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Prof. Dr. Alexandra Przyrembel

Prof. Dr. Alexandra Przyrembel
E-Mail: alexandra.przyrembel
Telefon: +49 2331 987 - 2110
Raum: B0.016

Vita

Wissenschaftliche Biographie

Professorin Geschichte der Europäischen Moderne, FernUniversität in Hagen.

Senior Fellow KWI Essen; Leiterin Forschungsschwerpunkt ‚Globale Wissenskulturen‘.

10/2013-9/2014 Gastprofessorin für Globalgeschichte an der FU Berlin (Vertretung Prof. Dr. Sebastian Conrad).

02/2012-06/2015 Senior Researcher am Käte Hamburger Kolleg Politische Kulturen der Weltgesellschaft Forschungsprojekt Global Moments and the Crisis of Humanitarian Aid und Leiterin Forschungsschwerpunkt ‚Globale Kulturkonflikte und transkulturelle Kooperation‘ am Käte Hamburger Kolleg Politische Kulturen der Weltgesellschaft.

3/2013 Visiting Fellow an der Elliott School of International Affairs, Washington D.C.

12/2011 Auszeichnung mit dem Marie Curie Fellowship der Europäischen Union in Kooperation mit der University of Chicago (Prof. Dr Michael Geyer) und der Georg-August-Universität Göttingen (Prof. Dr. Rebekka Habermas) für das Projekt Global Aid Cultures, abgelehnt 1/2012.

4/2010 Erteilung der Venia Legendi für Mittlere und Neuere Geschichte durch die Georg-August-Universität Göttingen.

10/2002-6/2009 Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Neuere Geschichte (Prof. Dr. Rebekka Habermas), Georg-August-Universität Göttingen.

10/2006–1/2008 Freistellung von der Assistentenstelle und Leitung des Forschungsprojektes „Wunderbares Tabu. Die europäische Moderne und die Entdeckung einer neuen Ordnung (1784-1913)“ , ermöglicht durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Max-Planck-Gesellschaft (Projektgruppe: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus).

2001 Promotion an der Technischen Universität Berlin (Thema der Dissertation: „‚Rassenschande‘. Zur Genese und historischen Wirksamkeit eines Stereotyps“), Betreuer: Prof. Dr. Reinhard Rürup.

1989–1995 Studium der Geschichts- und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg und der Cornell University, New York (Titel der Magisterarbeit: „Ilse Koch, die ‚Kommandeuse‘ von Buchenwald'“).

Stipendien/Auszeichnungen

Auszeichnung mit einem Reise-Stipendium der Thyssen Stiftung für das Projekt „Globale Momente und die Krise humanitärer Hilfe: Weltöffentlichkeit, die Massaker an den Armeniern und der ‚Westen‘ (1895-1925)“, 11/2014.

Auszeichnung mit dem Marie Curie Fellowship der Europäischen Union in Kooperation mit der University of Chicago und der Georg-August-Universität Göttingen (12/2011), abgelehnt 01/2012.

Leitung des Forschungsprojektes „Wunderbares Tabu. Die europäische Moderne und die Entdeckung einer neuen Ordnung (1784-1913)“, finanziert im Rahmen einer ‚eigenen‘ Stelle durch die DFG (2006-2008).

Forschungsstipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington D.C., März 2006.

Auszeichnung des Buches “Rassenschande‘. Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation‘ (Dissertation) mit dem 2. Platz Historisches Buch 2003, in der Sektion “Neueste Geschichte”, H-Soz-Kult.

Förderung des Abschlusses der Dissertation durch die Ernst-Strassmann-Stiftung (1999-2001).

Förderung der Dissertation DFG-Graduiertenkolleg (1997-1999).

Förderung des Studiums durch die Friedrich-Ebert-Stiftung (1991-1995).

Ämter/Mitgliedschaften

Gutachterin DFG

9/2014 Gutachterin für die Europäische Union im Rahmen des EURIAS-Programms

Tagungen

„(De-)Colonizing Knowledge: Figures, Narratives and Practices“. Internationaler Workshop an der FU Berlin, 2/2015.

"Religion in the Age of Imperial Humanitarianism, 1850-1950" (gemeinsam mit Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné (Zürich) und Prof. Dr. Johannes Paulmann (Mainz)), Leibniz Institut für europäische Geschichte Mainz, 9/2012.

