Theses

Bei der Erstellung der Abschlussarbeit können Sie sich nach folgenden Anweisungen richten:

Die Bearbeitungsdauer und der Umfang Ihrer Arbeit richten sich nach Ihrem angestrebten Abschluss. Detaillierte Informationen zu den Anmeldeverfahren und Anmeldeterminen werden in den Studien- und Prüfungsinformationen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft bekannt gegeben. Bitte lesen Sie sich auch die vom Prüfungsamt bereitgestellten Informationen zu Abschlussarbeiten durch.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über mögliche Themen für eine Abschlussarbeit an unserem Lehrstuhl.

Themenliste

  • Transportkosten gehören zu den wichtigsten Determinanten des internationalen Handels. Vereinfachend wird häufig davon ausgegangen, dass die Distanz zweier Länder ihr bilaterales Handelsvolumen erklären kann. Zwar wurde dieser Zusammenhang in unzähligen Arbeiten zur Gravitätsgleichung des internationalen Handels nachgewiesen, der Einfluss technologischer Errungenschaften auf die Stärke dieses Zusammenhangs ist hingegen bislang noch nicht vollständig erfasst. Aufgabe dieser Abschlussarbeit ist die Untersuchung der Auswirkung der Container Revolution. Die Erfindung der Containerschifffahrt hat den internationalen Güterhandel erleichtert und sollte zu einem verminderten Einfluss der Distanz geführt haben. In der Literatur wird dies auch gerne als ein über die Zeit hinweg fortschreitender „Death of Distance“ bezeichnet. Grundlage dieser Abschlussarbeit ist ein aktuelles Arbeitspapier zu diesem Thema. Die Arbeit soll eingehend in der Abschlussarbeit diskutiert und kritisch gewürdigt werden. Im Anschluss kann versucht werden, diese Ergebnisse anhand einer eigenen Datenauswertung zu überprüfen. Die Daten für eine solche Analyse sind verfügbar und können für die Fragestellung entsprechend aufbereitet werden.

    Literatur:

    Daniel M. Bernhofen, Zouheir El-Sahli und Richard Kneller (2013): Estimating the Effects of the Container Revolution on World Trade, CESifo Working Paper No. 4136.

  • Das Transatlantische Handelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP) wird in der öffentlichen Diskussion häufig sehr kritisch gesehen. Die Aufgabe in dieser Abschlussarbeit besteht darin, die aktuelle Diskussion zu diesem Thema wissenschaftlich zu diskutieren. Darauf aufbauend soll die akademische Literatur zum Thema TTIP vorgestellt werden. Als Basisliteratur können zwei aktuelle Ansätze von Felbermayr und Aichele (2014) sowie Aichele, Felbermayr, und Heiland (2014) herangezogen werden, um die Argumente der öffentlichen Diskussion mit den Ergebnissen der akademischen Literatur zu konfrontieren.

    Literatur:

    R. Aichele, G. Felbermayr und I. Heiland (2014): Going Deep: The Trade and Welfare Effects of TTIP, CESIFO WORKING PAPER NO. 5150.

    G. Felbermayr und R. Aichele (2014): Transatlantic Free Trade: The View Point of Germany, CESIFO WORKING PAPER NO. 5151.

  • ​Erhöht Globalisierung den Einsatz von Kinderarbeit in Entwicklungsländern? Diese Frage soll anhand der einschlägigen Literatur analysiert werden. Die empirischen Arbeiten zu diesem Thema deuten auf einen positiven Effekt hin. Laut einer Studie von Edmonds und Pavcnik (2006) hat die zunehmende Handelsliberalisierung in Vietnam den Einsatz an Kinderarbeit signifikant reduziert. Dieses unerwartete Ergebnis soll im Verlauf dieser Arbeit kritisch hinterfragt werden. Dabei sollen die Ergebnisse für Vietnam mit den Ergebnissen in anderen Ländern verglichen und anhand eines Modells von Basu und Van (1998) erklärt werden.

    Literatur:

    K. Basu und P. H. Van (1998): The Economics of Child Labor, American Economic Review 88(3): S. 412 – 427.

    E. V. Edmonds und N. Pavcnik (2002): Does Globalization Increase Child Labor? Evidence from Vietnam, Journal of International Economics 65(2): S. 401 – 441.

