Dimitris-Tsatsos-Institut für europäische Verfassungswissenschaften

Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften

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Ankündigungen:

Vortrag am Montag, den 06. Oktober 2014, 18:00 Uhr

"Staatsbürgerschaft. Kämpfe um Zugehörigkeit in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts."

Prof. Dr. Dieter Gosewinkel (Freie Universität Berlin), Leiter des Rule of Law Center, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin

Veranstaltungsort: FernUniversität, AVZ-Gebäude, kleiner Senatssaal (1. OG, B 118), Universitätsstr. 21, 58097 Hagen

Die Zugehörigkeit eines Menschen zu einer politisch verfassten Gemeinschaft entscheidet über seine Lebenschancen, vielfach auch Überlebenschancen. Der Beitrag vertritt die These: Das primäre Signum politischer Zugehörigkeit in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts ist die “Staatsbürgerschaft”. Das heißt, die rechtliche und soziologische Kategorie der Staatsbürgerschaft ist diejenige, die in der Fülle der Abstufungen politischer Zugehörigkeit maßgeblich für die Begründung und Verteilung der Lebenschancen von Individuen ist. Die herausragende Bedeutung der Staatsbürgerschaft unterscheidet das 20. Jahrhundert signifikant von vorangehenden historischen Phasen und anderen Formen politischer Zugehörigkeit. Diese These wird anhand mehrerer Kategorien überprüft, die politische Zugehörigkeit im 20. Jahrhundert konstituierten: die Zugehörigkeit zur Religion, zu politischen Parteien, zu Nation und Staat, schließlich zu einer Klasse. Die dominante Stellung der Staatsbürgerschaft erwuchs aus der Politisierung der rechtlichen Institution. Mit der Demokratisierung politischer Herrschaft, erweiterten politischen Teilhaberechten, dem Ausbau sozialer Rechte und der zunehmenden Abschließung der Staaten gegeneinander wuchs die Bedeutung der Staatsbürgerschaft für den Einzelnen, indem sie in zunehmendem Maße Religion, politische Parteien, Nation und Klasse als Kategorien der Zugehörigkeit überlagerte und verdrängte. Auch die gegenwärtigen Prozesse der Transnationalisierung und Globalisierung bewirken nur eine graduelle, nicht eine essentielle Veränderung dieser Vorrangstellung der Staatsbürgerschaft, denn die Notwendigkeit, politische Zugehörigkeit zu stiften und abzugrenzen, bleibt eine primäre Funktion des Staates, auch wenn er seinen Charakter als Nationalstaat zunehmend verliert.

Dieter Gosewinkel: Studium der Rechtswissenschaft und Geschichte (Universitäten Freiburg i.Br. und Genf/Schweiz); Juristisches Staatsexamen 1982; Magisterexamen und Promotion im Fach Geschichte (Universität Freiburg, 1984, 1990); Habilitation (Freie Universität Berlin 2000); leitender Wissenschaftler am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, seit 2002); apl. Prof. Freie Universität Berlin (2010); Gastprofessuren: Europäisches Hochschulinstitut Florenz; St. Antony's College (University of Oxford); Max-Weber-Kolleg Erfurt; Institut d'Etudes Avancées Paris.



Vortrag am Montag, den 03. November 2014, 18:00 Uhr

„Legal Persons“ in den USA und Europa - Ein soziologischer Blick auf historische und juristische Aspekte

Dr. Thomas Matys, FernUniversität in Hagen, Institut für Soziologie, Lehrgebiet Soziologie II „Soziologische Gegenwartsdiagnosen“

Veranstaltungsort: FernUniversität, AVZ-Gebäude, kleiner Senatssaal (1. OG, B 118), Universitätsstr. 21, 58097 Hagen

Der Vortrag widmet sich der vom Vortragenden durchgeführten organisationstheoretisch strukturierten Dokumentation, welche bisher unbekanntes empirisches Material (Gerichtsfälle) bezüglich der Entstehung der legal person, dem US-amerikanischen Pendant zur „Juristischen Person“, präsentiert. Es soll deutlich werden, dass die Herausbildung der „Form Organisation“ in den USA als ein kampfreicher historischer Etablierungsprozess zu kennzeichnen ist, der sich zudem fundamental von dem in Europa unterscheidet. US-amerikanische Organisationen („Corporations“) werden vom Individuum her gedacht und forcierten durch die schrittweise Inanspruchnahme von Menschenrechten eine Privatisierung von Herrschaft. Theoretischer Bezugsrahmen ist eine „Kritik der politischen Ökonomie der Organisation“.

