Aktuelles
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Geschichtswoche 2026 mit 55 Veranstaltungen
Alle zwei Jahre lädt das Historische Institut der FernUniversität seine Studierenden zu fünf intensiven Tagen mit Vorträgen, Diskussionen, Begegnungen und Gesprächen auf den Hagener Campus ein. Die elfte Ausgabe der Geschichtswoche widmete sich dem Themenschwerpunkt „Körper“. Denn Körper sind keineswegs nur die biologischen Formen unserer Existenz, sondern haben auch eine Geschichte. Der historische Blick darauf, wie sie zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten gedeutet, geformt und erfahren wurden, zeigt, dass sich der Umgang mit ihnen immer wieder wandelt. Weitere Informationen
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Hagener Geschichtspreis 2026 vergeben
Den Hagener Geschichtspreis für die besten Abschlussarbeiten erhielten 2026 Maika Lapuschkin für ihre Bachelorarbeit „This Is My War Too! – Handlungsspielräume und Sichtbarkeit von Soldatinnen im Zweiten Weltkrieg am Beispiel der Sowjetunion und der USA“ und Hannes Schwarzendorfer für seine Masterarbeit „Die Bibliothek des Markus (Marx) Fugger (1529–1597). Versuch der Rekonstruktion einer frühneuzeitlichen Sammlung und exemplarische Analyse der theologischen Bestände“. Der Preis wurde vom Rotary Club Hagen gefördert, dessen Präsident Michael König an der Verleihung teilnahm. Weitere Informationen
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03.12.2026: Historischer Salon: Das Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne freut sich, die Inhaberin des Lehrstuhls für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Birgit Aschmann, zu einem Gespräch über ihr Buch „Die Deutschen und die Natur. Eine andere Geschichte des 19. Jahrhunderts“ begrüßen zu dürfen. Alle Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.
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Die Doktorandin und Lehrbeauftragte Sabine Hynek M.A. des Lehrgebiets Geschichte und Gegenwart Alteuropas ist Mitglied im neuen von der DFG bewilligten Netzwerk "Venezianische Konfluenzen"
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Das Lehrgebiet Public History der FernUniversität in Hagen richtete zusammen mit dem Pilecki Institut in Berlin die Veranstaltungsreihe "Mehrzahl Moderne: Eine Einführung in die verflochtenen Geschichten des östlichen Europas" aus. Die Videoaufzeichnungen der Veranstaltungen sind hier zu finden: https://www.fernuni-hagen.de/geschichte/lg4/aktuelles/news_0042.shtml
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Deutschlandfunk Podcast „Der Rest ist Geschichte“ zum Thema „Die Macht der Meerengen“
Soeben erschienen ist der neueste Deutschlandfunk Podcast "Der Rest ist Geschichte" zum Thema "Die Macht der Meerengen". Interviewpartner ist u.a. Prof. Dr. Jürgen G. Nagel.
Hier der Link zum Beitrag: https://www.deutschlandfunk.de/irankrieg-geografie-meerengen-geschichte-100.html -
FernUniversität bei Gesellschaft für Globalgeschichte erfolgreich vertreten...
Prof. Jürgen G. Nagel übernimmt den Vorsitz der Fachgesellschaft, Doktorandin Barbara Jordans erhält den Behaim-Preis für ihre Dissertation.
Hier der Link zum Artikel https://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2026/06/juergen-nagel-zum-vorsitzenden-gfgg-gewaehlt.shtml - Terra X History Podcast um Thema "Indischer Ozean"
Soeben erschienen ist der neueste Terra X History Podcast zum Thema "Indischer Ozean". Interviewpartner ist u.a. Prof. Dr. Jürgen G. Nagel.
Hier der Link zum Beitrag: https://terra-x-history-der-podcast.blogs.audiorella.com/93-die-geschichte-des-indischen-ozeans -
Podcast mit Prof. Dr. Sven Externbrink über Ludwigs XIV. und die Zerstörung der Kurpfalz:
Spotify: Ludwig XIV. und die Zerstörung der Kurpfalz
Youtube: Ludwig XIV. und die Zerstörung der Kurpfalz
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21. - 23.10.2026: Lyon
9th Lyon International Congress: "The Army, the Soldier and the Sea in the Roman World"
Vortrag von Dr. Konrad Stauner: Roman Military Fleets and Logistics from the Principate to the Late Roman Empire (end of the 1st Century BC to 6th Century AD)
Weitere Termine des Forschungscolloquiums des Historischen Instituts finden Sie hier.
