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Archiv

2017

Workshop „Praxis – Habitus – Kontingenz" [DFG Projekt „Praktische Körper"] (20. Oktober 2017)

Am 20. Oktober 2017 findet im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Projekt "Praktische Körper" (Institut für Philosophie, Hagen) und "Transformations of Knowledge" (a.r.t.e.s., Köln) ein Workshop zum Thema "Praxis – Habitus – Kontingenz" statt.

Der Workshop widmet sich allgemein der Frage nach der Rolle des Praxis-Begriffs in der phänomenologischen Tradition. Hierzu werden Impulsvorträge zu einigen phänomenologischen Positionen (Blumenberg, Husserl, Merleau-Ponty, Plessner u.a.) vorgetragen und im Anschluss diskutiert.

DGPF-Tagung „Die Phänomenologie und das Politische“ (13.-16. September 2017)

Die Gegenwart politisiert sich. Die Krise Europas, die Konjunktur des Populismus, Flucht und Migration sowie die Rolle der internationalen Finanz- und Ordnungssysteme haben die politischen Verhältnisse wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Klassische und postklassische phänomenologische Ansätze tragen vielfach zur Erschließung, Analyse und Problematisierung des Feldes des Politischen bei, auch wenn die Phänomenologie hier an ihre Grenzen getrieben wird.

Mit ihrer Fokussierung auf die Erfahrungsperspektive erlauben phänomenologische Ansätze einen Zugriff auf politische Haltungen, Einstellungen und Affekte, die sie in ihrer Genese und Charakteristik zu durchdringen vermögen. Sie lenken das Augenmerk auf die Genese politischer Institutionen und Prozesse. Ihre Analysen des politischen Raumes zeigen auf, unter welchen Bedingungen Subjekte überhaupt erst als Akteure erscheinen und ihre Stimme erheben können. Ihre postfundamentalistische Herangehensweise erlaubt es, politische Kämpfe und Wandlungsprozesse begrifflich systematisch zu fassen. Und schließlich legt die Phänomenologie ethische und praktische Aporien und Paradoxien frei, die mit der Konstitution des politischen Raumes unvermeidlich einhergehen.

Über 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und über 50 Vortragende aus 10 Ländern disktutierten 4 Tage in Hagen die Dimensionen (post-)phänomenologischer Zugriffe auf das Politische.

Webseite zur Tagung

Programm zur Tagung

Vortragsvideos


Workshop mit Sophia Prinz [DFG Projekt „Praktische Körper"] (29. Juni 2017)

Der Workshop widmete sich Themen an der Schnittstelle von Praxistheorie und Phänomenologie. Hierzu wurden in einem ersten Block Texte von Sophia Prinz gemeinsam diskutiert; im anschließenden zweiten Block waren Texte zu den Themen Intersubjektivität, Interobjektivität und Alterität Grundlage einer Diskussion sein.

Meisterkurs mit Bernhard Waldenfels (15.-16. März 2017)

Ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit der Phänomenologie Edmund Husserls und v. a. durch sein Studium bei Maurice Merleau-Ponty entwickelt Waldenfels eine Erneuerung der Phänomenologie als sachorientierter Erfahrungswissenschaft. Indem er im Anschluss an Merleau-Pontys Philosophie des Leibes die bewusstseinsphilosophischen Restbestände der Phänomenologie hinter sich lässt, sich durch Emmanuel Levinas’ Philosophie des Anderen anregen lässt und sie mit Michel Foucaults Theorie diskursiver Ordnungen verbindet, schafft Waldenfels mit seiner Philosophie der „responsive[n] Rationalität“ eine Weiterentwicklung der Phänomenologie, deren Produktivität über die Grenzen einer Schule hinausweist. Indem er nicht nur Merleau-Pontys Werk, sondern auch das zahlreicher anderer französischer Denker erschließt, ediert und interpretiert, legt er zugleich die Grundlagen für einen deutsch-französischen Dialog jenseits der einstigen Gräben.

Im Meisterkurs wurden Texte von Bernhard Waldenfels von 1994 bis 2015 gemeinsam mit dem Autor erarbeitet und diskutiert. Am Abend des 15. März hielt Bernhard Waldenfels einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel "Hören auf die fremde Stimme".

2016

Workshop mit Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe [DFG Projekt „Praktische Körper"] (3. November 2016)

Am 3. November 2016 wurde am Lehrgebiet Philosophie III im Rahmen des Projektes "Praktische Körper" ein Workshop abgehalten, der sich mit Texten von Prof. Dr. (i. R.) Käte Meyer-Drawe befasste.