Thomas Matys: Jg. 1971, lebt in Wuppertal und arbeitet am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeits-, Organisations- und Kultursoziologie sowie gesamtgesellschaftliche Analysen. Studium und Promotion absolvierte er in Sozialwissenschaften bei Klaus Türk an der Bergischen Universität Wuppertal. Vor allem die Promotion befasste sich mit der Herausbildung der modernen Gebildevorstellung von Organisation und kontrastierte dabei besonders die USA zu (Kontinental-)Europa. Sein Habilitationsprojekt befasst sich mit organisationssoziologischen Aspekten des Finanzmarktes. Zu weiteren Veröffentlichungen s. www.thomas-matys.de.

Wenn Sie in den Mailverteiler für Veranstaltungshinweise (Seminare und jährliche Symposien) aufgenommen werden wollen, schreiben Sie uns: dtiev@fernuni-hagen.de



Neu erschienen:


Das Subsidiaritätsprinzip - Ein Element des europäischen Verfassungsrechts
Erträge des Symposions des Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften an der FernUniversität in Hagen am 5. September 2009

von Haratsch, Andreas (Hrsg.)

1. Auflage 2014, 120 S., 32,00 €, ISBN 978-3-8305-3354-2

Band 13 der Schriftenreihe des DTIEV

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Politische Bewegung und Symbolische Ordnung

Hagener Studien zur Politischen Kulturgeschichte
Festschrift für Peter Brandt

Werner Daum, Wolfgang Kruse, Eva Ochs, Arthur Schlegelmilch (Hg.)

496 S., 68,00 €, ISBN 978-3-8012-4216-9

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DTIEV-Online Nr. 2/2014

Prof. Dr. Peter Schiffauer: Constitutional aspects of European economic governance. Threat or opportunity for the European 'sympoliteia'?


DTIEV-Online Nr. 1/2014

Prof. Dr. Peter Schiffauer: The 'democratic principles' of the Treaty of Lisbon. Feedback from Practice to Theory.



Handbuch der europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert. Institutionen und Rechtspraxis im gesellschaftlichen Wandel. Band 2: 1815-1847

von Werner Daum (Hrsg.), unter Mitwirkung von Peter Brandt, Martin Kirsch, Arthur Schlegelmilch

1. Auflage 2012, 1.504 S., 168,00 €, ISBN 978-3-8012-4141-4

- weitere Verlagsinformationen

- zum Projekt



„Das Volk" – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs

Prof. Dr. Peter Brandt, Abschiedsvorlesung vom 12. Februar 2014


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Mit seiner Abschiedsvorlesung zu dem Thema „‚Das Volk‘ – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs" verabschiedet sich Prof. Peter Brandt aus dem aktiven Dienst an der FernUniversität.

Volk als Abstammungs-, Sprach- und Kulturgemeinschaft – Volk als Urgrund der Demokratie – Volk als unteres Volk oder Volksmassen gegenüber den Eliten: Alle drei Bedeutungen koexistieren seit über 200 Jahren, teils erheblich länger, ohne immer klar geschieden zu sein. Ohne Zweifel handelt es sich um einen der zentralen politischen Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts mit ganz unterschiedlichen, ja gegensätzlichen ideologischen Konnotationen.

Während in der Staatslehre wie im öffentlichen Bewusstsein der Bundesrepublik „das deutsche Volk“ lange unangefochten den Souverän beschrieb, haben die Massenzuwanderung einerseits und der europäische Einigungsprozess andererseits dazu geführt, dass das Konzept „Volk“ vielfach als solches in Frage gestellt wird. Die Frage liefert aber noch keine Antwort. Die begriffshistorische Tiefenbohrung mag helfen, verständlich zu machen, warum auf „das Volk“ nicht einfach verzichtet werden sollte.


