Seminar

Thema:
Critical Race Theory (hybrid, Berlin)
Veranstaltungstyp:
hybrid
Semester:
Sommersemester 2026
Zielgruppe:
BA KuWi: Modul 25401/P1; Modul 25404/P4; MA Phil: Modul 26401/I; Modul 26403/III; Modul 26407/VII; AT Phil; Interessierte
Ort:
Berlin / hybrid
Adresse:
Campus Berlin
Campus Berlin
Neues Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin

Termin:
15.05.2026 bis
17.05.2026
Zeitraum:
Freitag 15.05.2026: 17-19 Uhr

Samstag 16.05.2026: 10-18 Uhr

Sonntag 17.05.2026: 10-12 Uhr

Seminarleitung:
Dr. Charlotte Baumann
Anmeldefrist:
vom 08.03.2026 bis zum 08.05.2026
Anmeldung:
Hinweis:
Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Critical Race Theory im engen Sinne wurde in den 1970er Jahren insbesondere an der Harvard Law School entwickelt. Im weiten Sinne umfasst Critical Race Theory, aber nicht nur rechtswissenschaftliche Diskussionen, sondern unterschiedliche Reflektionen über Rassismus, Wissen, gesellschaftliche Strukturen, Ausbeutung und Macht. Um dieses große Themenfeld in einem Wochenende behandeln zu können, werden wir uns auf Texte konzentrieren, die eine Kritik am (amerikanischen) “Liberalismus” in verschiedener Weise implizieren oder ausbuchstabieren. Der Begriff “Liberalismus” bezieht sich in diesem Kontext auf die politische und rechtliche Ordnung US-Amerikas bzw. was als ihre Grundprinzipien verstanden werden (also, unter anderem: Chancengleichheit -als Legitimationsgrundlage für Verteilungsungleichheit, Individualismus und individuelle Freiheit, Bürgerrechte, politische Gleichheit, Fokus auf Privateigentum und formale Rechte).
 
Um einen ersten Eindruck zu bekommen warum solche liberalen Grundwerte problematisch sein könnten, will ich kurz ein paar verbreitete, "liberale" Grundannahmen nennen: für jeden ist gleichermaßen der soziale Aufstieg durch Bildung und harte Arbeit möglich, (rassistische) Unterschiede und Erfahrungen sind unwichtig (colour-blindness/race-neutrality), alle können von einem objektiven Standpunkt aus Ungerechtigkeiten gleich gut erkennen (vs stanpoint epistemology/multiple consciousness), Wettbewerb ist ein faires Prinzip, die gegenwärtige, soziale Ordnung der USA ist im Grunde gerecht für alle, Kolonialismus und Rassismus sind kein konstitutiver und struktureller Teil des amerikanischen bzw. globalen Gesellschaftssystems (vs racial contract, racial capitalism), Freiheit, Selbstbestimmung und andere moderne Werte meinen alle Menschen und stehen allen gleichermaßen zur Verfügung (vs Whiteness and Modernity), zur Verbesserung der Gesellschaft gilt es primär Gleichheit für alle zu garantieren und anstatt Diskriminierung(en) entgegenzuwirken (vs affirmative action, vs intersectionality) etc.
 
Es wird uns nicht darum gehen, den zugrunde liegenden, weiten Liberalismus-Begriff zu kritisieren. Vielmehr dient uns dieser als Folie für unser Verständnis der Critical Race Theory im weiteren Sinne. Wir werden also fragen, warum und inwiefern Annahmen und Sozialordnungen, die als ‘liberal’ gelten, für Rassismustheoretiker problematisch sind.
 
Literaturangaben, Moodle-Link und Zeitplan folgen in Kürze.
 

Online-Anmeldung

Bitte füllen Sie das Formular vollständig aus. (Wenn Sie eine verschlüsselte Übertragung der Daten wünschen, wählen Sie in der Adresszeile Ihres Browsers „https://“ statt „http://“ und laden Sie diese Seite neu.) Eine Bestätigung über Ihre Teilnahme senden wir in den nächsten Tagen an Ihre E-Mail-Adresse.

Ich melde mich für: Seminar Critical Race Theory (hybrid, Berlin) (15.05.2026 bis 17.05.2026 in Berlin / hybrid) verbindlich an.

Ich studiere im Studienabschnitt
Kontaktinformationen
Frau Herr ohne
/
:
Tanja Moll | 10.03.2026