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Um zur Modulabschlussprüfung zugelassen zu werden, müssen Sie das Modul 26411 ordnungsgemäß belegt haben.
Lerneinheiten* Die Lerneinheiten „Hannah Arendts politische Philosophie“ und „Gemeinschaftsdiskurse“ wurden zum SoSe 26 gestrichen und durch die neuen Lerneinheiten 4 und 5 ersetzt. Die Lerneinheiten 2 und 3 wurden grundlegend überarbeitet. Wiederholer*innen erhalten durch die Wiederholungsbelegung (FAQ) einen kostenfreien Zugriff auf das neue Material über den virtuellen Studienplatz (VU).
Das Modul E3 führt in die Grundlagen der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie ein und entfaltet deren Bedeutung für die Analyse und Bewertung gesellschaftlicher Ordnungen. Im sozialphilosophischen Teil werden die historischen Voraussetzungen, Grundbegriffe und methodischen Leitunterscheidungen des Fachs systematisch erarbeitet, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Differenz zwischen deskriptiven und normativen Theorieaufgaben liegt. Dieses Thema wird speziell an der Leitfigur des „Anderen“ vertieft, um aufzuzeigen, wie das Verhältnis von Selbst und Anderem in der Philosophiegeschichte – von Aristoteles über Kant bis hin zu Levinas – ethisch konzeptionalisiert wurde. Parallel dazu rekonstruiert der politisch-philosophische Anteil wesentliche historische und systematische Positionen der politischen Theorie, insbesondere der Neuzeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem politischen Liberalismus von Rawls, Nozick und Habermas, dessen Entwicklungslinien, Rechtfertigungen und gesellschaftstheoretische Voraussetzungen im Detail nachvollzogen und kritisch geprüft werden. Vertieft werden diese Überlegungen im Kurs zum Zivilen Ungehorsam, der sich mit den demokratietheoretischen Grundlagen politischer Gesetzesüberschreitungen von der Bürgerrechtsbewegung bis hin zur Klimabewegung beschäftigt. Insgesamt setzen sich die Studierenden mit klassischen und zeitgenössischen Theorieangeboten auseinander und untersuchen deren Bezüge und Verhältnisse, ihre jeweilige Begründungslogik sowie das analytische Potenzial für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Problemen.
Die LE1 „Einführung in die Sozialphilosophie“, der zuerst bearbeitet werden sollte, behandelt die systematisch leitenden Fragen, die die Disziplin der Sozialphilosophie ausmachen, und stellt sie in den Kontext normativ-politischer Auseinandersetzungen. Er insistiert insbesondere auf der Bedeutung, die sozialphilosophisches Reflektieren für die Wahrnehmung sozialer Pathologien hat.
Komplementär dazu führt die LE2 „Politische Ideengeschichte“ in wesentliche Positionen neuzeitlicher politischer Philosophie ein. In Abgrenzung von den griechischen Vorbildern Platon und Aristoteles geht der Kurs auf die lange Geschichte der politischen Philosophie von Macchiavelli bis Marx ein und konzentriert sich dabei jeweils auf den einen zentralen Gedanken, den ein jeder dieser Autoren zur politischen Ideengeschichte beigetragen hat.
Neben diesen grundlegenden Kursen vertiefen die drei übrigen Lerneinheiten die Kenntnisse im Bereich der politischen bzw. der Sozialphilosophie, indem sie das Verhältnis von Politischem und Sozialem nachzeichnen.
LE4 „Andere. Ein Grundbegriff der Sozialphilosophie“: Ohne Andere gäbe es weder Gesellschaft noch Kultur, zugleich ist uns ihre Anwesenheit eine Selbstverständlichkeit. Die Philosophie hat das Verhältnis von Subjekt oder Selbst und Anderen auf ganz verschiedene Weisen verstanden: Von Aristoteles‘ Einbettung in den Horizont der „polis“, über Kants Anderen als reines Vernunftwesen bis zum radikalen Anderen bei Levinas. Durch die Nachzeichnung dieser Geschichte der Intersubjektivität wird zugleich eine Einführung in verschiedene Modelle der Sozialphilosophie und der Ethikbegründung gegeben.
LE5 „Ziviler Ungehorsam“: Der Studienbrief bietet eine Einführung in die demokratietheoretischen Grundlagen und Kontroversen rund um das Konzept des zivilen Ungehorsams. Im Zentrum steht die Frage, wie und warum Bürger_innen in demokratischen Gesellschaften das Recht oder sogar die Pflicht haben können, bewusst gegen Gesetze zu verstoßen, um auf Missstände aufmerksam zu machen und politische Veränderungen anzustoßen. Der Text stellt zentrale Theorieströmungen und historische Beispiele vor: von Thoreaus anarchistischem Gewissensprotest über Martin Luther Kings gewaltfreien Widerstand, Rawls’ liberale Rechtfertigung, Habermas’ deliberative Demokratie, Arendts republikanische Partizipation bis hin zu radikaldemokratischen Ansätzen bei Rancière. Jede Position wird anhand konkreter Protestbewegungen (z. B. Bürgerrechtsbewegung, Vietnamkrieg, Fridays for Future, Occupy, Pussy Riot) und ihrer demokratietheoretischen Begründung anschaulich gemacht. Der Studienbrief diskutiert Definition, Legitimation, Ziele und Grenzen des zivilen Ungehorsams und analysiert dessen Verhältnis zu Legalität, Legitimität, Gewalt, öffentlicher Kommunikation und politischer Partizipation.
Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der
moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die BelegerInnen des Moduls automatisch geöffnet.