In memoriam Lutz Niethammer, 26. Dezember 1939; † 29. Juli 2025
Foto: American Academy of Science and ArtsMit dem Tod von Lutz Niethammer am 29. Juli 2025 verliert die deutsche Geschichtswissenschaft eine prägende Persönlichkeit, deren Wirken auch an der FernUniversität bleibende Spuren hinterließ. Als Historiker, Hochschullehrer und intellektueller Impulsgeber gestaltete er die Zeitgeschichte in Deutschland über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mit. Sein Name steht für die Etablierung der Oral History als wissenschaftliche Methode und für die Verbindung von sozialgeschichtlicher Forschung mit biographischen Zugängen.
Bereits in den 1980er Jahren setzte Niethammer mit dem Projekt „Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet“ (LUSIR) von Hagen aus Maßstäbe für eine neue Dimension empirischer Arbeit. Es war das erste große Oral-History-Projekt an einer bundesdeutschen Universität und wurde zum Ausgangspunkt für eine neue Form der Geschichtsschreibung „von unten“. Bis heute wirkt dieses Projekt über Nordrhein-Westfalen hinaus nach – methodisch, institutionell und inhaltlich.
Von 1982 bis 1989 war Niethammer Professor für Neuere Geschichte an der FernUniversität in Hagen, wo er entscheidend zur Etablierung des Fachs Geschichte beitrug. Er war gemeinsam mit Alexander von Plato Mitbegründer des Instituts für Geschichte und Biographie, das unter seiner Mitwirkung zu einem Zentrum der Oral History wurde. Kolleg:innen wie Almut Leh fanden in ihm einen Mentor, der ihre Arbeit bestärkte und förderte. Auch die Gründung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) geht auf Niethammers Initiative zurück. Als dessen erster Direktor schuf er von 1989 bis 1993 eine interdisziplinäre Plattform, die bis heute überregionale Impulse gibt.
In den späten 1990er Jahren beriet Niethammer die Bundesregierung bei den internationalen Verhandlungen zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter. Er war maßgeblich an der Konzeption der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ beteiligt und begleitete deren Arbeit über Jahre hinweg mit kritischer Loyalität. Sein Essay im Abschlussbericht der Stiftung zeugt von seinem historischen Gespür und seinem moralischen Kompass, der fehlen wird.
1993 folgte Niethammer einem Ruf an die Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte. In einer Zeit des Umbruchs prägte er das Historische Institut und machte Jena zu einem Zentrum der erfahrungsgeschichtlichen Forschung. Besonders wichtig war ihm die Förderung ostdeutscher Nachwuchswissenschaftler:innen, was Ausdruck seines Verständnisses von historischer Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung war.
Lutz Niethammer war ein akademischer Macher, der nie die Neugier an der Gegenwart der Vergangenheit verlor. Seine intellektuelle Offenheit, sein Gespür für den richtigen Moment und seine Fähigkeit, tragende Strukturen zu schaffen, hinterlassen bleibende Spuren – in Hagen, Essen, Jena und weit darüber hinaus. Sein Wirken lebt im Institut für Geschichte und Biographie fort, in den Erinnerungen seiner Kolleg:innen und Schüler:innen, und in einer Geschichtswissenschaft, die dank ihm gelernt hat, zuzuhören.
Stimmen zum Wirken von Lutz Niethammer
„Lutz Niethammer wird uns fehlen. Er hinterlässt ein bedeutendes Erbe, das die Jenaer Geschichtswissenschaft weiterhin prägen wird.“ – Jörg Ganzenmüller, Friedrich-Schiller-Universität Jena
„Die so entstehende Intensität war Inspiration und Herausforderung zugleich, zumal für uns Jüngere.“ – Imre Kertész Kolleg Jena
„Mit Lutz Niethammer verlieren wir einen unserer wichtigsten Impulsgeber. Er zeigte uns Wege auf, die wir in seinem Sinne weiter gehen werden.“ – Jens-Christian Wagner, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
„Ein weit gespannter und unorthodoxer Gelehrter, dem die Zeitgeschichte viel zu verdanken hat.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung