Wintersemester 2017/18

Modul 6: Gesellschaft und Ökonomie

Inhalte

Alle Kurse müssen belegt werden, wenn Sie dieses Modul studieren möchten.

03680 Aktuelle Debatten der Arbeitssoziologie 2 SWS
03682 Wirtschafts- und Finanzsoziologie: Aktuelle Probleme und Ansätze 4 SWS
03681 Grenzüberschreitende Verflechtungen: Internationalisierung, Migration und Erwerbsregulierung 2 SWS
Zum Inhalt und Zusammenhang der Kurse

Das Modul  vertieft die Kenntnisse aktueller Debatten in der Wirtschafts-, Arbeits- und Finanz­soziologie und verbindet diese mit einschlägigen Diskussionen über die Transnationalisierung sozialer Räume.

Der Kurs 03680 „Aktuelle Debatten der Arbeitssoziologie“ vermittelt die wichtigsten arbeits­soziologischen Diskussionslinien seit den 1970er Jahren. Das umfasst zunächst die Darstellung der allgemeinen Entwicklung von Arbeit und Beschäftigung von den 1970er Jahren bis zur Gegen­wart, das Verhältnis von Arbeit und Technik, Arbeit und Subjektivität, Arbeit und alltäglicher Lebensführung und endet bei den aktuell diskutierten Problemen der Entgrenzung der Arbeit und der Prekarisierung von Lebensverhältnissen.

Der Kurs 03682 Wirtschafts- und Finanzsoziologie: Aktuelle Probleme und Ansätze“ ergänzt diese arbeitssoziologischen Fragen durch die Behandlung aktueller Diskussionen aus der Wirtschafts- und Finanzsoziologie. Hierbei stehen neu entwickelte theoretische Ansätze wie die Social Studies of Finance, die Ökonomie der Konventionen, die Soziologie der Bewertung, die Critical Accounting Studies sowie das Konzept des Finanzmarktkapitalismus im Mittelpunkt. Einen Schwerpunkt für die Diagnose der Gegenwartsgesellschaft bildet hier die Soziologie der Finanzmärkte. Hier steht zum einen das konkrete und empirisch beobachtbare Finanzhandeln wichtiger Finanzmarktakteure im Mittelpunkt. Zum anderen sollen die Auswirkungen der systemischen Krisen der Finanzmärkte auf den Strukturwandel, die soziale Integration und die politische Steuerung der Gesellschaft kritisch untersucht werden.

Der Kurs 03681 Grenzüberschreitende Verflechtungen: Internationalisierung, Migration und Erwerbsregulierung“ untersucht anhand der Transnationalisierung von Beziehungsgeflechten auf den Ebenen der Arbeit, der Erwerbsregulierung und der Migration relevante Aspekte der Globali­sierung aus einer integrierten sozialwissenschaftlichen Perspektive. Die Herausbildung trans­nationaler Räume wird dabei sowohl anhand der Arbeitsmigration als auch der Entstehung transnationaler Familien- und Sozialverbände thematisiert.

Lernergebnisse/Kompetenzen

Fachkompetenzen:

Die Studierenden kennen die verschiedenen theoretischen Konzepte sowie die empirischen Ver­änderungen in den Feldern von Arbeit, Wirtschaft und Märkten. Sie können die sich hieraus ergebenden Probleme beurteilen und analysieren. Sie sind in der Lage, ihr Wissen in konkreten Problemstellungen eigenständig anzuwenden.

Die Studierenden erinnern die theoretischen Grundlagen sowie die aktuellen empirischen Ver­änderungen in den Feldern der Wirtschafts- und der Finanzsoziologie. Sie können einschlägige Probleme eigenständig analysieren und sich aufgrund ihres Fachwissens kritisch mit empirischen und konzeptionellen Problemen auseinandersetzen.

Die Studierenden kennen grundlegende Formen der Internationalisierung und können diese in ihren Auswirkungen auf Migrationsbewegungen und auf Formen der Erwerbsregulierung eigen­ständig beurteilen. Sie können damit das Verhältnis ökonomischer Transformationen und der Veränderungen des sozialen und kulturellen Rahmens, welche diese ökonomischen Transfor­mationen begleiten und prägen, kritisch reflektieren. Sie können ihr Wissen damit in einer inte­grativen Weise auf komplexe Problemlagen der Gegenwartsgesellschaft anwenden.