"Künstlerische Praxis und Improvisation: Beispiele gelungener Kooperation", Workshop im Rahmen der Ruhrtriennale, gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Leggewie u.a., Käte Hamburger Kolleg /Centre for Global Cooperation Research, 8/2012.

"Das Sichtbare und das Verborgene – Diskurse über ‚Rasse‘ und Sexualität in der Moderne" (gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Eckert (Berlin)), Workshop gefördert durch das Lichtenberg-Kolleg Göttingen, 2/2010.

"‚Jud Süß‘. Zur Wirkungsmacht einer ikonischen Figur" (gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Schönert (Hamburg)), Tagung gefördert durch die DFG, 6/2004.


Publikationen

Monographien

  1. Verbote und Geheimnisse. Das Tabu und die Genese der europäischen Moderne (1784-1913), Frankfurt/Main 2011 (Campus Verlag).
    Rezensionen unter anderem in Historische Anthropologie, Historische Zeitschrift.
  2. Friedrich Glum und Ernst Telschow, die Generalsekretäre der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft: Handlungsfelder und Handlungsoptionen der ‘Verwaltenden’ von Wissen während des Nationalsozialismus (= Ergebnisse 20), 2004.
  3. “Rassenschande”. Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation im Nationalsozialismus, Göttingen 2003 (= Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für Geschichte 190)
    2. Platz Historisches Buch 2003, Sektion “Neueste Geschichte”, H-Soz-u-Kult. (Vandenhoeck & Ruprecht). Rezensionen unter anderem: Wildt, Michael (2005): In: Historische Anthropologie 13 (1); Wachsmann, Nikolaus (2005): Rezension. In: The Journal of Modern History 77 (4). Fraser, David (2008): The Extraterritorial Application of the Nuremberg Laws. Rassenschande and Mixed Marriages in European Liberal Democracies. In: Journal of the History of International Law 10 (1).

Sammelbände

  1. Gemeinsam mit Rebekka Habermas (Hg.), Von Käfern, Märkten und Menschen. Wissen und Kolonialismus in der Moderne, Göttingen 2013. http://doi.org/43k
    siehe auch die Rezension auf H-Soz-Kult vom 18.2.2015.
  2. Gemeinsam mit Andreas Eckert (Hg.), sichtbar/verborgen. Diskurse über ‘Rasse’ in der Moderne. WerkstattGeschichte 2012.
  3. Gemeinsam mit Jörg Schönert (Hg.), Joseph Süß Oppenheimer, genannt ‘Jud Süß’: Zur Wirkungsmacht einer ikonischen Figur, Frankfurt/Main 2005. (Campus Verlag)
    Dieser Band trägt die Ergebnisse einer Tagung zusammen, die Jörg Schönert und ich gemeinsam in Hamburg durchgeführt haben. Armin Nolzen, Wolfgang Kraushaar, Knut Hickethier, Mona Körte und Itta Shedletzky haben neben anderen zu diesem Band beigetragen. Zur ikonischen Figur siehe auch die von den beiden Herausgebern verfasste Einleitung.

