Dimitris-Tsatsos-Institut für europäische Verfassungswissenschaften

Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften

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Ankündigungen:


Seminar am Montag, den 5. Mai 2014, 18 Uhr

„Mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen der EU-Institutionen - Mehr Glaubwürdigkeit der Politik auf EU-Ebene?“

Dr. Izabela Jędrzejowska, Juniorprofessorin an der Wirtschaftsuniversität in Breslau (Polen)

Veranstaltungsort: FernUniversität, AVZ-Gebäude, kleiner Senatssaal (1. OG, B 118), Universitätsstr. 21, 58097 Hagen

Das Transparenzprinzip ist notwendige Voraussetzung demokratischer Legitimation. Ohne Transparenz im Handeln der wichtigsten Entscheidungsträger ist die Beteiligung der Bürger am demokratischen Leben nicht möglich. Im Rahmen des Vortrags werden einerseits der demokratische Zugewinn untersucht, der in jüngster Zeit durch Reformen bei der Verwirklichung des Transparenzprinzips im Europäischen Parlament - z.B. bei Verhandlungen in Gesetzgebungsverfahren und bei den Abstimmungsmodalitäten - erreicht werden konnte und andererseits einige in der Arbeitsweise der europäischen Institutionen noch bestehende Einschränkungen der Transparenz, die möglicherweise demokratische Legitimationsdefizite bewirken - wie z.B. die mangelnde öffentliche Verantwortlichkeit der nationalen Regierungsmitglieder für ihr Verhalten oder der Umstand, dass das Europäische Parlament den Kommissionspräsidenten in geheimer Wahl wählt.

Der Vortrag basiert auf einer Studie, die für den Ausschuss für konstitutionelle Fragen des Europäischen Parlaments bzw. für dessen Fachabteilung für Bürgerrechte und Verfassungsfragen angefertigt wurde. Gegenstand der Studie war die Frage, wie im Europäischen Parlament bzw. in nationalen Parlamenten die Transparenz der entsprechenden Aktivitäten und Verfahren hergestellt wird, insbesondere, ob und inwieweit der öffentliche Charakter der Debatten und Abstimmungen gewährleistet ist.

Dr. Izabela Jędrzejowska: geb. 1979; studierte Jura an der Uniwersytet Wrocławski (Universität Breslau) in Polen; Anglistik mit dem Schwerpunkt Übersetzung an der Uniwersytet Warszawski (Universität Warschau) in Polen; 2010 – Dr. der humanistischen Bildung an der Uniwersytet Wrocławski, Wrocław (Breslau); Schwerpunkt: Europäische Rechtslinguistik; Seit 2012 Juniorprofessorin an der Wirtschaftlichen Hochschule in Wrocław (Breslau); Seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Polnisch-Deutschen Forschungsinstituts am Collegium Polonicum in Słubice, in dessen Rahmen Frau Jędrzejowska an einem Forschungsprojekt über verfassungsrechtliche Voraussetzungen demokratischer Legitimation auf der Ebene der Europäischen Union arbeitet.


Seminar am Montag, den 2. Juni 2014, 18 Uhr

"Wir sind der Markt!" Finanzmärkte, Krise und die Integration Europas

Prof. Dr. Uwe Vormbusch, Lehrgebiet Soziologie II: Soziologische Gegenwartsdiagnosen, FernUniversität in Hagen

Veranstaltungsort: FernUniversität, AVZ-Gebäude, kleiner Senatssaal (1. OG, B 118), Universitätsstr. 21, 58097 Hagen

Der Vortrag geht zunächst auf die Ursachen der letzten Finanz- und Weltwirtschaftskrise ein. Hierbei stehen sowohl konkrete Finanzmarktpraktiken als auch die Diagnose des "Finanzmarktkapitalismus" im Mittelpunkt. Im Anschluss wird es um die Ausbreitung der Krise in den europäischen Währungs- und Wirtschaftsraum und die Frage gehen, welchen Beitrag die beabsichtigten Reformen einer Regulierung von Schattenbanken, der Einführung einer Finanztransaktionssteuer und einer transparenten Verteilung der Folgekosten zu leisten in der Lage sind. Es wird unterstellt, dass sich an der Praxis der Konfliktbewältigung der weitere Weg des europäischen Einigungs- oder eben auch Zerfallsprozesses ablesen lässt. Anhand der Unterscheidung von "Markt-" und "Wahlvolk" (Wolfgang Streeck) wird das Verhältnis von Politik, Finanzmärkten und demokratischer Partizipation diskutiert.

