Natur und Kultur: Ökologische Transformationen (Modul 25006)
Die Unterscheidung von „Natur“ und „Kultur“ spielt für die Ausbildung und das Selbstverständnis der europäischen Moderne eine wichtige Rolle. Im Zuge aktueller politischer und ökologischer Entwicklungen zeigt sich aber, dass diese Unterscheidung nicht allein deskriptiv verstanden werden kann, sondern auch ein normativ geprägtes Selbstverständnis des Menschen angesichts einer spezifisch modellierten Umwelt, die als „Natur“ angesprochen wird, ausdrückt. Um diese Entwicklungen, die häufig stillschweigend aktuelle ökologische Diskussionen begleiten, historisch und systematisch einordnen und kritisch diskutieren zu können, wird das spannungsreiche Verhältnis von „Natur“ und „Kultur“ interdisziplinär aus geschichtswisssenschaftlicher, literaturwissenschaftlicher und philosophischer Perspektive kontextualisiert und analysiert.
Die Arbeitsstelle „Kulturwissenschaftliche Grundlagen“ betreut anteilig den philosophischen Bereich des Moduls. Dieser reicht von umwelt- und klimaethischen Fragen, über Themen der Tierphilosophie und Anthropologie zu philosophiegeschichtlichen Diskussionen über das Verhältnis von Natur und Kultur.