Aktuelles

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Gesundheitswesen

[09.05.2023]

In Zeiten von Klimawandel und steigenden Gesund­heits­kosten muss auch das Gesund­heits­wesen nachhaltiger und effizienter werden. Durch die Digitalisierung ergibt sich dabei ein enormes Potenzial, die Nach­haltig­keit in der Ressourcen­nutzung, Daten­nutzung und der Therapie zu stärken. Zu diesem Thema fand an der FernUniversität in Hagen die Veranstaltung „Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Gesund­heits­wesen“ statt.


Stethoskop liegt auf Laptop-Tastatur mit eingeblendeten medizinischen Symbolen und Diagrammen ipopba_iStock-GettyImagesPlus
Die Veranstaltung ging zunächst dem Begriff der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen nach. Anhand von drei Beispielen aus Wissenschaft und Praxis wurden Lösungsansätze für eine nachhaltigere Zukunft im Gesundheitswesen aufgezeigt. Abschließend arbeitete eine Paneldiskussion mit den Expert:innen die gemeinsamen Chancen und Herausforderungen heraus.
 

Mitschnitt der Veranstaltung

Das „Megathema Nachhaltigkeit“ auch mit Blick auf die Digitalisierung zu betrachten – diesen Anspruch formulierte Prof. Dr. Till Winkler in seiner Begrüßung. Wie kann Digitalisierung das Gesundheitswesen nachhaltiger machen? Und wie lassen sich Digitalisierungsprozesse selbst nachhaltig gestalten?

 

Das deutsche Gesundheitswesen muss angesichts der Digitalisierung völlig neu ausgerichtet werden – dafür plädierte Prof. Dr. Jochen A. Werner. Er ist CEO der Universitätsmedizin Essen, Medical Influencer und Buchautor. In seinem Vortrag stellte er Möglichkeiten vor, die medizinische Versorgung menschlicher, besser und nachhaltiger zu machen.

 

Dr. Friderike Bruchmann sprach sich als Gründerin und CEO von XO Life dafür aus, mutiger und nachhaltiger mit digitalen Daten von Patient:innen umzugehen. Davon könnten Forschung und Innovation in Deutschland stark profitieren.

 

Über digitale Gesundheit in der Kreislaufwirtschaft sprach Hüseyin H. Keke von der Ruhr-Universität Bochum. Hinsichtlich der Digitalisierung warb er dafür, möglichst ganzheitlich zu denken. Dazu gehöre zum Beispiel auch panvoll mit dem Müll elektronischer Geräte umzugehen.

 

Wie funktioniert Therapie nachhaltig? Das erklärte Steffen Preuß, Gründer und Geschäftsführer von ichó systems. Sein Unternehmen entwickelt intelligente Therapiesysteme, die Menschen mit neurologischer Erkrankung helfen – etwa einen smarten Ball zur Selbstanwendung, der mit zahlreichen Sensoren ausgestattet ist.

 

Alle Fäden zusammen führte eine gemeinsame Paneldiskussion mit den Speakern. Die übergeordnete Frage: „Nachhaltigkeit in der Ressourcennutzung, Datennutzung und Therapie – wie kann die Digitalisierung das Gesundheitssystem stärken?“

ABD