Uwe Vormbusch: 2001 Promotion, Goethe-Universität Frankfurt (magna cum laude); 2008 Habilitation und Venia Legendi, Friedrich-Schiller-Universität Jena; 1995-2004 Wiss. MA, Institut für Sozialforschung Frankfurt und Goethe-Universität Frankfurt, FB Gesellschaftswissenschaften; 2004-2008 Wiss. MA, Institut für Sozialforschung Frankfurt, DFG-Projekt „Human Ressource Management und die Subjektivierung von Arbeit“; 2009 Visiting Scholar, London School of Economics and Political Science, Department of Accounting; SS 2009 Vertretungsprofessor, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Institut für Soziologie, Abteilung „Organisation von Arbeit und Betrieb“; 2009-2010 Wiss. MA, DFG-Projekt „Ökonomisches Rechnen“, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Institut für Soziologie; WS 2010/2011 / SS 2011 Vertretungsprofessor, Universität Trier, FB IV, Fach Soziologie, Professur für Arbeit, Personal, Organisation; WS 2011/2012 / SS 2012 Vertretungsprofessur, FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Professur für Soziologische Gegenwartsdiagnosen; seit WS 2012/2013 Professor an der FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Professur für Soziologische Gegenwartsdiagnosen. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen neben der Gegenwartsdiagnose in der Arbeits-, Wirtschafts- und Finanzsoziologie sowie allgemein in einer Soziologie der Kalkulation.

Wenn Sie in den Mailverteiler für Veranstaltungshinweise (Seminare und jährliche Symposien) aufgenommen werden wollen, schreiben Sie uns: dtiev@fernuni-hagen.de



„Das Volk" – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs

Prof. Dr. Peter Brandt, Abschiedsvorlesung vom 12. Februar 2014


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Mit seiner Abschiedsvorlesung zu dem Thema „‚Das Volk‘ – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs" verabschiedet sich Prof. Peter Brandt aus dem aktiven Dienst an der FernUniversität.

Volk als Abstammungs-, Sprach- und Kulturgemeinschaft – Volk als Urgrund der Demokratie – Volk als unteres Volk oder Volksmassen gegenüber den Eliten: Alle drei Bedeutungen koexistieren seit über 200 Jahren, teils erheblich länger, ohne immer klar geschieden zu sein. Ohne Zweifel handelt es sich um einen der zentralen politischen Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts mit ganz unterschiedlichen, ja gegensätzlichen ideologischen Konnotationen.

Während in der Staatslehre wie im öffentlichen Bewusstsein der Bundesrepublik „das deutsche Volk“ lange unangefochten den Souverän beschrieb, haben die Massenzuwanderung einerseits und der europäische Einigungsprozess andererseits dazu geführt, dass das Konzept „Volk“ vielfach als solches in Frage gestellt wird. Die Frage liefert aber noch keine Antwort. Die begriffshistorische Tiefenbohrung mag helfen, verständlich zu machen, warum auf „das Volk“ nicht einfach verzichtet werden sollte.



Neu erschienen:


Politische Bewegung und Symbolische Ordnung

Hagener Studien zur Politischen Kulturgeschichte
Festschrift für Peter Brandt

Werner Daum, Wolfgang Kruse, Eva Ochs, Arthur Schlegelmilch (Hg.)