Aus den Veranstaltungen des DTIEV 2013/2014

07. Juli 2014

"Föderalismus als politische Vision und Praxis im antiken Griechenland"

Prof. Dr. Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer, Vertretungsprofessor an der Universität Bielefeld

Der ‚Bundesstaat‘ im antiken Griechenland war das Ergebnis einer bewussten Übertragung des Modells der selbstverwalteten Bürgergemeinde, der Polis, auf die ‚zwischenstaatliche‘ Ebene mit dem Ziel, dass kleinere Gemeinwesen in die Lage versetzt werden sollten, sich gegenüber hegemonialen Bündnissen und großräumigen Monarchien zu behaupten. Im Vortrag wird diese politische Vision vorgestellt und der Frage nachgegangen, weshalb diese 'Bundesstaaten sich nicht auf Dauer hatten behaupten können. In diesem Zusammenhang werden die zentrifugalen Kräfte erörtert, die letztlich zum Scheitern dieses Modells in der politischen Praxis führten.

Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer: Studium der Alten Geschichte, der Mediävistik, der Philosophie und der Islamwissenschaften (Arabisch) an der Universität Freiburg vom WS 1978/79 bis SS 1986. Promotion in Alter Geschichte (Nebenfächer: Mediävistik und Philosophie) im WS 1991/92 an der Universität Freiburg. Dissertation:Im Zeichen des Phallus. Die Ordnung des Geschlechtslebens imantiken Rom. Habilitation in Alter Geschichte im Mai 1999 an der FernUniversität in Hagen. Habilitationsschrift: Politikōs árchein. Zum Regierungsstil der senatorischen Statthalter inden kaiserzeitlichen griechischen Provinzen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschulassistent und Oberassistent am Arbeitsbereich Geschichte und Gegenwart Alteuropas(vormals Ältere Geschichte) der FernUniversität in Hagen von 1990 bis 2003. Lehrbeauftragter für Alte Geschichte an der Universität Essen vom SS 1992 bis SS 2003 und im WS 2005/06. Seit Juni 2003 Privatdozent mit Lehrauftrag an der FernUniversität in Hagen. Lehrstuhlvertretung an der Universität Greifswald im WS 2003/4 und im SS 2004. Lehrstuhlvertretung an der Universität Duisburg-Essen im WS 2004/5 und im SS 2005. Seither Lehrbeauftragter an den Universitäten Freiburg und Wuppertal. Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der FernUniversität in Hagen im Januar 2007. Lehrstuhlvertretung an der Universität Chemnitz im SS 2009 und im WS 2009/10. Lehrstuhlvertretung an der Universität Kiel im SS 2012 und im WS 2012/13. Lehrstuhlvertretung an der Universität Tübingen im SS 2013 und im WS 2013/14. Vertretung einer Professur an der Universität Bielefeld im SS 2014.

02. Juni 2014

"Wir sind der Markt!" Finanzmärkte, Krise und die Integration Europas"

Prof. Dr. Uwe Vormbusch, Lehrgebiet Soziologie II: Soziologische Gegenwartsdiagnosen, FernUniversität in Hagen

Der Vortrag geht zunächst auf die Ursachen der letzten Finanz- und Weltwirtschaftskrise ein. Hierbei stehen sowohl konkrete Finanzmarktpraktiken als auch die Diagnose des "Finanzmarktkapitalismus" im Mittelpunkt. Im Anschluss wird es um die Ausbreitung der Krise in den europäischen Währungs- und Wirtschaftsraum und die Frage gehen, welchen Beitrag die beabsichtigten Reformen einer Regulierung von Schattenbanken, der Einführung einer Finanztransaktionssteuer und einer transparenten Verteilung der Folgekosten zu leisten in der Lage sind. Es wird unterstellt, dass sich an der Praxis der Konfliktbewältigung der weitere Weg des europäischen Einigungs- oder eben auch Zerfallsprozesses ablesen lässt. Anhand der Unterscheidung von "Markt-" und "Wahlvolk" (Wolfgang Streeck) wird das Verhältnis von Politik, Finanzmärkten und demokratischer Partizipation diskutiert.