Workshop „Taxonomien des Selbst. Zur Genese und Verbreitung kalkulativer Praktiken der Selbstinspektion“ (25. Oktober 2016)

Am 25. Oktober 2016 wurde am Lehrgebiet Philosophie III im Rahmen des Projektes "Praktische Körper" ein Workshop abgehalten, der sich mit dem Thema "Taxonomien des Selbst. Zur Genese und Verbreitung kalkulativer Praktiken der Selbstinspektion" befasste. Hierfür wurden die ForscherInnen des gleichnamigen Projektes Uwe Vormbusch, Karolin Kappler und Eryk Noji eingeladen.

Workshop „Topographien des Selbst. Zur Genese und Verbreitung kalkulativer Praktiken der Selbstinspektion" (25. Oktober 2016)

Das DFG-Projekt "Praktische Körper" kooperiert mit dem FFwF-geförderten Projekt "Topographien des Körpers: phänomenologische, genealogische und psychoanalytische Forschungen" und hat in dessen Rahmen am 8. September 2016 einen Workshop abgehalten, bei denen Texte von Thomas Bedorf, Arthur Boelderl, Selin Gerlek und Gerhard Unterthurner diskutiert wurden.

Tagung „Phänomenologie und Praxistheorie“ (5.-7. September 2016)

Vom 5. bis zum 7. September fand im Rahmen des Projektes "Praktische Körper" eine Tagung zur Verhältnisbestimmung von Phänomenologie und Praxisthoerie statt. Organisation: Thomas Bedorf, Dennis Clausen, Selin Gerlek

Programmflyer zur Tagung

Die Tagung wurde live gestreamt. Die Dokumentation der Vorträge inkl. der Responsebeiträge finden sie hier.

Einen Tagungsbericht finden Sie außerdem unter folgendem Link: Verhältnisbestimmung zwischen Phänomenologie und Praxistheorie diskutiert

Im Nachgang zur Tagung „Phänomenologie und Praxistheorie – Eine Verhältnisbestimmung“ im September 2016 erschien August 2017 ein Schwerpunkt in der Zeitschrift Phänomenologische Forschungen (2017/2) beim Meiner-Verlag mit dem Titel „Phänomenologie und Praxistheorie“, herausgegeben von Thomas Bedorf und Selin Gerlek.


2015

Tagung „Von der Kooperation zur Korporation“ (17.-19. September 2015)

Die Tagung ging der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen die Sphäre des Marktes eine Sphäre der Freiheit und Selbstrealisierung sein kann. Im Mittelpunkt stand dabei Hegels Konzept der Korporation, das dieser als die eigentliche „sittliche Wurzel“ der bürgerlichen Gesellschaft bezeichnet hat. Im Rahmen der Tagung wurden unterschiedliche Weiterentwicklungen von Hegels Konzept der Korporation aus den Bereichen der Wirtschaftsphilosophie, der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie aufgenommen. Ausgehend davon würde danach gefragt, inwiefern im Gefolge Hegels Markt, Gesellschaft und Politik durch eine korporatistische Gesellschaftsordnung miteinander in Einklang gebracht werden können.

Programm zur Tagung


Aus dem Zusammenhang der Tagung ist erschienen:

  • Sven Ellmers u. Steffen Herrmann (Hg.), Korporation und Sittlichkeit. Zur Aktualität von Hegels Theorie der bürgerlichen Gesellschaft, München: Fink 2016

Tagung „Das Soziale Band“ (23.-25. März 2015)

Vom "sozialen Band" spricht man in Alltags- und Wissenschaftssprache gerne, wenn es darum geht, eine Krise des Sozialen zu diagnostizieren. Was aber ist das soziale Band? Zwischen wem ist es wie geknüpft? Und wann droht es zu reißen? Die Tagung versuchte erstmals systematisch und interdisziplinär diesen sozialtheoretischen Grundbegriff aufzuarbeiten.

Programm zur Tagung

Einführung in das Thema (Thomas Bedorf)


Aus dem Zusammenhang der Tagung ist bereits erschienen:

  • Thomas Bedorf u. Steffen Herrmann (Hg.), Das soziale Band. Geschichte und Gegenwart eines sozialtheoretischen Grundbegriffs, Frankfurt/M., New York: Campus 2016

Philipp Zimmermann | 05.12.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Philosophie, 58084 Hagen