Veranstaltung

Buchvorstellung: Die Bibelübersetzung von Buber-Rosenzweig

Geschichte eines Projekts

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
Mi, 01.04.2026
19:00
Dr. Inka Sauter
WBK - Wissen Bildung Kultur

Die jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig begannen 1925, die hebräische Bibel ins Deutsche zu übersetzen. Als der erste Band des Werks Ende des Jahres erschien, schlug dies insbesondere in der deutsch-jüdischen Öffentlichkeit hohe Wellen. Es entwickelte sich eine konfrontativ geführte Debatte, die die großen Fragen der Moderne adressierte. Dabei ging es um Tradition, Politik, Zugehörigkeit und den Stellenwert der Bibel in dieser Zeit. An der Debatte beteiligten sich neben Buber und Rosenzweig unter anderem Siegfried Kracauer, Margarete Susman, Ernst Simon, Gershom Scholem und Walter Benjamin. Das Konfliktgeschehen ist in der jüngst im Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag erschienenen Quellenedition „Die Bibelübersetzung von Buber-Rosenzweig. Geschichte eines Projekts“ abgebildet. Inka Sauter, die das Buch zusammen mit Christoph Kasten und Ansgar Martins herausgegeben hat, wird das Projekt von Buber und Rosenzweig in seinem Kontext vorstellen.

Dr. Inka Sauter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2022 ist ihr aus der Dissertation hervorgegangenes Buch „Offenbarungsphilosophie und Geschichte. Über die jüdische Krise des Historismus“ erschienen. Gegenwärtig forscht sie zur Repräsentation der deutschen Sprach-geschichte im Werk Martin Bubers.

Campus Coesfeld | 17.03.2026