Master-Arbeit

Masterarbeit „Extension Semantiken basierend auf Gradual Semantiken in Abstrakter Argumentation“

Ansprechperson:
Kenneth Skiba
Status:
in Bearbeitung

Beschreibung:

Abstrakte Argumentation ist ein stark erforschtes Thema der Künstlichen Intelligenz. Ein häufig genutzter Ansatz sind die Abstrakten Argumentationsframeworks von Dung [1]. Diese Frameworks bilden eine Diskussion zwischen zwei Parteien ab, wobei nur die Struktur jener Diskussion wichtig ist. Als grundlegendes Modell wird ein gerichteter Graph genutzt, wobei die Argumente die Knoten sind und ein Angriff von einem Argument auf ein anderes Argument eine Kante ist. Also eine Kante zwischen Argument ‘a’ zu Argument ‘b’ bedeutet, dass ‘a’ ‘b’ attackiert.

Ein klassischer Weg, um in diesen Frameworks zu schlussfolgern, sind die extensionsbasierten Semantiken. Diese Funktionen geben an, ob eine Menge von Argumenten gemeinsam akzeptiert werden können. Diese Schlussfolgerungsmethode ergibt nur eine binäre Klassifikation. Eine Menge kann entweder akzeptiert sein oder nicht. Um den Schlussfolgerungsprozess zu verfeinern, wurden rangbasierte Semantiken eingeführt mit Hilfe welcher ausgesagt werden kann, welches Argument - a oder b - ‘besser’ ist. Es wurden eine Reihe von unterschiedlichen Ansätzen vorgestellt sowie Eigenschaften definiert, die ein ‘guter’ Ansatz erfüllen soll (siehe [2,3,4] als Übersicht).

Eine Möglichkeit rangbasierte Semantiken zu erstellen sind Funktionen, die jedem Argument einen nummerischen Akzeptanzwert geben. In dieser Thesis soll untersucht werden, wie diese Funktionen genutzt werden können um extensionsbasierte Semantiken zu erstellen. Als ersten Ansatz soll ein Schwellwert für den Akzeptanzwert gesetzt werden, sodass alle Argumente mit einem Wert oberhalb des Schwellwerts als akzeptiert gelten und alle unterhalb als abgelehnt. Neben der formalen Definition der Semantik soll auch untersucht werden, welche Eigenschaften (Directionality, SCC-Recursiveness und weitere) diese Semantik erfüllt.

20.06.2022