496 S., 68,00 €, ISBN 978-3-8012-4216-9

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Perspektiven der Unionsgrundordnung
Gewidmet Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Dimitris Th. Tsatsos zu seinem 75. Geburtstag. Erträge des Symposiums des Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften an der Fernuniversität in Hagen am 4. Mai 2008

von Brandt, Peter (Hrsg.)

1. Auflage 2013, 154 S., 34,00 €, ISBN 978-3-8305-3207-1

Band 12 der Schriftenreihe des DTIEV

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DTIEV-Online Nr. 2/2014

Prof. Dr. Peter Schiffauer: Constitutional aspects of European economic governance. Threat or opportunity for the European 'sympoliteia'?


DTIEV-Online Nr. 1/2014

Prof. Dr. Peter Schiffauer: The 'democratic principles' of the Treaty of Lisbon. Feedback from Practice to Theory.



Handbuch der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert. Institutionen und Rechtspraxis im gesellschaftlichen Wandel. Band 2: 1815-1847

von Werner Daum (Hrsg.), unter Mitwirkung von Peter Brandt, Martin Kirsch, Arthur Schlegelmilch

1. Auflage 2012, 1.504 S., 168,00 €, ISBN 978-3-8012-4141-4

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Aus den Veranstaltungen des DTIEV 2013/2014

07. April 2014

„Der Einfluss der Paulskirchenverfassung auf die späteren deutschen Verfassungen“

Prof. Dr. Michael Kotulla, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht
Universität Bielefeld

Von der modernen Verfassungsgeschichtsforschung wird stets der Modellcharakter der „Paulskirchenverfassung“ von 1849 für die spätere deutsche Verfassungsgebung betont. Insbesondere der rechtsstaatliche Gehalt dieser seinerzeit „revolutionären“ Verfassung habe auf das weitere deutsche Verfassungsleben richtungsweisend gewirkt. Dass dies – vorsichtig ausgedrückt – zumindest angezweifelt zu werden vermag, soll dieser Vortrag belegen.

Prof. Dr. Michael Kotulla: 1984–1989 Studium der Rechtswissenschaft und Geschichte an der Philipps-Universität Marburg; Erstes juristisches Staatsexamen und „Magister Artium“; 1989-1993 Referendariat ebenfalls in Marburg Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Öffentliches Recht der Philipps-Universität Marburg bei Prof. Dr. Eibe Riedel; 1991 Promotion am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität in Marburg, Thema: Die „Grundrechte der revidierten preußischen Verfassungsurkunde vom 31.1.1850“; 1993-1998 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Umweltrecht der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus ; 1999 Habilitation am Fachbereich Umweltwissenschaften der Universität Lüneburg mit der venia legendi für die Fächer „Staats- und Verwaltungsrecht" sowie „Verfassungsgeschichte der Neuzeit"; Seit 1.04.1999 Inhaber des Lehrstuhls für „Öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht" an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld; Seit 2002 Direktor des Instituts für Umweltrecht; Seit 2009 Mitglied des Hochschulrates der Universität Trier; Von 2010 bis 2012 Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld.

20. Februar 2014

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„Verfassungsrechtliche Anmerkungen zur aktuellen Rechtsprechung des Staatsrates Griechenlands zur Bewältigung der Schuldenkrise“

Dr. jur. Ilias I. Sofiotis LL.M. (Köln), Privatdozent a. d. Universität Thessalien


Vortragsreihe Seminar für Europäische Verfassungswissenschaften

Finanzkrise, Schuldenkrise, Staatsbankrott? Griechenland steht in der medialen Öffentlichkeit mittlerweile als ein Synonym für die Europäische Finanzkrise. Ob zu recht oder nicht, wird die Zukunft zeigen, auch und gerade während der Ratspräsidentschaft Griechenlands in der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2014.