Artikel

  1. Im Erscheinen: From Cultural Wars to the Crisis of Humanity – Moral Movements in the Modern Age, In: Social Movements in the Modern Age, edited by Stefan Berger, Palgrave 2014.
  2. Ambivalente Gefühle. Sexualität und Antisemitismus während des Nationalsozialismus, in: Geschichte und Gesellschaft 39 (2013) Ausg. 4, S. 527-554. http://doi.org/43m.
  3. Empire, Medien und die Globalisierung von Wissen im 19. Jahrhundert, in: Rebekka Habermas/Alexandra Przyrembel (Hg.), Von Käfern, Märkten und Menschen, Göttingen 2013, S. 197-220. http://doi.org/43n.
  4. Gemeinsam mit Rebekka Habermas, Einleitung, in: dies. (Hg.), Von Käfern, Märkten und Menschen, Göttingen 2013, S. 9-26. http://doi.org/457.
  5. Haben Tiere eine Geschichte? Europäische Zivilisierungsmissionen zum Schutze des Tiers im 19. Jahrhundert, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 2013, H. 1, S. 90-103.
  6. The Emotional Bond of Brotherliness: Protestant Masculinity and the Local and Global Networks among Religious in the Nineteenth Century: German History 2013, H.2, S 157-180. http://doi.org/458.
  7. Colonialismo e psicoanalisi. Totem e tabu, Sigmund Freud e l’etnologia intorno al 1900 [=Kolonialismus und Psychoanalyse. Totem und Tabu, Sigmund Freud und die Ethnologie um 1900], in: Contemporanea 2011 [Themenheft ›Freud und Geschichte‹ herausgegeben von Paolo Capuzzo (Bologna).
  8. Die London Missionary Society und die Popularisierung von Wissen über die außereuropäische Welt, in: Ulrich van der Heyden (Hg.), Missionsgeschichte als Geschichte der Globalisierung, Stuttgart 2012, S. 307-318.
  9. ›Wissen auf Wanderschaft‹. Britische Missionare, ethnologisches Wissen und die Thematisierung religiöser Selbstgefühle um 1830, in: Historische Anthropologie, 2011, H. 1, S. 31-53. http://doi.org/459.
  10. Missionar Johann Hinrich Wichern, die soziale Frage und das unabänderliche Elend der Unterschichten um 1850, in: WerkstattGeschichte 2011, H. 1, S. 53-67. (pdf)
  11. Friedrich Engels und Die Lage der arbeitenden Klasse in England, in: Themenportal Europäische Geschichte 2011, URL: http://www.europa.clio-online.de/2011/Article=488.
  12. ›Rassenschande‹. Ein Begriff und seine Geschichte, in: Benz, Wolfgang (Hg.), Begriffe, Theorien, Ideologien, München 2010, (Handbuch des Antisemitismus, 3), S. 273-275. http://doi.org/46f
  13. ‘Jud Süß’ – zur Wirkungsmacht einer ikonischen Figur, in: Jörg Schönert/Alexandra Przyrembel (Hg.), ‘Jud Süß’. Hofjude, literarische Figur, antisemitisches Zerrbild, Frankfurt a.M. 2006, S. 1-16.
  14. Von Ausrufezeichen, Tätern und Wellen. Metaphern und Bilder in der deutschen Geschichtsschreibung des Holocaust seit 1989, in: Historische Anthropologie 14 (2006) H. 3, S. 430-440. http://doi.org/46b.
  15. Sehnsucht nach Gefühlen: Zur Konjunktur der Emotionen in der Geschichtswissenschaft, in: L’Homme. 16 (2005) H. 2, S. 116-124. http://doi.org/46c.
  16. Von der ‘Rassenehre’ zum Topos der ‘Unanständigkeit’: ‘Rassenschande’ vor Gericht, in: ZfG 52 (2004) H.12, S. 1091-1105.
  17. Rassenschande’: Sexualität, ‘Rasse’ und das ‘Jüdische’ vor NS-Gerichten, in: Historische Anthropologie 12 (2004) H.3, S.338-354. http://doi.org/46d.
  18. Der Bann eines Bildes – Ilse Koch, die ‘Kommandeuse von Buchenwald’, in: Insa Eschebach/Sigrid Jacobeit/Silke Wenk (Hg.), Gedächtnis und Geschlecht. Internationale Studien zur Rezeptionsgeschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen, Frankfurt a.M. 2002, S. 245–267.
  19. Ilse Koch – ‘normale’ SS-Ehefrau oder ‘Kommandeuse von Buchenwald’?, in: Klaus-Michael Mallmann/Gerhard Paul (Hg.), Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien, Darmstadt 2004, S. 126-133.
  20. Transfixed by an Image – Ilse Koch, the ‘Kommandeuse of Buchenwald’, in: German History 19 (2001) H.3, S. 369–399.
  21. Strategien der Selbstbehauptung. Die Ausstellung ‘Juden in Berlin 1938–1945′, in: Frankfurter Hefte 47 (2000) H.7/8, S. 475–476.
  22. Die Tagebücher Victor Klemperers und ihre Wirkung in der deutschen Öffentlichkeit, in: Johannes Heil/Rainer Erb (Hg.), Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit. Der Streit um Daniel J. Goldhagen, Frankfurt a.M. 1998, S. 312–327.
  23. Gespräch mit Esther Dischereit. Als Jüdin in Deutschland schreiben, in: Frankfurter Hefte 42 (1995) H.4, S. 365–368.

09.08.2016
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