Lernergebnisse/Kompetenzen
Fachkompetenzen:
Die Studierenden kennen die historischen Entstehungsbedingungen und grundlegenden Begriffe der Sozialphilosophie und können die unterschiedlichen Aufgaben, Formen und Reichweiten sozialphilosophischen Denkens nachvollziehen. Sie sind imstande, die Unterscheidung zwischen deskriptiven und normativen Theorieformen eigenständig zu beurteilen und diese Differenz auf verschiedene theoretische Positionen anzuwenden. Zugleich besitzen Sie eine Grundkenntnis über die Stationen der Philosophie der Intersubjektivität und deren ethische Konsequenzen, die sie begründet einschätzen und gegeneinander abwägen können.
Im Bereich der politischen Philosophie können die Studierenden wesentliche historische Positionen darstellen, systematische Beziehungen zwischen ihnen analysieren und die Beiträge zentraler neuzeitlicher Theorien kritisch vergleichen. Sie besitzen die Fähigkeit, die Erklärungskraft politischer Theorie in Bezug auf gegenwärtige politische Fragestellungen zu beurteilen. Darüber hinaus verstehen sie die historischen und systematischen Dimensionen des politischen Liberalismus, können dessen Begründungsfiguren kritisch reflektieren und die zugrunde liegenden Gesellschaftsannahmen mit sozialphilosophischen Methoden prüfen. Sie kennen weiterhin die verschiedenen demokratietheoretischen Grundlagen des Zivilen Ungehorsams und sind in der Lage, öffentliche Protestformen konzeptionell und systematisch auf ihre politische Legitimität hin zu befragen und zu diskutieren.
Weitere Schlüsselkompetenzen:
Die Studierenden
- können im Rahmen der individuellen und/oder kooperativen Bearbeitung der Modulinhalte Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial organisieren;
- bauen die Fähigkeiten zum selbstorganisierten Lernen aus, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen, ein Zeitmanagement erstellen und dessen Umsetzung und Einhaltung eigenständig organisieren;
- haben durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls ihre Fähigkeiten im Umgang mit neuen Medien erweitert und können differenziert mit unterschiedlichen medialen Lernangeboten umgehen;
- können Angebote verschiedener digitaler Medien zum Selbststudium sowie zur aktiven Teilnahme in Online-Lerngruppen synchron und asynchron nutzen und aktiv mitgestalten;
- sind durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren imstande kooperativ zu lernen.
- Die Studierenden haben durch die Prüfungsvorbereitung und Prüfungsform der Hausarbeit die Fähigkeit erlangt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu recherchieren; sie können für die von ihnen entwickelten Fragestellungen relevante von irrelevanten medialen Quellen unterscheiden und über die Kurse hinaus Fachliteratur unterschiedlicher Medien recherchieren, beschaffen und im Rahmen der Erstellung der Hausarbeit nutzen. Zur Beantwortung der Fragestellung relevante Ergebnisse können sie identifizieren, schriftlich präsentieren und in einen größeren Bedeutungszusammenhang in einem argumentativ aufeinander aufbauenden Fließtext einbetten.
- Die Studierenden haben durch die Prüfungsvorbereitung und Prüfungsform der mündlichen Prüfung die Fähigkeit erlangt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau in unterschiedlichen Medien zu recherchieren, relevante Ergebnisse zu identifizieren und auf eine von ihnen entwickelte Themenanforderung zu beziehen. Die Ergebnisse der Recherche können sie kommunikativ darstellen, indem sie diese in komprimierter Form und an der Themenstellung orientiert mündlich präsentieren, im Rahmen der Diskussion im Prüfungsgespräch in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einbetten und weiterführende Fragen kommunikativ kompetent beantworten können.
Modulbeauftragte
LG Philosophie III
Dr. Steffen Herrmann
Tel.: 02331/987-2705
email: steffen.herrmann
LG Philosophie III
Dr. Steffen Herrmann
Tel.: 02331/987-2705
email: steffen.herrmann
LG Philosophie III
Mona Peperkorn
Tel.: +49 2331 987-2791
E-Mail: lg.philosophie3
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Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
Einschreibung in den Studiengang und Belegung des Moduls
Prüfung
| Semesterfahrplan | Wintersemestr 2026/27 |
| 01.10. | Beginn Sommersemester |
| 15.12. | Ende Onlineanmeldung Prüfungen |
| … | Frist zur Einreichung des Exposés M.A. |
| … | Themenstellung Hausarbeit M.A. (8 Wochen Bearbeitungszeit) |
| 31.03. | Stichtag Abgabe Hausarbeit / letzter möglicher Termin mündl. Prüfung |
| Form | Prüfungsnummer | Termin | Anmeldeschluss |
| Hausarbeit | 107132 | während des Semesters | 15.12.2026 |
| Mündliche Prüfung | 107134 | während des Semesters Die Prüfungstermine finden Sie in der moodle-Lernumgebung des Moduls. Dort können Sie Ihren Prüfungstermin buchen. | 15.12.2026 |
Bitte beachten Sie, dass die Einreichung von Hausarbeiten im Modul E3 nicht postalisch erfolgt, sondern ausschließlich elektronisch über das Online-Übungssystem.
Achtung: Bitte achten Sie bei der Wahl der Prüfungsform darauf, dass Sie laut Studienordnung vor der Zulassung zur Master-Abschlussarbeit mindestens 2 Module mit einer mündlichen Prüfung und mindestens 3 Module mit einer Hausarbeit abgeschlossen haben müssen.
Weitere Informationen zum Modul
Lehrformen
Selbststudium mit Studienmaterialien, Präsenz- und Onlineveranstaltungen.
Umfang
Workload: 450 h, ECTS-Punkte: 15
Häufigkeit
Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten.
Dauer
1 Semester
Teilnahmevoraussetzungen
Keine