Uwe Vormbusch: 2001 Promotion, Goethe-Universität Frankfurt (magna cum laude); 2008 Habilitation und Venia Legendi, Friedrich-Schiller-Universität Jena; 1995-2004 Wiss. MA, Institut für Sozialforschung Frankfurt und Goethe-Universität Frankfurt, FB Gesellschaftswissenschaften; 2004-2008 Wiss. MA, Institut für Sozialforschung Frankfurt, DFG-Projekt „Human Ressource Management und die Subjektivierung von Arbeit“; 2009 Visiting Scholar, London School of Economics and Political Science, Department of Accounting; SS 2009 Vertretungsprofessor, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Institut für Soziologie, Abteilung „Organisation von Arbeit und Betrieb“; 2009-2010 Wiss. MA, DFG-Projekt „Ökonomisches Rechnen“, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Institut für Soziologie; WS 2010/2011 / SS 2011 Vertretungsprofessor, Universität Trier, FB IV, Fach Soziologie, Professur für Arbeit, Personal, Organisation; WS 2011/2012 / SS 2012 Vertretungsprofessur, FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Professur für Soziologische Gegenwartsdiagnosen; seit WS 2012/2013 Professor an der FernUniversität in Hagen, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Professur für Soziologische Gegenwartsdiagnosen. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen neben der Gegenwartsdiagnose in der Arbeits-, Wirtschafts- und Finanzsoziologie sowie allgemein in einer Soziologie der Kalkulation.

05. Mai 2014

„Mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen der EU-Institutionen - Mehr Glaubwürdigkeit der Politik auf EU-Ebene?“

Dr. Izabela Jędrzejowska, Juniorprofessorin an der Wirtschaftsuniversität in Breslau (Polen)

Das Transparenzprinzip ist notwendige Voraussetzung demokratischer Legitimation. Ohne Transparenz im Handeln der wichtigsten Entscheidungsträger ist die Beteiligung der Bürger am demokratischen Leben nicht möglich. Im Rahmen des Vortrags werden einerseits der demokratische Zugewinn untersucht, der in jüngster Zeit durch Reformen bei der Verwirklichung des Transparenzprinzips im Europäischen Parlament - z.B. bei Verhandlungen in Gesetzgebungsverfahren und bei den Abstimmungsmodalitäten - erreicht werden konnte und andererseits einige in der Arbeitsweise der europäischen Institutionen noch bestehende Einschränkungen der Transparenz, die möglicherweise demokratische Legitimationsdefizite bewirken - wie z.B. die mangelnde öffentliche Verantwortlichkeit der nationalen Regierungsmitglieder für ihr Verhalten oder der Umstand, dass das Europäische Parlament den Kommissionspräsidenten in geheimer Wahl wählt.

Der Vortrag basiert auf einer Studie, die für den Ausschuss für konstitutionelle Fragen des Europäischen Parlaments bzw. für dessen Fachabteilung für Bürgerrechte und Verfassungsfragen angefertigt wurde. Gegenstand der Studie war die Frage, wie im Europäischen Parlament bzw. in nationalen Parlamenten die Transparenz der entsprechenden Aktivitäten und Verfahren hergestellt wird, insbesondere, ob und inwieweit der öffentliche Charakter der Debatten und Abstimmungen gewährleistet ist.

Dr. Izabela Jędrzejowska: geb. 1979; studierte Jura an der Uniwersytet Wrocławski (Universität Breslau) in Polen; Anglistik mit dem Schwerpunkt Übersetzung an der Uniwersytet Warszawski (Universität Warschau) in Polen; 2010 – Dr. der humanistischen Bildung an der Uniwersytet Wrocławski, Wrocław (Breslau); Schwerpunkt: Europäische Rechtslinguistik; Seit 2012 Juniorprofessorin an der Wirtschaftlichen Hochschule in Wrocław (Breslau); Seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Polnisch-Deutschen Forschungsinstituts am Collegium Polonicum in Słubice, in dessen Rahmen Frau Jędrzejowska an einem Forschungsprojekt über verfassungsrechtliche Voraussetzungen demokratischer Legitimation auf der Ebene der Europäischen Union arbeitet.

