Wintersemester 2022/23

Modul 26306/MANDL 6: Literatur und Performanz

Inhalte

Das Modul führt in grundlegende Aspekte des Verhältnisses der Literatur zu Formen des Performativen ein. Im Pflichtbereich werden einführend Theorien des Performativen vorgestellt (Sprechakttheorie, frame analysis, Ritualforschung, Performativität und Gender), grundlegende Beschreibungskategorien erarbeitet und mit einer Darstellung den Aufführungspraktiken in ihrer historischen Entwicklung kombiniert.

Im Wahlschwerpunkt A werden zwei Theaterkonzepte vertieft. Zum einen wird mit Lessing ein neues Paradigma gewürdigt („vierte Wand“, bürgerliches Trauerspielt, Wirkungsästhetik), zum anderen werden moderne und zeitgenössische Konzepte (Expressionismus, Brecht, absurdes Theater, postdramatisches Theater) auf ihre spezifischen Performanzformen hin untersucht.

Im Wahlschwerpunkt B geht es um performative Aspekte, die nicht dem Theater im engeren Sinne angehören. Im Bereich der Literatur können sie vor allem dem lyrischen Aussagesubjekt zugeordnet werden, sowohl auf der Ebene des Körpers (lyrischer Gesang, Deklamation, Performances der Avantarden, poetry slam) als auch im übertragenen Sinne (das ‚lyrische Ich’ als Stimme). Zum anderen werden aktuelle Phänomene der Medienkultur unter literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive auf ihre Performativität hin untersucht (wie etwa Musikvideos, Blogs, Selbstinszenierungen auf Youtube, Chats, Talkshows).

Das Modul hat einen Umfang von 15 ECTS.

Lerneinheit Titel Vorschau
Pflicht:
LE1: Probleme und Theorien des Performativen
LE2: Aufführen, Inszenieren, Versammeln
Wahlpflicht A: Theater
LE3: Lessings Dramen
LE4: Theaterkonzepte des 20. Jahrhunderts
Wahlpflicht B: Medien und Schrift
LE5: Verkörpern durch Geste, Stimme und Schrift
LE6: Analyse performativer Phänomene in aktuell(en) medialen Formaten

>>> Modul 26306 belegen

Das Modul hat eine neue Modulnummer erhalten. Sollten Sie die Materialien über die alte Modulnummer 37306 bereits belegt haben, erhalten Sie kostenfreien Zugriff auf die Online-Version des aktuellen Studienmaterials unter der neuen Modulnummer 26306. Setzen Sie dafür bei der Belegung des Moduls das Wiederholerkennzeichen (WHK, Übergangsregelung bis WiSe 24/25).

Im Rahmen der Belegung der Vertiefungsmodule werden die Studienunterlagen der Pflicht-Lerneinheiten (LE1/LE2) und beider (!) Wahlpflicht-Lerneinheiten (A = LE3/LE4 und B = LE5/LE6) versendet. Die Auswahl der Schwerpunkte erfolgt individuell und muss erst später angegeben werden. Soll das Modul mit einer Hausarbeit oder einer mündlichen Prüfung abgeschlossen werden, ist der Wahlschwerpunkt im Rahmen der Themenabsprache mit dem/der Prüfenden festzulegen. Für die Klausur gibt es am Prüfungstag ein gemeinsames Aufgabenheft mit zwei Aufgaben pro Schwerpunkt. Erst durch die Auswahl der Klausuraufgabe wird die Schwerpunktwahl ersichtlich. Zur Prüfungsanmeldung muss noch kein Schwerpunkt angegeben werden.

Zugang zu den Lernmaterialien und weiteren studienrelevanten Informationen, sowie Kontakt zu den Betreuenden und den Mitstudierenden erhalten Sie in der

moodle Lernumgebung des Moduls.
Die Lernumgebung wird zu Beginn des Semesters für die Beleger/innen des Moduls automatisch geöffnet.

Modulbeauftragte

Lernergebnisse/Kompetenzen

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,

  • die Performativität als eine grundlegende Kategorie der Kultur zu beschreiben und Theorien des Performativen für konkrete Analysen von Theaterstücken fruchtbar zu machen,
  • die Geschichte der Theater-Institution als eine Entwicklung von Aufführungspraktiken nachzuvollziehen und hiervon ausgehend konkrete Analysen zu entwickeln,
  • Dramenhandlungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts zu analysieren und in theatertheoretischen Kontext zu stellen,
  • moderne Theaterkonzepte im Hinblick auf ihre performative Dimension zu bewerten, zu interpretieren und zuzuordnen,
  • die performative Dimension lyrischer Texte von ihren historischen Wurzeln her und in ihren verschiedenen Dimensionen nachzuvollziehen,
  • zeitgenössische Phänomene der Medienkultur im Hinblick auf ihre performativen Strukturen hin zu bewerten, zu interpretieren und zuzuordnen.
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Die Studierenden haben

  • die Fähigkeiten zum selbstorganisierten Lernen ausgebaut, indem sie zeit- und ortsunabhängig lernen,
  • die Fähigkeit zum kooperativen Lernen durch die Teilnahme an Online-Kursen, durch Selbststudium innerhalb von Lerngruppen und durch die Teilnahme an Präsenz- und Online-Seminaren eingeübt,
  • erweiterte Medienkompetenzen durch die Integration digitaler Lehr-/Lernformen innerhalb des Moduls erworben,
  • im Rahmen der individuellen und/oder kollaborativen Auf- und Vorbereitung der Modulinhalte ihre Fähigkeit, Lern- und Arbeitsprozesse zeitlich, sachlich und sozial zu organisieren, entwickelt und gestärkt,
  • überdies erlernt, komplexe Inhalte auf fachwissenschaftlichem Niveau zu präsentieren und in einen größeren Bedeutungszusammenhang argumentativ einzubetten.

Prüfung

Prüfungsform Prüfungsnummer Termin Anmeldeschluss
Klausur 109053 siehe Klausurtermine 15.12.2022
Hausarbeit 109052 Während des Semesters 15.12.2022

Mündliche Prüfung

109054

Während des Semesters

15.12.2022

Abschluss Themenabsprache der Hausarbeiten (Meldung des Themas durch Betreuer/in beim Prüfungsamt)

bis spätestens:  
Teilzeitstudierende 16.01.2023
Vollzeitstudierende 20.02.2023

 Für diesen Prozess sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren. Zur Absprache eines Themas setzen Sie sich daher frühzeitig mit dem Betreuer oder der Betreuerin in Verbindung.

Zur Prüfungsanmeldung

 

Weitere Informationen zum Modul

Lehrformen

Studienbrief, Präsenz- und Online-Veranstaltungen, Moodle, Digitale Lehr-/Lernformate

Umfang

Workload: 450 h, Credits: 15 ECTS

Häufigkeit

Das Modul wird im Sommer- und Wintersemester angeboten

Dauer

1 Semester

Teilnahmevoraussetzungen

Keine

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Belegung und Bearbeitung des Moduls; erfolgreich abgeschlossene Modulprüfung

Stellenwert der Note für die Endnote

15/120