Hybridveranstaltung

Thema:
Kleine Staaten in den internationalen Beziehungen
Semester:
Sommersemester 2026
Zielgruppe:
BA PVS: Modul 25504/P1; Modul 25506/P3;
Ort:
Hybrid
Adresse:
Campus Frankfurt/Main
Termin:
13.05.2026 bis
26.09.2026
Zeitraum:
13.05.26 (18 Uhr, Online);
17.06.26 (18 Uhr, Online);
24.06.26 (18 Uhr, Online);
26.09.26 (11 Uhr, Campusstandort Frankfurt am Main)
Leitung:
M.A. Niklas Lehrke
Hinweis:
Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Die liberal-institutionalistische Weltordnung befindet sich im Umbruch. Diese Erkenntnis beschäftigt unlängst auch die Disziplin, welche sich ihrem Studium widmet, die Internationalen Beziehungen. Dabei liegt der Fokus, medial wie wissenschaftlich, häufig auf den ihre geoökonomischen Interessen immer unverhohlener vertretenden Großmächten und der zunehmenden Konkurrenz zwischen diesen. Doch wie verhalten sich die zahlreichen kleinen Staaten, die ihre außenpolitischen Strategien diesen volatilen Bedingungen anpassen müssen, von denen sie häufig unmittelbar betroffen sind? Wie definiert man dabei kleine Staaten, relational oder entlang fester Maßstäbe? Und lassen sich kleine Staaten konzeptionell einheitlich fassen, oder ist diese Kategorie nicht ohnehin viel zu heterogen, um generalisierbare Aussagen zu den kleinen Staaten treffen zu können? Solchen und weiteren Fragen geht das Seminar nach.

Dabei wird der Forschungsgegenstand aus zwei verschiedenen theoretischen Perspektiven beleuchtet, einer rationalistischen und einer konstruktivistischen. Damit wird einerseits der Bezug zu den in den Modulen P1 und P3 vermittelten paradigmatischen Theorien der Internationalen Beziehungen hergestellt. Gleichzeitig wird auch deutlich, dass diese meist mit einem erkennbaren Fokus auf große, das internationale System prägende Staaten formuliert wurden. Die im Feld der Internationalen Beziehungen entwickelte Disziplin der Small State Studies greift dieses Defizit auf und modifiziert etwa neorealistische, liberal-institutionalistische oder konstruktivistische Annahmen dahingehend, dass sie den Handlungsbedingungen kleiner Staaten gerechter werden. So theoretisch fundiert betrachtet das Seminar kleine Staaten schließlich in verschiedenen Themenfelder internationaler Politik, etwa im Bereich der Sicherheitspolitik, globaler Umweltpolitik oder der Diffusion von Normen und Policies.

Nicole Pferdekamp | 20.04.2026