EnergiewendeKompass
Chancengleichheit in der Energiewende – Lösungen für einkommensschwache Haushalte
Kurzbeschreibung
Das Projekt „Energiewende-Kompass“ untersucht, wie einkommensschwache Haushalte besser an der Energiewende teilhaben können. Gerade Haushalte mit begrenzten finanziellen Spielräumen stehen bei Fragen der Energieversorgung häufig vor besonderen Herausforderungen. Dazu zählen steigende Energiekosten, Unsicherheiten bei der Wahl geeigneter Stromtarife, fehlende Informationen zu Einsparmöglichkeiten sowie kommunikative Hürden bei bestehenden Beratungsangeboten.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines niedrigschwelligen, interaktiven Online-Angebots, das wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereitet und alltagsnah vermittelt. Der Energiewende-Kompass soll Haushalte dabei unterstützen, informierte Entscheidungen zu Stromtarifen, Energienutzung und Einsparmaßnahmen zu treffen. Dabei werden individuelle Bedürfnisse, Gewohnheiten und mögliche Sorgen der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt.
Die Entwicklung des Angebots erfolgt empirisch fundiert und partizipativ. Grundlage sind Expertinnen- und Experteninterviews, ein Stakeholder-Workshop sowie eine breit angelegte Online-Befragung. Auf dieser Basis werden Barrieren, Informationsbedarfe und Präferenzen identifiziert. In einem Design-Workshop wurden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verbraucherberatung, Verwaltung, Energieversorgung und Zivilgesellschaft Anforderungen an ein verständliches und zielgruppengerechtes Beratungsangebot erarbeitet.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Wissenschaftskommunikation. Komplexe Inhalte der Energiewende – etwa dynamische Stromtarife, Energieeinsparungen im Haushalt oder flexible Energienutzung – werden so aufbereitet, dass sie auch ohne energiewirtschaftliches Vorwissen nachvollziehbar sind. Das Projekt verbindet damit energiewirtschaftliche Forschung mit praktischer Beratung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Der Energiewende-Kompass leistet einen Beitrag dazu, die Energiewende sozial gerechter zu gestalten. Er zeigt auf, wie wissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden können, um Entscheidungshürden abzubauen, Beratungsbedarfe sichtbar zu machen und einkommensschwache Haushalte besser in die Energiewende einzubeziehen.
Forschungspartner
- FernUniversität in Hagen, Juniorprofessur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Energiewirtschaft
- Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit der FernUniversität in Hagen
- Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Energiewirtschaft, Umweltwissenschaften, Politik- und Verhaltenswissenschaften
Praxispartner
- Stadt Hagen
- ENERVIE
- Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
- Weitere Akteure aus Energieberatung, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Rahmen des Stakeholder-Workshops
Laufzeit
2025–2026
Gefördert durch:
Gefördert im Rahmen des Hochschulwettbewerbs 2025 im Wissenschaftsjahr „Zukunftsenergie“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog.