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Profil

Das Lehrgebiet Neuere Deutsche und Europäische Geschichte befasst sich in Forschung und Lehre mit der Geschichte Europas von der Aufklärungsepoche bis zur Gegenwart. Das inhaltliche Spektrum behandelt „klassische Themen“ der modernen europäischen Geschichte wie Revolution und Emanzipation, Nationsbildung und Nationalismus, Bürgertum und Arbeiterbewegung, (Welt-)Krieg und Gesellschaft sowie Politik und Verfassung.

Hinzu kommen spezifische Untersuchungsperspektiven und methodische Ansätze wie die Alltags- und Sozialgeschichte, die Geschlechtergeschichte, Oral History und Erfahrungsgeschichte bzw. historische Biographik, die Historische Kulturwissenschaft und die Politische Kulturgeschichte. Der historische Vergleich und die Berücksichtigung von Transfer- und Rezeptionsvorgängen bilden die methodischen Grundlagen für eine europäische Geschichte, die gleichermaßen als Realität wie als Konstruktion verstanden und untersucht wird.

In räumlicher Hinsicht steht die Geschichte der deutschen Staatenwelt im Zentrum; darüber hinaus werden als weitere geographische Schwerpunkte das habsburgische Mitteleuropa, die skandinavischen Länder, Frankreich und Italien behandelt.

Im Rahmen seiner Studiengänge ist das Lehrgebiet mit den anderen Lehrgebieten des Historischen Instituts sowie den anderen Fächern der Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften (Literaturwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Politologie) eng vernetzt und steht in direkter Verbindung mit dem Institut für Geschichte und Biographie (Lüdenscheid) sowie dem Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (Hagen).

Die Lehre ist zweistufig organisiert und gliedert sich in B.A.- und M.A.-Studiengänge auf. In den Bachelor-Studiengängen geht es um die Vermittlung der grundlegenden Arbeitsweisen und Methoden der (Neueren) Geschichte, die sowohl anhand eines weitgefassten Tableaus unterschiedlicher kulturwissenschaftlicher Fragestellungen (B.A. Kulturwissenschaften) als auch im spezifischeren historischen Zusammenhang von „Herrschaft, Staat und Politik“ (B.A. Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie, Modul GE) behandelt werden. Neben der Herstellung des Praxisbezugs (u.a. durch Praktikumsangebote) werden Einblicke in die fachspezifische Begrifflichkeit, den Forschungsdiskurs und in die theoretischen Grundlagen der Geschichtswissenschaft geboten. – Im Zentrum der Master-Studiengänge stehen die argumentative Durchdringung und selbständige wissenschaftliche Positionierung im Hinblick auf ausgewählte Probleme der Neueren Europäischen Geschichte (M.A. Europäische Moderne) bzw. auf die historische Pfadabhängigkeit moderner Politik (M.A. Governance, Modul 1.3). Neben der Erfassung der Grundzüge des politik-, verfassungs-, sozial- und kulturgeschichtlichen Wandels in Europa geht es hier um die – auch in kritischer Auseinandersetzung mit Forschungsstand und Quellen zu erlangende – Befähigung zur individuellen wissenschaftlichen Vertiefung und Problematisierung konkreter Themen und Fragestellungen.

17.04.2012
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Historisches Institut, LG Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, 58084 Hagen