In verfassungsrechtlicher Hinsicht interessant ist die Frage, wie die Rechtsprechung des Staatsrates Griechenlands zur Bewältigung der Schuldenkrise aussieht. Dr. jur. Ilias I. Sofiotis LL.M. Köln wird in seinem Vortrag zunächst den Tatbestand des sog. Memorandumsurteils Nr. 668/2012 referieren und auf die Urteilsschwerpunkte eingehen. Sowohl die formelle Verfassungsmäßigkeit im Hinblick auf die Frage der Rechtsnatur des Memorandums wie auch die materielle Verfassungsmäßigkeit werden beleuchtet. Ist die Eigentumsgarantie aus Art. 1 Abs. 1 Zusatzprotokoll zur EMRK einschlägig? Sind Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich und Rentenkürzungen verfassungsrechtlich gerechtfertigt? Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Referenten.


29. und 30. November 2013

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Symposion "Verfassung und Krise"

Veranstaltungsort: Arcadeon - Haus der Wissenschaft und Weiterbildung

Lennestr. 91, 58093 Hagen

Die interdisziplinär und international angelegte Ta­gung thematisierte das Zusammenspiel gesellschaftli­cher Wandlungsprozesse sowie politischer und ver­fassungspolitischer Entwicklungen. Neben histori­schen und zeitgenössischen Einzelfallstudien wur­den Probleme des aktuellen europäischen Haus­haltskrisenmanagements (aus der Perspektive der Geber- und Nehmerländer) behandelt. Den weite­ren mittel- und langfristigen Perspektiven europäi­scher Krisenbewältigung widmete sich die Tagung in ihrem abschließenden Podium mit den Stichworten „Differenzierung“, „Mehrebenen-Parlamentaris­mus“ und „europäische Öffentlichkeit“.

Hier finden Sie unsere Programmübersicht zum Symposion.

Pressebericht

Ein Tagungsbericht folgt in Kürze.


04. November 2013

"Das Verhältnis zwischen nationalem Recht und Europarecht aus italienischer Sicht"

Dr. Alessandra Di Martino, Rom

Das Verhältnis vom europäischen Recht zum nationalen Recht ist seit jeher ein zentrales Thema des Europarechts. In den ersten Jahrzehnten der europäischen Integration hat neben dem BVerfG auch der italienische Verfassungshof zur Bestimmung dieses Verhältnisses einen wichtigen Beitrag geleistet. Der Vortrag wird die wichtigsten Urteile des italienischen Verfassungshofes in diesem Bereich erläutern und auf die aktuellen Probleme, u.a. das Vorabentscheidungsverfahren, den europäischen Haftbefehl und den Haushaltsausgleich des Staates, aus italienischer Sicht eingehen.

Dr. Alessandra Di Martino, seit 2011 Ricercatrice (wissenschaftliche Mitarbeiterin) in Verfassungsrechtsvergleichung an der juristischen Fakultät der Universität “La Sapienza” zu Rom; 2013 Dozentin für Verfassungsrechtsvergleichung an der Fakultät für Politikwissenschaft, Kommunikation und Soziologie derselben Universität; 2006-2010 Reaserch Fellow an der Universität von Siena; 2004 LL.M. (Berlin); Teilnahme an verschiedenen Forschungsprojekten; Veröffentlichungen zu Themen des Verfassungsrechtsvergleiches und des Europäischen Verfassungsrechts.

07. Oktober 2013

„Ehe und Partnerschaft im Recht der Europäischen Union – Wie weit reicht das Bestimmungsrecht der Mitgliedstaaten?“

Prof. Dr. Dagmar Richter, Warschau

Vortragsreihe Frauen und Männer in Gespräch

„Frauen und Männer im Gespräch“ ist eine Veranstaltungsreihe der VHS Hagen und der Gleichstellungsstelle der FernUniversität. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen statt.

Das Recht der Europäischen Union verbietet in seinem Anwendungsbereich jede Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Doch fallen der Familienstand und davon abhängige Leistungen in die ausschließliche Zuständigkeit der Mitgliedstaaten, deren Konsequenzen der „Grundsatz der Einheitlichkeit der persönlichen Rechtsstellung“ auf die europäische Ebene transformiert. In diesem Konfliktfeld hat der EuGH für bestimmte Fallkonstellationen Klarheit geschaffen; wie viel Bestimmungsmacht den EU-Mitgliedstaaten in puncto Gleichstellung von Ehe, Partnerschaft und De facto-Verbindung aber insgesamt bleibt, ist nach wie vor die spannende Frage.