Die Studierenden haben sich damit insgesamt mit der gewachsenen Bedeutung wirtschaftlicher Mechanismen innerhalb der modernen Gegenwartsgesellschaften auseinandergesetzt. Sie sind hierdurch in der Lage, den Zusammenhang von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung auch in grenzüberschreitender Perspektive kritisch zu reflektieren sowie ihr Wissen in einer Weise zu organisieren, dass sie zu neuen Analysen der behandelten Zusammenhänge gelangen.

Weitere Schlüsselkompetenzen:

Die Studierenden

  • können im Rahmen der individuellen und/oder kooperativen Bearbeitung der Modul­inhalte Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial organisieren;
  • bauen die Fähigkeiten zum selbstorganisierten Lernen aus, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen, ein Zeitmanagement erstellen und dessen Umsetzung und Einhaltung eigenständig organisieren;
  • haben durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls ihre Fähig­keiten im Umgang mit neuen Medien erweitert und können differenziert mit unter­schiedlichen medialen Lernangeboten umgehen;
  • können Angebote verschiedener digitaler Medien zum Selbststudium sowie zur aktiven Teilnahme in Online-Lerngruppen synchron und asynchron nutzen und aktiv mitgestalten;
  • sind imstande, durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren kooperativ zu lernen.
  • Die Studierenden haben durch die Prüfungsvorbereitung und Prüfungsform der Haus­arbeit die Fähigkeit erlangt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu recherchieren; sie können für die von ihnen entwickelten Fragestellungen relevante von irrelevanten medialen Quellen unterscheiden und über die Kurse hinaus soziologische Fachliteratur unterschiedlicher Medien recherchieren, beschaffen und im Rahmen der Erstellung der Hausarbeit nutzen. Sie können in Hinblick auf die Fragestellung relevante Ergebnisse identifizieren, schriftlich präsentieren und in einem argumentativ aufeinander aufbauenden Fließtext in einen größeren Bedeutungszusammenhang einbetten.

Die Studierenden haben durch die Prüfungsvorbereitung und Prüfungsform der münd­lichen Prüfung die Fähigkeit erlangt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau in unterschiedlichen Medien zu recherchieren, relevante Ergebnisse zu identifizieren und auf ein von ihnen mit entwickeltes Thema zu beziehen. Die Ergebnisse der Recherche können sie kommunikativ darstellen, indem sie diese in komprimierter Form und an der Themenstellung orientiert mündlich präsentieren, im Rahmen der Diskussion im Prüfungsgespräch in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einbetten und weiterführende Fragen kommunikativ kompetent beantworten können.

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

    Katja Schmidt
    E-Mail: sekretariat.gegenwartsdiagnosen
    Telefon: +49 2331 987-4743
    Fax: +49 2331 987-4754
    Sprechzeiten: Dienstag 8 – 14.30 Uhr, Mittwoch ganztätig, Donnerstag 8- 13.30 Uhr
    Raum: KSW Neubau, Gebäudeteil D, Erdgeschoss, D0.006

    Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

    Einschreibung in den Studiengang und Belegung der Kurse des Moduls

    Prüfungsformen

    Form Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
    Hausarbeit 107062 während des Semesters 15.12.2017
    Mündliche Prüfung 107064 während des Semesters 15.12.2017

    Zur Prüfungsanmeldung

    Achtung: Bitte achten Sie bei der Wahl der Prüfungsform darauf, dass Sie laut Studienordnung vor der Zulassung zur Master-Abschlussarbeit mindestens 2 Module mit einer mündlichen Prüfung und mindestens 3 Module mit einer Hausarbeit abgeschlossen haben müssen.

    Weitere Informationen zum Modul

    Lehrformen

    Selbststudium mit Print- und Onlinematerial

    Dauer

    1 Semester

    Häufigkeit

    Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten.

    Umfang

    Workload: 450 h, ECTS-Punkte: 15

    Teilnahmevoraussetzungen

    Keine

    Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS-Punkten

    Belegung aller Kurse und erfolgreicher Abschluss der Prüfung

    Stellenwert der Note für die Endnote

    15/120