    E. V. Edmonds und N. Pavcnik (2006): International Trade and Child Labor: Cross-Country Evidence, Journal of International Economics 68(1): S. 115-140.

  • Diese Arbeit soll die Entscheidung multinationaler Unternehmen über den Eintritt in ausländische Märkte wissenschaftlich zu untersuchen. Es wird davon ausgegangen, dass Unternehmen Handelsbarrieren über die Gründung einer multinationalen Unternehmens umgehen können. Anstatt in ein Land zu exportieren, könnte das Unternehmen auch direkt vor Ort für den ausländischen Markt produzieren. In dieser Arbeit soll ein aktueller Ansatz zu dieser Frage besprochen und anhand einiger ausgewählter Branchen die empirische Relevanz dieses Modells kritisch hinterfragt werden.

    Literatur:

    E. Helpman, M. Melitz und S. Yeaple (2004): Export Versus FDI with Heterogeneous Firms, American Economic Review 94(1): S. 300-316.

  • ​​Internationale Migration ist vermutlich die älteste Form der Globalisierung. Bereits in der Spätantike kam es in Mittel- und Südeuropa durch den Einfall der Hunnen zu einer ersten Welle der Völkerwanderung. Damals wie heute migrieren Menschen aus vielfältigen Gründen. Migration unterscheidet sich von anderen Formen der Globalisierung, indem sie oft dauerhafte Folgen für die Herkunfts- und Zielländer sowie politische Konflikte mit sich bringt. Dies kann als einer der Gründe angesehen werden, weshalb Migration nach wie vor ein kontrovers diskutiertes Thema in der politischen Debatte ist.

    Ziel dieser Arbeit ist es einen historischen Überblick über die weltweiten Migrationsströme zu geben und die beobachteten Migrationstrends mithilfe der relevanten Wirtschaftstheorien zu interpretieren. Darüber hinaus sollen die Eigenschaften und Folgen der Migrationspolitik in entwickelten Ländern kritisch diskutiert werden.

    Literatur

    R. B. Freeman (2006): People Flows in Globalization, The Journal of Economic Perspectives, 20(2): S. 145-170.

    J. B. Ferrie und T. Hatton (2015): Two centuries of international migration, Handbook of the Economics of Migration: 1A, Ch. 2.

  • ​​Der “Brain-Drain”, der die Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften bezeichnet, gibt Anlass zur Sorge für viele Entwicklungsländer. Die Befürchtung ist, dass durch den Brain Drain wichtiges Wachstumspotential der Entwicklungsländer verloren gehen könnte. Anderseits wird in neuen Theorien der Migrationsökonomik (“The New Economics of the Brain Drain”) argumentiert, dass die Abwanderung von Fachkräften sogar Vorteile für das Herkunftsland bringen kann. Durch den Brain Drain können Entwicklungsländer von Rücküberweisungen, der Heimkehr im Ausland ausgebildeter Migranten oder den zusätzlichen Anreizen für die heimische Bevölkerung in Bildung zu investieren („endogene Humankapitalformation“) profitieren.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Diskussion um das “Brain Drain“ vorzustellen und einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Es soll diskutiert werden, wie die im Ausland lebenden Fachkräfte (die so-genannte „Diaspora“) eine wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern unterstützen.

    Literatur

    Brinkerhoff, J. M. (2006): Diaspora mobilization factors and policy options. In: Converting migration drains into gains: Harnessing the resources of overseas professionals, Manila: Asian Development Bank, 127-153.

    Docquier, F. and Rapoport, H. (2002): Globalization, brain drain, and development, in Journal of Economic Literature, pp. 681-730.

  • Traditioneller Schwerpunkt der theoretischen und empirischen Migrationsliteratur ist die Analyse möglicher Auswirkungen der Migration auf Löhne und Beschäftigung der einheimischen Bevölkerung. Darüberhinausgehend betrachtet ein aktueller Strang der Migrationsliteratur den Zusammenhang zwischen Einwanderung und dem Einfluss auf den technologischen Fortschritt des Ziellands. Viele empirische Studien zeigen, dass Immigration förderlich für Innovationen sein kann und Migration so die Wachstumsperspektive der Zielländer verbessern.

