Projekt V-TRAIN-CI

Virtuelles Hörtraining für Menschen mit Cochlea-Implantaten

Projektname: V-TRAIN-CI: Virtuelle Trainingsumgebungen in der Hörrehabilitation für Menschen mit Cochlea-Implantaten: Dreidimensionale Simulation visueller und akustischer Stimuli

Förderkennzeichen: EID:0029553

Projektlaufzeit: 01.06.2026 - 31.05.2029

Projektseite beim Fördergeber: https://www.interaktive-technologien.de/projekte/v-train-ci

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Partner:innen im Verbundprojekt

Technologie-Partner

Logo brainjo GmbH

brainjo GmbH

  • Markus Wensauer (Co-Founder & CEO)
  • Florian Sturm (Designer & QMB)

Klinik-Partner

Logo Universität Witten/Herdecke

Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
Hörzentrum Hagen-Südwestfalen
St.-Josefs-Hospital,
Lehrstuhl der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Universität Witten/Herdecke

  • Prof. Dr. med. Jonas J.-H. Park (Ärztlicher Direktor, Klinikdirektor und Lehrstuhlinhaber)
  • Franziska Bosse (Assistenzärztin)
  • Andrea Breinhild-Olsen (Leitung Hörrehabilitation)
  • Adriana Barthel (Audiologin)

Projektleitung und -beteiligte des psychologischen Teilprojektes der FernUniversität in Hagen

  • Prof. Dr. Jenny S. Wesche
  • Dr. Anita Mörth
  • Dr. Vanessa Begemann

Kontext

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von hochgradiger Schwerhörigkeit oder Taubheit betroffen. Für viele stellt ein Cochlea-Implantat (CI) die einzige Möglichkeit dar, Sprache wieder zu verstehen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Doch der Weg dahin ist lange: Nach der Operationen braucht es eine intensive, systematische Hörrehabilitation, die sich über 12 Monate erstreckt.

Bisherige Trainingsangebote stoßen bei der Hörrehabiliation allerdings an entscheidende Grenzen. Während sich das Erkennen von Einzellauten und Wörtern gut üben lässt, sind viele Alltagssituationen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an belebten Orten, akustisch deutlich komplexer (Hören im Störschall) und können bislang nicht in kontrollierten Bedingungen geübt werden. Dies führt bei CI-Träger:innen häufig zu Vermeidungsverhalten solcher Alltagssituationen, sozialem Rückzug und eingeschränkter Lebensqualität

Ziele des Verbundprojektes

Unser Ziel ist es, technologischen Fortschritt gezielt nutzbar zu machen, um die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe von CI-Träger:innen zu verbessern. In unserem Verbundprojekt mit brainjo GmbH und der Universität Witten/Herdecke entwickeln wir ein evidenzbasiertes VR-gestütztes Hörtraining, das sowohl für die Betroffenen als auch die Mitarbeitenden in Hörrehabilitationszentren einfach anzuwenden ist. Ein VR-gestütztes Hörtraining bietet einen niedrigschwelligen, geschützten und vielseitig anpassbaren Trainingskontext, der CI-Träger:innen ermöglicht, realitätsnahe Hörsituationen adaptiv und sicher zu üben – nicht nur im Rehabilitationszentrum, sondern auch selbstständig zuhause.

Ziele und Methoden des psychologischen Teilprojektes

Im Rahmen des Projekts werden mehrere systematische Erhebungen durchgeführt. Im ersten Schritt erfassen wir durch Interviews und Fokusgruppen-Diskussionen mit Betroffenen, deren Angehörigen und klinischen Fachkräften die besonderen Bedarfe und Anforderungen an das VR-gestützte Hörtraining. Welche Alltagssituationen sind besonders herausfordernd? Was muss eine gute Trainingsanwendung leisten, um effektiv zum Einsatz zu kommen? Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird ein Prototyp des VR-gestützten Hörtrainings entwickelt und in iterativen Nutzungstest erprobt. In der finalen Phase des Projekts werden eine Kontrollgruppe, die die standard-of-care Rehabilitationstrainings erhält, und eine Interventionsgruppe, die mit dem Prototyp des VR-gestützten Hörtrainings trainiert, jeweils 12 Monate während ihrer Hörrehabilitation begleitet. Es wird zu mehreren Messzeitpunkten evaluiert, inwieweit sich ihr Hörvermögen verbessert und ihre Zufriedenheit und ihr Wohlbefinden gesteigert hat. Zudem werden die Erfahrungen der klinischen Fachkräfte in der Langzeitnutzung des VR-basierten Hörtrainings ausgewertet und evaluiert, ob und wie sich dieses in bestehende Rehabilitationskonzepte integrieren lässt.

Publikationen

(in Vorbereitung)

Begemann Vanessa | 03.07.2026