Privatdozent Dr. Elmar Reucher

PD Dr. Elmar Reucher

E-Mail: elmar.reucher

Telefon: +49 711 8926-2511

Sprechzeiten: Donnerstags 08:30 Uhr – 09:30 Uhr, und nach Vereinbarung

Herzlich willkommen auf meiner Internetseite!

Unter der Rubrik „Lehre“ finden Sie nähere Informationen zu Abschlussarbeiten, die von mir betreut werden können. Das Betreuungsangebot umfasst Themen aus dem Bereich des Operations Research und der Wirtschaftsmathematik. Sie finden zu jedem Thema eine Kurzbeschreibung mit Einstiegsliteratur. Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass Sie einen eigenen Themenvorschlag präsentieren, der dann in Absprache mit mir ggfs. auch bearbeitet werden kann.

So wünsche ich Ihnen viel Freude beim „Stöbern“ meiner Internetseiten und würde mich freuen, wenn mein Lehrangebot bei Ihnen auf Interesse stößt.

Zur Person

Kurzbiografie

Beruflicher Werdegang
Seit 08/2012 Leiter des Studienbereichs Wirtschaft & IT an der PHWT
Seit 04/2011 Professur für Quantitative Methoden an der Privaten Fachhochschule Vechta (PHWT) im Studienbereich Wirtschaft und IT
04/2010-03/2011 Vertretungsprofessur am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Quantitative Methoden und Wirtschaftsmathematik, FernUniversität in Hagen
10/2009-09/2010 Dozent an der Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM) am Standort Düsseldorf für den Kurs Riskmanagement
03/2009-04/2009 Kurzzeitdozentur an der Universidade Federal de Santa Catarina (UFSC), Florianopolis, Brasilien
03/2009-04/2010 Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Operations Research, FernUniversität in Hagen
01/2009 Verleihung der venia legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre
06/2008-03/2009 Akademischer Rat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Operations Research, FernUniversität in Hagen
06/2008 Einreichung der Habilitationsschrift an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität in Hagen
mit dem Titel Information und Wissen im Spannungsfeld von Informationstheorie und Betriebswirtschaftslehre
1. Gutachter: Prof. Dr. Wilhelm Rödder
2. Gutachter: Prof. Dr. Ulrike Baumöl
10/2006-10/2007 Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig für Fächer des Hauptstudiums im Diplomstudiengang Wirtschaftsinformatik
09/2004-03/2011 Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) am Standort Hagen für den Kurs Quantitative Methoden: Mathematik und Statistik
06/2002 Promotion zum Dr. rer. pol. mit dem Thema Modellbildung bei Unsicherheit und Ungewissheit in konditionalen Strukturen
1. Gutachter: Prof. Dr. Wilhelm Rödder
2. Gutachter: Prof. Dr. Günter Fandel
01/1997-06/2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Operations Research, FernUniversität in Hagen
04/1996 - 12/1996 Wissenschaftliche Hilfskraft an diesem Lehrstuhl
03/1993 - 07/1997 Studentische Hilfskraft im Supportzentrum der Firma Hewlett-Packard in Ratingen
Studium
10/1987 - 03/1995 Studium der Mathematik als Hauptfach an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf
10/1987 - 09/1992 Studium der Wirtschaftswissenschaften als Nebenfach an der FernUniversität in Hagen
Abschluss Diplom-Mathematiker
Thema der Diplomarbeit Verallgemeinertes Newton-Verfahren zum Lösen gewöhnlicher nichtlinearer Randwertprobleme
1. Gutachter: Prof. Dr. Walter Petry
2. Gutachter: Prof. Dr. Kristian Witsch

Lehre

Übersicht der Abschlussarbeiten

1. Problemlösung mittels stochastischer Simulation

Kurzbeschreibung

Die Simulation ist neben der linearen/kombinatorischen Optimierung und der Netzplantechnik eine weitere Methode zur Lösung von Entscheidungsproblemen. In der Realität liegen oftmals Probleme vor, die durch eine derartig komplexe Struktur gekennzeichnet sind, die es unmöglich macht, das Problem durch ein exaktes mathematisches Verfahren zu lösen. In solchen Fällen kommt das zielgerichtete Experimentieren an Modellen, die Simulation ins Spiel. Ein stochastisches Simulationsmodell liegt vor, wenn dynamische Prozesse mit gegenseitigen Abhängigkeiten und unscharfen Ausgangsdaten vorliegen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Simulation von Wartezeiten an Kaufhauskassen.