    Ziel dieser Arbeit ist es die wichtigsten Befunde der einschlägigen Literatur zum Thema Migration und Innovation zu präsentieren. Darauf aufbauend sollen Implikationen für die Migrationspolitik abgeleitet und diskutiert werden.

    Literatur

    J. Hunt und M. Gauthier-Loiselle (2010): How Much Does Immigration Boost Innovation?, American Economic Journal: Macroeconomics, 2(2): S. 31-56.

    W. Kerr und W. Lincoln (2010): The Supply Side of Innovation: H-1B Visa Reforms and US Ethnic Invention, Journal of Labor Economics, 28(3): S. 473-508.

  • Viele Unternehmen in den entwickelten Ländern sind bereits von den Folgen des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels betroffen. Um diese Probleme zu bewältigen, ist eine auf die Spezialisierung auf Fachkräfte ausgerichtete Einwanderungspolitik nötig. Welche politischen Maßnahmen sind wirksam und was kann von den traditionellen Einwanderungsländern wie Australien, Kanada und Neuseeland gelernt werden? Die Antworten auf diese Fragen sind für Deutschland angesichts der aktuellen politischen Diskussion um das Einwanderungsgesetz von besonderer Bedeutung.

    Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die aktuelle Migrationspolitik in entwickelten Ländern zu geben und das Argument für eine „Skill-selective“ Migrationspolitik in Europa und vor allem in Deutschland kritisch zu diskutieren.

    Literatur

    T. Boeri (2012): Brain Drain and Brain Gain: The Global Competition to Attract High-skilled Migrants, Oxford University Press, Ch. 1 and 5.

    M. Czaika und C. Parsons (2015): The Gravity of High Skilled Migration Policies, IMI Working Paper No. 110.

    Zusätzliche Literatur:

    S. Humpert (2015): Fachkräftezuwanderung im internationalen Vergleich. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Working Paper No. 62.

  • Internationaler Handel kann mit erheblichen Informationskosten verbunden sein. Migranten könnten dazu beitragen, diese Kosten zu reduzieren indem sie als Vermittler zwischen Konsumenten des Ziellands und Produzenten des Herkunftslands fungieren. Es existiert eine umfangreiche Literatur zu diesem Thema, die diese These anhand von Mikro- und Makrodaten überprüft.

    Ziel dieser Arbeit ist eine Übersicht über die Argumente für und gegen die Hypothese, dass Migrationsnetzwerke sich stimulierend auf den Handel zweier Länder auswirken. Darauf aufbauend soll der Zusammenhang zwischen der internationalen Handelstheorie und den empirischen Befunden diskutiert werden.

    Literatur

    G. Felbermayr und F. Toubal (2012): Revisiting the trade-migration nexus: Evidence from new OECD data, World Development, 40(5): S. 928-937.

    J. E. Rauch und V. Trindade (2002): Ethnic Chinese networks in international trade, Review of Economics and Statistics, 84(1): S. 116-130.

  • Eine sehr aktuelle Entwicklung im Bereich des internationalen Handels ist die internationale Fragmentierung von Produktionsprozessen, wodurch Unternehmen Produktionsmittel aus dem Ausland beschaffen und einzelne Komponenten der Wertschöpfungskette auf Unternehmen weltweit verteilen. Dieses Phänomen wird gemeinhin als Offshoring bezeichnet. Was sind die Determinanten von Offshoring und welche Auswirkungen auf die Produktivität der heimischen Unternehmen erwarten wir? Die Antworten auf diese Fragen helfen dabei die Entwicklung der Produktionsprozesse in Industrieländern zu verstehen und um somit auf potentielle Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung besser reagieren zu können.

    Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die bestimmenden Faktoren und die Produktivitätseffekte von Offshoring zu geben. Darüber hinaus können Anmerkungen zu der Entwicklung von Offshoring in Europa und den USA (z. B. in Rahmen der aktuellen Diskussion um „Reshoring“) gemacht werden.

    Literatur

    L. Oldenski (2012): The task composition of offshoring by US multinationals, International Economics, 131: S. 5-21.

    T. Schwörer (2013): Offshoring, domestic outsourcing and productivity: evidence for a number of European countries, in Review of World Economics, 149: S. 131-149.

    Zusätzliche Literatur:

    The Economist (2013): Special report: outsourcing and offshoring - Here, there and everywhere, 19th January, 2013.