07. April 2014

„Der Einfluss der Paulskirchenverfassung auf die späteren deutschen Verfassungen“

Prof. Dr. Michael Kotulla, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht
Universität Bielefeld

Von der modernen Verfassungsgeschichtsforschung wird stets der Modellcharakter der „Paulskirchenverfassung“ von 1849 für die spätere deutsche Verfassungsgebung betont. Insbesondere der rechtsstaatliche Gehalt dieser seinerzeit „revolutionären“ Verfassung habe auf das weitere deutsche Verfassungsleben richtungsweisend gewirkt. Dass dies – vorsichtig ausgedrückt – zumindest angezweifelt zu werden vermag, soll dieser Vortrag belegen.

Prof. Dr. Michael Kotulla: 1984–1989 Studium der Rechtswissenschaft und Geschichte an der Philipps-Universität Marburg; Erstes juristisches Staatsexamen und „Magister Artium“; 1989-1993 Referendariat ebenfalls in Marburg Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Öffentliches Recht der Philipps-Universität Marburg bei Prof. Dr. Eibe Riedel; 1991 Promotion am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität in Marburg, Thema: Die „Grundrechte der revidierten preußischen Verfassungsurkunde vom 31.1.1850“; 1993-1998 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Umweltrecht der Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus ; 1999 Habilitation am Fachbereich Umweltwissenschaften der Universität Lüneburg mit der venia legendi für die Fächer „Staats- und Verwaltungsrecht" sowie „Verfassungsgeschichte der Neuzeit"; Seit 1.04.1999 Inhaber des Lehrstuhls für „Öffentliches Recht, insbesondere Umweltrecht" an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld; Seit 2002 Direktor des Instituts für Umweltrecht; Seit 2009 Mitglied des Hochschulrates der Universität Trier; Von 2010 bis 2012 Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld.

20. Februar 2014

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„Verfassungsrechtliche Anmerkungen zur aktuellen Rechtsprechung des Staatsrates Griechenlands zur Bewältigung der Schuldenkrise“

Dr. jur. Ilias I. Sofiotis LL.M. (Köln), Privatdozent a. d. Universität Thessalien


Vortragsreihe Seminar für Europäische Verfassungswissenschaften

Finanzkrise, Schuldenkrise, Staatsbankrott? Griechenland steht in der medialen Öffentlichkeit mittlerweile als ein Synonym für die Europäische Finanzkrise. Ob zu recht oder nicht, wird die Zukunft zeigen, auch und gerade während der Ratspräsidentschaft Griechenlands in der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2014.

In verfassungsrechtlicher Hinsicht interessant ist die Frage, wie die Rechtsprechung des Staatsrates Griechenlands zur Bewältigung der Schuldenkrise aussieht. Dr. jur. Ilias I. Sofiotis LL.M. Köln wird in seinem Vortrag zunächst den Tatbestand des sog. Memorandumsurteils Nr. 668/2012 referieren und auf die Urteilsschwerpunkte eingehen. Sowohl die formelle Verfassungsmäßigkeit im Hinblick auf die Frage der Rechtsnatur des Memorandums wie auch die materielle Verfassungsmäßigkeit werden beleuchtet. Ist die Eigentumsgarantie aus Art. 1 Abs. 1 Zusatzprotokoll zur EMRK einschlägig? Sind Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich und Rentenkürzungen verfassungsrechtlich gerechtfertigt? Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Referenten.


29. und 30. November 2013

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Symposion "Verfassung und Krise"

Veranstaltungsort: Arcadeon - Haus der Wissenschaft und Weiterbildung

Lennestr. 91, 58093 Hagen

Die interdisziplinär und international angelegte Ta­gung thematisierte das Zusammenspiel gesellschaftli­cher Wandlungsprozesse sowie politischer und ver­fassungspolitischer Entwicklungen. Neben histori­schen und zeitgenössischen Einzelfallstudien wur­den Probleme des aktuellen europäischen Haus­haltskrisenmanagements (aus der Perspektive der Geber- und Nehmerländer) behandelt. Den weite­ren mittel- und langfristigen Perspektiven europäi­scher Krisenbewältigung widmete sich die Tagung in ihrem abschließenden Podium mit den Stichworten „Differenzierung“, „Mehrebenen-Parlamentaris­mus“ und „europäische Öffentlichkeit“.

Hier finden Sie unsere Programmübersicht zum Symposion.

Pressebericht

Tagungsbericht


 
DTIEV | 08.07.2014
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