Aufgabe der/des Kandidatin/en ist es, ein praxisrelevantes Entscheidungsproblem - gerne auch aus dem beruflichen Umfeld - ein stochastisches Modell mittels Simulation zu lösen. Die mit einzelnen Läufen erzielten Ergebnisse sind dann zu vergleichen und zu interpretieren. Die Programmierung eines solchen Verfahrens ist nicht zwingend erforderlich, kann auch ein frei wählbares Softwareprogramm eingesetzt werden. Sofern es der Umfang der Arbeit zulässt, ist abschließend ein Überblick über verfügbare Simulationssoftwareprogramme zu geben.

Einstiegsliteratur

  • Runzheimer B.: Operations Research, Gabler Verlag, 1999.
  • Reucher, E.: Stochastische Simulation –Techniken und Anwendungen, Kurs 00859 der FernUniversität in Hagen, 2008.

2. Fehlersuche mit probabilistischen Modellen

Kurzbeschreibung

Störungssucher (engl. Troubleshooter) sind Problemlöser, die zur Identifizierung und zur Behebung von Fehlern in einem aus mehreren Einzelkomponenten bestehenden Gesamtsystem eingesetzt werden. Ziel ist es dabei, durch eine zielgerichtete Strategie die fehlerhaften Komponenten zu ermitteln. Da Prognosen über Störungen in einem Gesamtsystem zumeist mit Unsicherheit behaftet sind, bedarf es einer auf probabilistischen Modellen basierenden Fehlersuche. Eine Methode zum Aufbau probabilistischer Modelle ist die mittels Bayes-Netze, was professionell in der Programmsoftware HUGIN umgesetzt ist. In dieser Arbeit ist auf Basis unten genannter Einstiegsliteratur der Aufbau eines Troubleshooters mittels Bayes-Netzen darzustellen, und es an einem selbstgewählten Fehlerdiagnosemodell zu zeigen, wie damit ein effizientes “Troubleshooting“ umgesetzt wird.

Einstiegsliteratur:

  • Heckerman, D., Breese, J. S., Rommelse, K.: Troubleshooting under Uncertainty, Technical Report, Microsoft Research, Jan. 1994
  • Jensen, F.: Bayesian Networks and Decision Graphs, Springer, New York, Berlin, 2002.
  • HUGIN: http://www.hugin.com

3. Effizienzanalysen von Wirtschaftseinheiten mittels Data-Envelopment-Analyse (DEA)

Kurzbeschreibung

Die Data Envelopment Analyse (DEA) wurde von Charnes, Cooper und Rhodes entwickelt. Sie ist ein mathematisches Instrument zur Messung der Effizienz von Produktionseinheiten -Decision Making Units (DMUs)- auf Basis von beobachteten Input- Outputdaten. Dabei werden für jede DMU durch die Lösung einer (nicht)linearen Optimierungsaufgabe Gewichte für die Input- und Outputdaten gesucht, woraus sich dann die Effizienz für jede DMU berechnet wird. Mittlerweile hält die Literatur verschiedene DEA-Modelle bereit. Je nach Aufgabe der Kandidatin/des Kandidaten ist es, zunächst kurz die theoretischen Grundlagen für ein ausgewähltes Modell zu erläutern und dieses dann auf ein selbst gewähltes Beispiel mit realem Bezug anzuwenden. Abschließend sind die Ergebnisse ökonomisch zu interpretieren.

Einstiegsliteratur :

  • Cooper, W., W., Seiford, L. M., Tone, K.: Data Envelopment Analysis - A Comprehensive Text with Models, Applications, References and DEA-Solver Software, Kluwer Academic Publishers, Boston, (2000).
  • Reucher et al. Unternehmensranking mittels Kreuzeffizienzen – Eine DEA-Anwendung für einen Halbleiterkonzern –, Zeitschrift für Betriebswirtshcft (ZfB), 78, 289-306, (2008).

4. Risikomanagement: Ausgewählte Methoden und ihr Einsatz in der Praxis

Kurzbeschreibung

In der betriebswirtschaftlichen Literatur findet man eine Vielzahl von Publikationen zum Thema Risikomanagement, das in Wirtschaftsunternehmen in jüngerer Zeit aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wurden früher qualitative und intuitive Verfahren primär zur Messung von Risiken eingesetzt, so finden in heutiger Zeit verstärkt quantitative Methoden Interesse für ihren Einsatz in der Praxis. Ein im Bereich des Finanzwesens weit verbreitetes Instrument ist beispielsweise der Value at Risk (VaR). In dieser Arbeit ist zunächst eine systematische Darstellung über verschiedene Problemfelder des Risikomanagements zu geben und sind für ausgewählte Anwendungsbereiche geeignete quantitative Methoden vorzustellen. An Beispielen ist das Ganze zu illustrieren und kritisch zu werten.