  • In den letzten Jahrzehnten hat Offshoring westeuropäischer und nordamerikanischer Unternehmen erheblich zugenommen. In den Industrieländern (auch in Deutschland) konzentriert sich die aktuelle Diskussion hinsichtlich der Thematik des Offshoring auf potentielle Arbeitsmarkteffekte. Die Befürchtung ist, dass dadurch Arbeitsplätze, insbesondere solche mit mittleren und niedrigen Qualifikationsanforderungen, verloren gehen.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Theorie und empirische Befunde über die Arbeitsmarkteffekte von Offshoring anhand von zwei wichtigen Studien zu präsentieren. Zusätzlich sollen Implikationen für die Arbeitsmarktpolitik diskutiert werden.

    Literatur

    M. Amiti, S. Wei (2005): Fear of service outsourcing: Is it justified?, in Economic Policy, 20(42), pp. 308–347.

    D. Baumgarten, I. Geischecker, H. Görg (2013): Offshoring, tasks and the skill-wage pattern, in European Economic Review, 61, pp 132-152.

  • Obwohl Offshoring oft als „Einbahnstrasse“ zwischen Industrie- und Niedriglohnländern wahrgenommen wird, setzen auch die Unternehmen der Schwellenländer zunehmend auf Offshoring. Laut der Aussage verschiedener Studien besteht ein positiver Zusammenhang zwischen Offshoring, Produktivität und Innovation. Dieser Befund ist für Schwellenländer von besonderer Bedeutung, da Offshoring das Wirtschaftswachstum fördern kann.

    Ziel dieser Arbeit ist es die Befunde zweier empirischer Studien über Offshoring aus den Schwellenländern zusammenzufassen und kritisch zu diskutieren.

    Literatur

    U. Fritsch und H. Görg (2013): Outsourcing, Offshoring and Innovation: Evidence from Firm-level Data for Emerging Economies, Kiel Working Paper No. 1861, Kiel Institute for the World Economy.

    P. K. Goldberg, P. K, Khandelwal, A. K., Pavcnik, N. und Topalova, P. (2010): Imported Intermediate Inputs and Domestic Product Growth: Evidence from India, Quarterly Journal of Economics, 125(4): S. 1727–1767.

  • ​​Der Einfluss von sowohl des Wirtschaftswachstums als auch der Einkommensverteilung auf die Entstehung einer Demokratie ist ein gut untersuchtes Forschungsfeld. Wie sieht der Zusammenhang jedoch Konträr betrachtet aus? Hat die Staatsform der Demokratie auch einen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum bzw. auf die Verteilung des Einkommens? Verfügen Demokratien über wirtschaftsstrukturelle Eigenschaften, die das wirtschaftliche Wachstum positiv bzw. negativ beeinflussen? Und sind diese Eigenschaften ebenso Determinanten der Einkommensverteilung? Dies sind einige derFragen, die anhand der obigen Fragestellung beantwortet werden sollen.

    Literatur

    L. Sirowy, A. Inkeles (1990): The Effects of Democracy on Economic growth and Income Inequality: A Review, in Studies In Comparative International Development,

    Spring 1990, Volume 25, Issue 1, pp 126-157.

    R. Perotti (1996): Growth, Income Distribution, and Democracy: What the Data say, in Journal of Economic Growth, Vol. 1, pp 149-187 (June, 1996).

  • Langsames Wirtschaftswachstum und hohe Einkommensungleichheit werden oft mit der Begünstigung einer Diktatur in Verbindung gebracht. Es wird sogar die These aufgestellt, dass die Gründung einer Demokratie erst ab einer gewissen ökonomischen Stabilität möglich ist. Doch wie sieht der Zusammenhang umgekehrt formuliert aus? Hat die Staatsform der Diktatur einen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum bzw. auf die Verteilung des Einkommens? Verfügen Diktaturen über wirtschaftsstrukturelle Eigenschaften, die das wirtschaftliche Wachstum positiv bzw. negativ beeinflussen? Und sind diese Eigenschaften ebenso Determinanten der Einkommensverteilung? Dies sind die Fragen, die anhand der obigen Fragestellung beantwortet werden sollen.

    Literatur

    M. Gradstein, B. Milanovic, Y. Ying (2001): Democracy and Income Inequality: An empirical Analysis, eLibary World Bank Group, http://elibrary.worldbank.org/doi/abs/10.1596/1813-9450-2561, 09:15, 17.08.2015.

