Modul 31481 — Digitale Ethik

Digitale Ethik

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Modulbeschreibung

Sowohl bei Konzeption und Entwicklung, als auch bei Verwendung von IT-Systemen wird in den letzten Jahren immer mehr Augenmerkt auf moralische und ethische Problemstellungen gelegt. Dieses Modul liefert Grundlagen für eine Reflexion, die sich sowohl mit der Entwicklung, als auch mit dem Umgang von IT-Systemen befasst. Hierbei wird durchgehend auf Beispiele aus sowohl dem privaten, als auch dem beruflichen Umfeld wertgelegt, um die Lernenden dahingehend zu sensibilisieren derartige Problemstellungen selbst zu erkennen und von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu betrachten.

Inhalt des Moduls

Einheit 1: Motivation und Grundlagen

Nach einer Motivation des Themas und dessen gesellschaftlicher, wie ökonomischer Relevanz, werden zunächst die grundlegenden Begriffe wie Ethik und Moral erläutert und definiert. Danach wird eine Auswahl ethischer Theorien erläutert, um eine Basis für die weiteren Lerninhalte zu schaffen. Weitere Aspekte ethischer Forschung und ethischen Handelns werden mit Inhalten über deskriptive, Meta- und angewandte Ethik gelegt. Das moralische und ethische Argumentieren wird als eine Kernkompetenz dieses Moduls vermittelt und erläutert sowohl die Arten von Argumenten, als auch mögliche Abläufe und Herangehensweisen zur Diskussion von moralischen bzw. ethischen Problemstellungen.

Einheit 2: Digitale Ethik und verwandte Bereichsethiken

Zunächst wird digitale Ethik von ihren verwandten Bereichsethiken abgegrenzt. Hierbei wird ebenfalls auf die relevanten Kerninhalte von Maschinen- Technik, Computer-, Daten- und Informationsethik eingegangen. Studierende erhalten somit eine breite Basis für den Umgang mit Informationstechnischen moralischen Problemstellungen. Im Anschluss daran wird im Rahmen der digitalen Ethik sowohl der ‚gute‘ Umgang mit Technologien (organisatorischer und verhaltensorientierter Aspekt), als auch die ‚gute‘ Entwicklung von Technologien (informationstechnischer Aspekt) beleuchtet.

Einheit 3: Problemstellungen der digitalen Ethik

Es werden spezifische Problemstellungen der digitalen Ethik betrachtet und diskutiert, mit dem Ziel die Selbstreflexion zu fördern und vergleichbare oder darauf aufbauende Problemstellungen in der Praxis zu erkennen. Zunächst wird im Bereich künstliche Intelligenz der Themenkomplex algorithmische Gerechtigkeit und algorithmischer Bias besprochen. Danach wird das Thema Privatsphäre und Sicherheit beleuchtet. Darauf aufbauend wird auf informationelle Selbstbestimmung und geistiges Eigentum eingegangen. Die Lerneinheit schließt mit der Betrachtung von organisationalen Problemstellungen.

Modulstruktur

Struktur des Moduls 31481 Digitale Ethik. Die Abbildung gibt die Modulstruktur in Form eines Lernpfades wieder. Die digitale Ethik gliedert sich dabei in drei aufeinanderfolgende Bereiche. Das ist ein Bereich zu Grundlagen, einer zu digitale Ethiken und Bereichsethiken und einer zu Problemstellungen der Digitalen Ethik. Der Bereich Grundlagen umfasst die Themen Normative Ethik, Deskriptive Ethik, Metaethik, Angewandte Ethik und Einführung in das moralische und ethische Argumentieren. Der Bereich Digitale Ethiken beinhaltet Maschinen- und Technikethik, Daten- und Informationsethik, Umgang mit digitalen Technologien, Ethisches Systemdesign, Ethik und künstliche Intelligenz sowie Neurodiversität in Informationssystemen. Der letzte Bereich zu Bereichsethiken umfasst die Teile Privatssphäre und Sicherheit, Blockchaintechnologie als Lösung, Informationelle Selbstbestimmung, Organisationale Problemstellungen und als letztes Regulierungsbestrebungen. Foto: Michael Braun
Lehrstuhl Krönung | 07.01.2026