelle vermittelt. Thema sind vor allem die wesentlichen Merkmale dieser Modelle und die Probleme, die bei der Vorbereitung einer Investitionsentscheidung im Rahmen dieser Modelle zu lösen sind.
  • In ▶ Kap. 3 werden die für die Berechnung und Analyse investitionstheoretischer Kennzahlen erforderlichen finanzmathematischen Rechentechniken vermittelt. Dabei werden alle Verfahren sowohl für einen konstanten Zinssatz als auch für wechselnde Periodenzinssätze vorgestellt.
  • ▶ Kap. 4 kann als das zentrale Kapitel des Buches betrachtet werden. Hier werden, zunächst in einem einfachen Grundmodell, mit dem Endwert, dem Kapitalwert und der Annuität die drei wohl wichtigsten investitionstheoretischen Kennzahlen eingeführt und analysiert. Von zentraler Bedeutung sind diese drei Kennzahlen vor allem wegen ihres unmittelbaren Bezuges zur Zielsetzung der Vermögensmaximierung, die in diesem Kapitel sehr ausführlich und nachvollziehbar dargelegt wird.
  • In ▶ Kap. 5 wird die Anwendung der Kennzahlen Endwert, Kapitalwert und Annuität um einige aus dem Grundmodell des ▶ Kap. 4 zunächst ausgeschlossene Elemente erweitert. Es werden zusätzlich während der Projektlaufzeit zu erwartende Preisänderungen, spezielle an die Projektdurchführung gekoppelte Finanzierungsmöglichkeiten, Entscheidungen über wiederholte Projektdurchführungen, Entscheidungen über die Nutzungsdauer von Investitionsgütern und steuerliche Einflüsse auf die Investitionsentscheidungen berücksichtigt.
  • In ▶ Kap. 6 werden mit der dynamischen Amortisationsdauer, dem internen Zinsfuß und diversen statischen Größen zusätzliche investitionstheoretische Kennzahlen dargestellt, die anders als Endwert, Kapitalwert und Annuität keinen direkten Bezug zur Zielsetzung der Vermögensmaximierung aufweisen. Dementsprechend ist die Verwendung dieser Kennzahlen mit etlichen Problemen verbunden; uns geht es daher in diesem Kapitel vor allem darum, die Schwächen dieser zusätzlichen Kennzahlen offenzulegen.
  • In ▶ Kap. 7 werden schließlich (auf der Basis des Kapitalwertes als Kennzahl) Unsicherheitsaspekte in die Beurteilung von Investitionsprojekten einbezogen. Dabei werden sowohl Konzepte zur analytischen Verdeutlichung von Unsicherheitsstrukturen als auch Konzepte zum Treffen der Investitionsentscheidung unter Unsicherheit selbst verdeutlicht.
CSF | 25.06.2020