    Przeworski, F. Limongi (1993): Political Regimes and Economic Growth, in The Journal of Economic Perspectives, Vol. 7, No. 3 (Summer, 1993), pp. 51-69.

  • Um das ökonomische Sorgenkind Griechenlands wird schon lange debattiert und fast genauso lange steht auch ein potenzieller Austritt aus der EU zur Debatte. Was für Folgen hätte der Austritt Griechenlands auf den Handel der EU und natürlich auch auf die eigene Wirtschaft? Würde ein Austritt signifikante negative Folgen nach sich ziehen (Währungsabwertung, hohe Inflation, Einbruch des Handels, Erhöhung der Staatsschulden)? Oder ist es möglich, dass ein Austritt Griechenlands eine Lösung der Schuldenkrise darstellt (Steigerung des Handels durch Preisvorteile oder das Wiederbeleben neuer Wirtschaftszweige)? All das sind Fragen, die anhand dieses Themas beantwortet werden sollen.

    Literatur

    M. Hoffmann (2012): Die argentinische Tango-Krise – Vorbild für einen „Grexit“? Fokus Volkswirtschaft, KfW Economic Research.

    P. Monokroussos, T. Stamatiou, S. G. Gogos (2015): GRexit and why it will not happen: Catastrophic for Greece and destabilizing for the Euro, ResearchGate, http://www.researchgate.net/publication/279911992_GRexit_and_why_it_will_not_happen_Catastrophic_for_Greece_and_destabilizing_for_the_Euro , 10:28, 17.08.2015.

  • Um Griechenland aus der Schuldenkrise herauszuholen und zu stabilisieren wurden bisher vor allem Hilfspakete von der EU und dem IWF auf den Weg gebracht (Gesamtwert: 237,3 Mrd. Euro) unter der Voraussetzung von einschneidenden Sparmaßnahmen (Erhöhung der Mehrwertsteuer, Kürzung Beamtengehälter, Reduzierung des Verwaltungsapparates, Anhebung Rentenalter, etc.). Doch könnte auch steigender Handel eine zukunftsorientierte Möglichkeit sein, Griechenland aus der Krise zu holen? Und durch welche Kanäle könnte der Handel die Entwicklung Griechenlands positiv beeinflussen? Diese Fragen sollen im Laufe der Bearbeitung dieses Themas beantwortet werden.

    Literatur

    M. Auboin (2004): The Trade, Debt and Finance Nexus: at the Cross-roads of Micro- and Macroeconomics, Discussion Paper No. 6, World Trade Organisation

    M. Hoffmann (2012): Die argentinische Tango-Krise – Vorbild für einen „Grexit“? Fokus Volkswirtschaft, KfW Economic Research.

    Ramlall (2015): Does International Trade Induce or Deter Debt Repayment Capacity of Developing Countries? : Looking through the Lens of the US Subprime Crisis, Department of Economics and Statistics, University of Mauritius, http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2589862 , 10:33, 17.08.2015.

  • Das 2011 eingeführte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea ist das erste Handelsabkommen der EU mit einem asiatischen Land – weitere sollen folgen. Das neue Handelsabkommen bringt Gewinne für beide Volkswirtschaften. Doch wie sind diese Gewinne verteilt? Gewinnen beide Handelspartner gleichermaßen? Zu welchen Resultat kommt die Analyse anhand des Heckscher Ohlin Modells? Und werden einige Industrien stärker betroffen sein als andere? Wie wird sich die Verteilung des Einkommens entwickeln? All das sind Fragen, die anhand dieser Arbeit beantwortet werden sollen.

    Literatur

    Europäische Kommission (2011): Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Korea in der Praxis, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxembourg.

    Francois, H. Norberg, M. Thelle (2007): Economic Impact of a Potential Free Trade Agreement (FTA) Between the European Union and South Korea, IIDEinstitute for international and development economics, Discussion Paper 200703-01.

    S. L. Baier, J. H. Bergstrand (2005): Do free trade agreements actually increase members' international trade?, Working Paper, Federal Reserve Bank of Atlanta, No. 2005-3.

