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Ringvorlesung Digital Health: Innovative Forschungsprojekte am 06.11.2025
[10.11.2025]Potentiale von Virtual Reality für die Notfallmedizin, Campus Berlin
Auftakt der Ringvorlesungsreihe „Digital Health: Innovative Forschungsprojekte“ startete am Campus Berlin der FernUniversität in Hagen die neue Ringvorlesungsreihe der #DigitalHealthCommunityHagen mit einem hochaktuellen Thema: Wie können wir Beschäftigte in Krankenhäusern bestmöglich auf außergewöhnliche Gefahren- und Schadenslagen vorbereiten?
Foto: FernUniversität
Dr. Paavo Beth, MHBA (Johannesstift Diakonie), gab zu Beginn einen Einblick in die komplexe Realität des Notaufnahme-Alltags: enge Taktung, begrenzte Ressourcen, Entscheidungen unter Druck. Schon im Regelbetrieb ist das eine enorme Herausforderung – im Katastrophenfall jedoch kommt eine weitere Dimension hinzu. Die Umstellung auf Katastrophenmedizin bedeutet, in kürzester Zeit anders zu denken, zu priorisieren und zu handeln. Seine Schilderungen machten eindrucksvoll deutlich, wie entscheidend gute Vorbereitung und klare Strukturen in solchen Ausnahmesituationen sind.
Frithjof Meinke von der Immerzed GmbH rundete schließlich den Abend mit einer technologischen Perspektive ab. Er stellte vor, welche Potenziale und Grenzen immersive Technologien wie Virtual Reality im Gesundheitswesen haben, und zeigte praxisnah, in welchen Bereichen VR-Trainings heute schon erfolgreich eingesetzt werden.
Foto: FernUniversität
Prof. Dr. Jenny S. Wesche (FernUniversität in Hagen) ergänzte diese Perspektive aus der Sicht der Personal- und Organisationspsychologie. Sie zeigte auf, wie gezielte Vorbereitung und systematische Personalentwicklung die Resilienz von Beschäftigten, Teams und Organisationen im Krisenfall stärken können – und wie entscheidend die Wahl passender Weiterbildungsmethoden und -medien für die Umsetzbarkeit und Wirksamkeit solcher Maßnahmen in der Praxis ist.
In der anschließenden Paneldiskussion wurde lebhaft über Chancen, Herausforderungen und zukünftige Einsatzfelder solcher Trainingsformate debattiert – und beim anschließenden Networking konnten neue Ideen und Kontakte entstehen.