Modul 25302
L2: Kultur, Literatur und Medien [PRAXIS]
Auf einen Blick
| Belegnummer | 25302 |
| ECTS | 15 |
| Workload | 450 Std. |
| Kosten | 165 € |
| Angebotshäufigkeit | Jedes Semester |
| Material | Print und Online |
| Betreuung | moodle Lernumgebung |
| Prüfung | Hausarbeit/ Praxis-Hausarbeit/ Mündliche Prüfung |
LE1: Über literarische Texte und andere mediale Artefakte kann man nur sprechen (und daher nachdenken), wenn man über gruppenbildende Begriffe verfügt. Die Verwendung solcher Begriffe ist implikationsreich. Unsere Kultur und unsere Medien sind strukturiert durch Gattungen (z. B. in der Literatur), Genres (z. B. im Film) und Formate (z. B. im Fernsehen). Die Lerneinheit gibt zunächst einen Einblick in die vielfältigen Problemfelder der Gattungstheorie. Dazu gehört die Geschichte des Nachdenkens über einzelne Gattungen, die Rekonstruktion der Tätigkeit des Definierens und Klassifizierens von literarischen Texten sowie die Frage nach dem Status von Gattungen. Es wird erörtert, inwiefern Gattungen als Institutionen betrachtet werden können. In einem zweiten und dritten Schritt wird der Begriff der Gattung mit Hilfe der Kategorien Genre und Format angereichert und hinterfragt. Auf diese Weise werden mediale und die institutionelle Dimension der Gruppenbildungsbegriffe herausgearbeitet.
LE2: Es wird in die grundlegenden Dimensionen des komplexen Verhältnisses von Literatur und Medien eingeführt und ein Überblick der Auswirkungen auf die prägenden Medien unserer Kultur in historischer Reihenfolge geboten. Zu jedem Kapitel werden nach einem einführenden Text Ausschnitte aus wirkmächtigen medientheoretischen Texten, die relevante Problemstellungen zugänglich machen, angeboten. Begleitende Übungsaufgaben ermöglichen, anhand von Fragmenten aus historischen und literarischen Quellen, sich mit den Auswirkungen der medialen Einschnitte vertraut zu machen.
LE3: Unser Kulturbewusstsein ist das Ergebnis einer unablässigen gesellschaftlichen Aushandlung, die von medial geformten Praktiken unterschiedlicher Art bestimmt wird. Die Gesellschaft verfügt über vielfältige Verfahren zur Herstellung von Kultur. Das sind zunächst Erzählungen; darüber hinaus das Setzen von Unterscheidungen und die damit einhergehenden normativen Implikationen. Nicht zuletzt bestimmt die Verschaltung unserer Körper mit Medien unser Verständnis von kulturellen Ereignissen. Die Lerneinheit bietet keinen historischen Überblick; vielmehr wird in vier systematischen Zugriffen eine Auswahl an Positionen geboten, an denen exemplarisch beobachtet werden kann, wie Kulturauffassungen gesetzt, und wie solche Setzungen und Reaktionen darauf reflektiert werden. Unterstützend werden Zuschnitt und Texte der Kapitel jeweils in einer Einführung erläutert. Begleitende Übungsaufgaben ermöglichen es, die Paraphrase von Leitgedanken aus den Fragmenten einzuüben.
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Einheit Titel Vorschau LE1: Gattung/Genre/Format PDF LE2: Literatur und Medien (online) PDF LE3: Perspektiven auf Kultur und Medien (online) PDF Ist eine Lerneinheit als „[online]“ gekennzeichnet, bedeutet das, dass alle Materialien wie Studienbriefe, Videovorlesungen u.ä. ausschließlich digital (über die VU bzw. die semesteraktuelle Moodle-Lernumgebung des Modus) zur Verfügung gestellt werden.
Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der Moodle-Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die Beleger*innen des Moduls automatisch geöffnet.
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Die Studierenden
- können die wichtigen Medienentwicklungen und medialen Umbrüche in der abendländischen Kultur reproduzieren,
- beschreiben mediale Artefakte als Texte und analysieren sie im Hinblick auf ihre Textgruppenzugehörigkeit,
- diskutieren verschiedene grundlegende Theorien zum Verhältnis von Kultur und Medien,
- verstehen Literatur in ihren komplexen Beziehungen zu ihrem medialen Umfeld,
- wenden den Begriff der Medienkultur auf neue mediale Formate an,
- beurteilen die Bedeutung der Literatur für mediale Formate auf der Basis eigenständig vorgenommener Analysen.
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Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
Die ordnungsgemäße Belegung des Moduls ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
Sollten Sie das Modul wiederholen, ist ebenfalls Ihre Belegung des Moduls (über das Wiederholerkennzeichen) erforderlich.Prüfungsformen
Form Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss Hausarbeit 103222 während des Semesters SoSe: 15. Juni
WiSe: 15. DezemberHausarbeit [PRAXIS] 103221 während des Semesters Mündliche Prüfung 103224 während des Semesters Details zu den Prüfungsformen entnehmen Sie gerne dem aktuellen Prüfungsleitfaden auf der Seite Downloads/Archiv in diesem Studienportal. Bitte beachten Sie, dass die Einreichung von Hausarbeiten im Modul L2 ausschließlich elektronisch über das Online-Übungssystem erfolgt.
Modulbeauftragte
Foto:
Privat
Dr. Jessica Güsken
Foto:
FernUniversität
Prof. Dr. Peter Risthaus
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Foto:
FernUniversität
Christoph Düchting