  • Die NAFTA beschreibt den Wirtschaftsverband zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Das Freihandelsabkommen sieht nicht nur die Abschaffung von Handelsbarrieren vor, sondern auch die Angleichung von Standards hinsichtlich der Lebensmittel- und Produktsicherheit. Wie haben sich die Handelsströme seit der Einführung des Abkommens verändert? Wer profitiert von dem Abkommen? Kann man mögliche Folgen auf die Einkommensverteilung der drei Mitgliedstaaten ziehen? Und welche Rolle hat Mexiko innerhalb dieses Handelsabkommens?

    Literatur

    O. Krueger (1999): Trade Creation and Trade Diversion under NAFTA, NATIONAL Bureau of Economic Research, Working Paper 7429, http://www.nber.org/papers/w7429 , 10:43, 17.08.2015.

    R. H. Hillberry, C. A. McDaniel (2002): A Decomposition of North American Trade Growth since NAFTA, Office Of Economics Working Paper No. 2002-12-A, U.S. International Trade Commission.

    S. L. Baier, J. H. Bergstrand (2005): Do free trade agreements actually increase members' international trade? , Working Paper, Federal Reserve Bank of Atlanta, No. 2005-3.

  • Emerging Economies werden eine immer größere Rolle in der globalisierten Welt zugeschrieben. Somit werden auch ihre strukturellen Eigenheiten sowie ihre ökonomische Entwicklung immer ausführlicher untersucht. Es fällt auf, dass ein Großteil der Emerging Economies eine weitaus höhere Einkommensungleichheit aufweist als der OECD Durchschnitt. Jedoch ist ebenso auffällig, dass in vielen Emerging Markets die Ungleichheit im Laufe ihrer ökonomischen Entwicklung abgenommen hat. Wie ist der Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Emerging Economies und der Einkommensverteilung? Welche Rolle spielen dabei der internationale Handel und das Wirtschaftswachstum?

    Literatur

    OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).

    H. Kharas (2010): The Emerging Middle Class in Developing Countries, Working Paper No. 285, OECD Development Centre.

  • China zählt derzeit zu den exportstärksten Ökonomien der Welt. Über was für strukturelle Eigenschaften verfügt China? Welche Charakteristika machen es so exportstark? Welchen Einfluss hat das überdurchschnittliche Wachstum auf die Einkommensungleichheit? Im Gegensatz zu anderen Emerging Economies ist die Ungleichheit in China im Laufe der Entwicklung gestiegen. Warum? Wie verhält es sich in den Unterschieden zwischen städtischen und ländlichen Regionen? Kann das Heckscher Ohlin Modell diese Entwicklung erklären?

    Literatur

    OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).

    Rozelle (1994): Rural Industrialization and Increasing Income Inequality: Emerging Patterns in China´s Reforming Economy, in Journal of Economic Literature, 19(3), pp 362 – 391.

    X. Zhou (2000): Economic Transformation and Income Inequality in Urban China: Evidence from Panel Data, in American Journal of Sociology, Vol. 105, No. 4 (Jan., 2000), pp. 1135-1174.

  • Neben China ist Indien eine der größten und populärsten Ökonomien der Welt. Indien hat sich in den letzten Jahren durch ein sehr starkes Wirtschaftswachstum ausgezeichnet. Doch haben tatsächlich alle von diesem Wachstum profitiert oder konzentriert sich das Wachstum auf einen bestimmten Einkommensbereich? Wenn ja, welche ökonomischen Eigenschaften weißt Indien auf? Welche Industrien profitieren? Kann das Heckscher Ohlin Modell einen Beitrag zur Klärung dieser Fragen leisten?

    Literatur

    V. K. Borooah, B. Gustafsson, L. Shi (2006): China and India: Income inequality and poverty north and south of the Himalayas, in Journal of Asian Economics Vol. 17 (2006), pp 797–817.

    Deaton, J. Dreze (2002): Poverty and Inequality in India: A Re-Examination, in Economic and Political Weekly, Vol. 37, No. 36 (Sep. 7-13, 2002), pp. 3729-3748.

    OECD (2011): Special Focus: Inequality in Emerging Economies (EEs), in Divided We Stand – Why Inequality keeps Rising (2011).

