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Weiter|Bilden mit TikTok? Pädagogische Deutungen auf der 90. AEPF-Tagung in Bielefeld
[05.10.2026]
Foto: Julia SchützPädagogische Deutungen von TikTok, Weiterbildung und gesellschaftliche Kontexte: Das Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung blickt auf einen anregenden Austausch bei der 90. Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) zurück.
Vom 28. bis 30. September 2026 fand an der Universität Bielefeld die 90. Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) unter dem Rahmenthema „Wissen[schafft]t Ordnung?“ statt. Auch das Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung der FernUniversität in Hagen war mit einem Beitrag vertreten.
Unter dem Titel „Weiter|Bilden mit TikTok? Pädagogische Deutungen und Implikationen für Praxis und Politik“ stellten Dr. Mendina Scholte-Reh und Prof. Dr. Julia Schütz Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt #TikPaed vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie TikTok pädagogisch gedeutet wird und welche Konsequenzen sich daraus für pädagogisches Handeln und Professionalisierung ergeben.
Die Ergebnisse zeigen ambivalente Deutungen: TikTok werden Bildungs-, Informations- und Teilhabepotenziale zugeschrieben, zugleich werden Risiken und Plattformlogiken kritisch thematisiert. Für pädagogisches Handeln zeigen sich dabei unterschiedliche Orientierungen: Von Schutz und Begleitung über die Befähigung zu einer reflektierten Nutzung bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Plattform. Damit rücken auch Anforderungen an die Professionalisierung pädagogisch Tätiger und die Frage nach notwendigem Plattform- und Orientierungswissen in den Blick.
Der Beitrag war Teil des Symposiums „Empirische Weiterbildungsforschung im Kontext von Politik und Praxis“, das von Prof. Dr. Julia Schütz und Dr. Andreas Martin (DIE) geleitet wurde. Gemeinsam mit Beiträgen zu politischen Einflüssen auf lokale Weiterbildungsstrukturen und zu Wissenschafts-Praxis-Kooperationen in der Erwachsenenbildung wurde diskutiert, wie Weiterbildung in unterschiedliche gesellschaftliche, politische und strukturelle Kontexte eingebettet ist. Prof. Dr. Harm Kuper (Freie Universität Berlin) diskutierte die Beiträge des Symposiums und führte die unterschiedlichen Perspektiven auf empirische Weiterbildungsforschung zusammen.
Wir bedanken uns bei den Organisator*innen der AEPF-Tagung sowie bei allen Beteiligten für die anregenden Diskussionen und den fachlichen Austausch in Bielefeld.