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Werner Stegmaier (Greifswald): Die Zukunft der Werte. Nietzsche als Motor und Bremser

Termin: 09.06.2016

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Die Orientierung an Werten erscheint heute ganz selbstverständlich, die Ethik bestärkt sie, die Politik nutzt sie. Die Rede von "Werten" ist für philosophische Verhältnisse aber noch jung, sie entstand erst im 19. Jahrhundert. Nietzsche machte sie berühmt – und irritierte sie zugleich mit seiner Diagnose der „Entwertung der obersten Werte“ („Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!“) und der Therapie, die ihm umso mehr für die Zukunft nötig schien, einer „Umwertung aller Werte“ („wir müssen hinter die Naivetät unsrer Ideale kommen“). Wenn sich Werte aber entwerten und wenn sie gezielt umgewertet werden können, geben sie der Orientierung nur begrenzten Halt. So droht der Rekurs auf Werte sich als solcher zu entwerten – davor schauderte selbst Nietzsche zurück. Können wir heute damit umgehen? Kann die Ethik und die Politik damit umgehen?

videostreaming | 27.06.2016
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