  • Die Proliferation Regionaler Handelsabkommen (kurz RTA) führt seit einigen Jahren zu Diskussionen über die zukünftige Relevanz der WTO. Besonderes Konfliktpotenzial birgt der WTO eigene Dispute Settlement Mechanism, da immer mehr RTA`s individuelle rechtliche Gremien etablieren, die denen der WTO formal entsprechen sollen. Können RTA´s als komplementär zum WTO System erachtet werden oder bedingt ihre zunehmende Verbreitung ein Umdenken bzgl. Multilateraler Handelsabkommen und Liberalisierungstendenzen? Die Arbeit soll, mit Hinblick auf die Diskrepanz zwischen RTA und WTO, Möglichkeiten zur Koexistenz herausarbeiten. Ferner soll, anhand des Vergleichs zum Dispute Settlement Mechanism, erklärt werden inwieweit Rechtsstreitigkeiten bereits durch regionale Handelsabkommen gelöst werden.

    Literatur:

    C. Mestral (2013) „Dispute Settlement under the WTO and RTAs: An Uneasy Relationship” Journal of International Economic Law 16: S. 777-825

    H. Gao, C.L. Lim (2008) “Saving the WTO from the risk of irrelevance: The WTO Dispute Settlement Mechanism as a ‘Common Good’ for RTA Disputes” Journal of International Economic Law 11(4): S. 899-925

    R. L. Arcas (2011) “Proliferation of Regional Trade Agreements: Complementing or supplanting multilateralism” Chicago Journal of International Law 11(2): S. 597-629

  • Die Fair Trade Kennzeichnung soll Landwirten in Entwicklungsländern die Möglichkeit bieten ihre Produktion effizienter zu gestalten, nachhaltig zu wirtschaften und aktiv an der Gewinnausschüttung beteiligt zu sein. Obschon Unternehmen, die ihre Produkte mit dem Fair Trade Label versehen, ausdrücklich postulieren, dass der Lebensstandard der Landwirte durch die Handelsinklusion erhöht wird, bleibt die Frage offen inwiefern fairer Handel ökonomisch betrachtet Vorteile bietet. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein die ökonomische Theorie hinter Fair Trade zu analysieren, sowie etwaige Vorteile und Nachteile der Adaption dieser Zertifizierung aufzuführen. Hierbei sollen vor allem die Selektionskriterien und die Effekte auf regionale Regierungen kritisch betrachtet werden.

    Literatur:

    R. Dragusanu, D. Giovannucci, N. Nunn (2014) „The Economics of Fair Trade“ Journal of Economic Perspectives 28(3): S. 217-236

    R. Ruben, R. Fort (2012) “The Impact of Fair Trade Certification for Coffee Farmers in Peru” World Development 40(3): S. 570-582

    M. Prevezer (2013) „Fair Trade Governance and its Impact on Local Development: A Framework“ In: The Process and Practices of Fair Trade, edited by B. Granville und J. Dine, S. 19-42, Routledge, London

  • Japans Wirtschaft sah sich zwei Jahrzehnte lang mit deflationären Entwicklungen, einem schwachen Arbeitsmarkt und niedrigem Konsumniveau konfrontiert. Das Konjunkturprogramm, das unter dem Namen Abenomics (nach dem Premier Minister Shinzo Abe benannt) bekannt ist, versucht durch monetäre, fiskalische und strukturelle Reformen der anhaltenden Rezession entgegenzuwirken. Die drei Hauptpfeiler dieses Programms dienen darüber hinaus dem Zweck das Ende des sho no gai bzw. der Resignation der japanischen Gesellschaft auf die prekäre Wirtschaftslage herbeiführen. Im ersten Teil der Arbeit kann daher durch aktuelle Zahlen die Validität der Abenomics erkenntlich gemacht werden. Im Anschluss daran soll der Fokus der monetären Neuausrichtung der japanischen Wirtschaft anhand von makroökomischen Modellen (siehe Feenstra und Blanchard) interpretiert und erläutert werden.

    Literatur:

    Robert C. Feenstra, Alan M. Taylor (2014), International Economics, Worth Publishers.

    Olivier Blanchard (2012), Macroeconomics, Prentice Hall

    J.K. Hausman, J.F. Wieland (2014) „Abenomics: Preliminary Analysis and Outlook” Brookings Papers on Economic Activity, S.1-63

    T. Hayashi (2014) “Is it Abenomics or Post Disaster Recovery? A Counterfactual Analysis”, International Advances in Economic Research, 20: S.23-31

02.04.2019