Statement von Prof. Dr. Andreas Kleine

Foto: Hardy Welsch

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegen einem kontinuierlichen Wandel, womit immer wieder neue Herausforderungen verbunden sind. Es liegt in unserer Verantwortung, diese Veränderungen aktiv zu gestalten. Dies gilt auch für den Bereich des Lernens und Lehrens. Die aktuelle Corona-Pandemie macht deutlich, dass viele der bekannten Lehr- und Lernformate an Bildungseinrichtungen nicht mehr in gewohnter Form umsetzbar sind – ein Wandel ist notwendig. Dies hat zu einem Diskurs geführt, wie speziell auch der digitale Wandel – das „New Learning“ – zu gestalten ist. Hierbei ist es die Aufgabe der Wissenschaft, diesen Prozess faktenbasiert zu begleiten und zu unterstützen.

Grundsätzlich verfügt Deutschland aufgrund des vergleichsweise hohen Bildungsstandards und der finanziellen Möglichkeiten über gute Voraussetzungen für einen digitalen Wandel. Dennoch gilt es, dieses Potential auch gezielt einzusetzen. Die Corona-Pandemie zeigt auf, dass sowohl materielle als auch immaterielle Investitionen für den digitalen Wandel notwendig sind, die aufgrund der Dringlichkeit das bekannte Ausmaß deutlich übersteigen.

Es gilt die notwendigen Veränderungen, die ein „New Learning“ sowohl für die Lehrenden als auch die Lernenden mit sich bringt, zu gestalten, die Chancen zu verdeutlichen, aber auch Herausforderungen im Blick zu haben. Für eine erfolgreiche Umsetzung des digitalen Wandels ist somit nicht nur eine Investition in die technische Infrastruktur notwendig, sondern auch in die Befähigung der Menschen zum New Learning, basierend auf Erkenntnissen aus der Forschung. Dies bedeutet für die Wissenschaft auch, deren Ergebnisse in die Gesellschaft zu transferieren. So ist für Viele der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine Black-Box, um nur ein Beispiel zu nennen. Hier gilt es „Licht ins Dunkel“ zu bringen, um Ängste bzw. Befürchtungen zu nehmen und die Akzeptanz zu erhöhen.


Über Prof. Dr. Andreas Kleine

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