Sozialpsychologie stark vertreten beim EASP in Straßburg
FernUniversität
Das Lehrgebiet Sozialpsychologie der FernUniversität in Hagen hat beim General Meeting der European Association of Social Psychology (EASP) in Straßburg (30. Juni – 4. Juli 2026) eine starke Bilanz vorgelegt: Auf dem größten europäischen Kongress der Sozialpsychologie war das Team mit Vorträgen, eigenen und mitorganisierten Symposien sowie Postern breit vertreten – thematisch von Interventionsforschung über Geschlechterstereotype bis hin zu Mental Labor.
Ein Schwerpunkt lag auf Geschlecht, Stereotypen und Studienwahl. Im Symposium „Perceptions, Persistence, and Pathways", das PD Dr. Laura Froehlich mitorganisierte, zeigte Jennifer Raimann Backlash-Effekte in der Wahrnehmung von STEM- und HEE-Studierenden, während Mai Grundmann zwei Wege zur Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse von Frauen in MINT-Fächern nachzeichnete. Sören Michallek präsentierte Ergebnisse die zeigen, dass weniger die situative Bedrohung von Männlichkeit als vielmehr die Überzeugung von einer „fragilen" Männlichkeit die Zustimmung zu Vergewaltigungsmythen vorhersagt.
Auch die besondere Lehre der FernUniversität in Hagen stand im Fokus: Dr. Nathalie Bick organisierte ein Symposium zu sozialpsychologischen Interventionen im europäischen Hochschulkontext und stellte darin eine Online-Zugehörigkeitsintervention gegen soziale Identitätsbedrohung im Fernstudium vor. Einen weiteren Akzent setzte Dr. Jan-Bennet Voltmer, der das Symposium „Invisible Work, Visible Consequences: Gendered Mental Labor in Families and Organizations" ausrichtete und eigene Befunde zur Messung von Mental Labor in bezahlter und unbezahlter Arbeit präsentierte. Hinzu kamen zwei Poster von Dr. Sybille Neji zu Emotionen und Erfolgserwartungen im kollektiven Klimahandeln und Jennifer Hochstein zu Stereotypen und Diversität in computergestützten Lerngruppen (CSCL).
„Ich bin sehr stolz auf unser Team. Die Bandbreite und Qualität der Beiträge – von Interventionsforschung über Geschlechterstereotype bis hin zu Mental Labor – zeigt, wie stark und vielfältig sich unsere Sozialpsychologie international aufgestellt hat. Besonders freut mich, wie souverän sich auch unser wissenschaftlicher Nachwuchs auf dieser großen Bühne präsentiert hat."