Studium der Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Erstes und Zweites Juristisches Staatsexamen in Baden Württemberg; Tätigkeiten an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg und am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht; langjährige Referentin für schweizerisches Recht am Heidelberger Max-Planck-Institut; Promotion s.c.l. an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg mit dem Thema „Die Ansprüche der neuen Bundesländer auf aufgabengerechte Vermögensausstattung und Vermögensrestitution“; Förderung durch das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm des Landes Baden-Württemberg; Habilitation in Heidelberg mit dem Thema: „Sprachenordnung und Minderheitenschutz im schweizerischen Bundesstaat“ (Erstgutachter: Helmut Steinberger); Verleihung der Lehrbefugnis für die Fächer „deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Verfassungsgeschichte der Neuzeit“; zahlreiche Lehrstuhlvertretungen (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Goethe-Universität Frankfurt, Universität Bielefeld, Universität Bremen, Freie Universität Berlin, Universität St.Gallen und gegenwärtig Forschungsprofessur an The Institute of Law Studies of the Polish Academy of Sciences, Warszawa/Warschau.

09. September 2013

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"Verfassungsfragen der Privatschulfinanzierung"

Prof. Dr. Jörg Ennuschat


Grundgesetz und Landesverfassung verbürgen die Privatschulfreiheit. Errichtung und Betrieb freier Schulen sind kostenintensiv. Die Höhe des Schulgeldes ist jedoch von Verfassungs wegen eng begrenzt. Im Ansatz - aber nicht vollständig - wird die Differenz durch öffentliche Förderzuschüsse gedeckt, deren Berechnung sich in manchen Bundesländern nach komplexen mathematischen Formeln richtet. Die Träger freier Schulen beklagen eine Tendenz zur Rückführung der öffentlichen Zuschüsse, sehen dadurch die Privatschulfreiheit gefährdet und verweisen auf Nachbarstaaten, in denen der Staat eine Vollfinanzierung freier Schulen garantiert und diese auch im Übrigen den öffentlichen Schulen gleichstellt.

Jörg Ennuschat, Juristische Staatsexamina 1991 und 1996, Promotion Bochum 1995 ("Militärseelsorge"), Habilitation Köln 2003 ("Infrastrukturgewährleistung durch Privatisierung und Regulierung"), 2003 / 2004 Lehrstuhlvertretungen in Erlangen und Bielefeld, 2004 Ernennung zum Professor, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Bildungsrecht an der Universität Bielefeld, 2005 Wechsel an die Universität Konstanz auf den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht mit Schwerpunkt Verwaltungsrecht, seit 2011 an der FernUniversität in Hagen, Lehrstuhl für Verwaltungsrecht, insbesondere Wirtschaftsverwaltungsrecht sowie Allgemeine Staatslehre, zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zum Schul- und Bildungsrecht.


06. Mai 2013

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„Europa und Eurorettung: Rückt unser Ziel eines demokratischen und sozialen Europas in immer weitere Ferne?“

Dr. Herta Däubler-Gmelin
Eine Veranstaltung zusammen mit der Reihe "Frauen und Männer im Gespräch" im Rahmen der Hagener Europawochen und in Kooperation mit dem Deutschen Juristinnenbund

Videoaufzeichnung der Veranstaltung

Pressebericht


04. März 2013

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„Differenzierte Integrationsebenen – Chance oder Gefahr für ein geeintes Europa?“

Prof. Dr. Peter Schiffauer
Mitglied des Vorstandes des DTIEV, FernUniversität in Hagen
Leiter des Sekretariats des Konstitutionellen Ausschusses des EP, Brüssel


 
DTIEV | 23.04.2014
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