Einstiegsliteratur:

  • Deutsche Gesellschaft für Risikomanagement e.V.: Risikoaggregation in der Praxis - Beispiele und Verfahren aus dem Risikomanagement von Unternehmen, Springer, Berlin, Heidelberg, (2008).

5. Ausgewählte Modelle zur Effizienzbewertung mittels Data Envelopment Analyse (DEA)

Kurzbeschreibung

Die Data Envelopment Analyse (DEA) wurde von Charnes, Cooper und Rhodes entwickelt. Sie ist ein mathematisches Instrument zur Messung der relativen Effizienz von Wirtschaftseinheiten auf Basis beobachteter Input- und Outputdaten. Dabei werden für jede Wirtschaftseinheit durch Lösung einer (nicht)linearen Optimierungsaufgabe Gewichte für die Input- und Outputdaten bestimmt, woraus sich dann die Effizienz für jede DMU berechnet. Aufbauend auf diesem von Charnes, Cooper und Rhodes entwickelten ersten Modell wurden weitere Modelle entwickelt, die das Leistungspotenzial der DEA mehr ausschöpften.

Aufgabe in dieser Arbeit ist es, einen kompakten Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklungen zur DEA zu geben und (neuere) Modelle auf ein selbst gewähltes Beispiel mit realem Bezug anzuwenden. Abschließend sind die Ergebnisse ökonomisch zu interpretieren.

Einstiegsliteratur

  • Cooper, W., W., Seiford, L. M., Tone, K.: Data Envelopment Analysis - A Comprehensive Text with Models, Applications, References and DEA-Solver Software, Kluwer Academic Publishers, Boston, (2000).
  • Banker, R. D., Cooper, W. W, Seiford, L. M., Thrall, R. M. und Zhu, J.: Returns to scale in different dea models. European Journal of Operational Research, 154:345-362, 2004.

6. Die Bewertung von Wirtschaftseinheiten mittels Kreuzeffizienzen

Kurzbeschreibung

In der mikroökonomischen Theorie gibt die Produktionsfunktion die technisch und organisatorisch effiziente Transformation von Inputs zu Outputs wieder, eine Ermittlung dieser Produktionsfunktion erweist sich in der Empirie jedoch als schwierig. Die Data Envelopment Analysis (DEA) liefert einen wesentlichen Beitrag insofern, als sie aus gegebenen Input- und Outputkombinationen gleichermaßen die unbekannte Produktionsfunktion approximiert und die unbekannte Menge der für die Unternehmen verfügbaren Technologien durch die Beobachtungen aufspannt, woraus dann die relativen (In-)Effizienz von Wirtschaftseinheiten einer Branche geschätzt werden kann. Eine mögliche Erweiterung dieser Vorgehensweise ist die Betrachtung sogenannter Kreuzeffizienzen. Die Bewertung von Wirtschaftseinheiten hängt dann maßgeblich von der der Bewertung zugrundeliegenden Philosophie bei der Auswertung dieser Matrix ab. In dieser Arbeit ist aufzuzeigen, welches Leistungspotenzial in der Auswertung von Kreuzeffizienzen unter verschiedenen Bewertungsprinzipien steckt und welche Handlungsempfehlungen zur Effizienzsteigerung von nicht effizienten Wirtschaftseinheiten daraus ableitbar sind.

Einstiegsliteratur

  • Doyle J., Green, R. (1994): Efficiency and Cross-efficiency in DEA, Journal of the Operational Research Society, Vol. 45(5), S. 567-578.
  • Reucher, E.; Rödder, W.; Lo, M.Ch.; Kopittke, B.H.: Unternehmensranking mittels Kreuzeffizienzen - Eine DEA-Anwendung für einen Halbleiterkonzern, Zeitschrift für Betriebswirtschaft / ZfB, 78-3 (2008) 289-306.

7. Tabu-Search – eine praktische Anwendung

Kurzbeschreibung

Zu den sogenannten Nachbarschafts-Suchverfahren zählt das Verfahren Tabu-Search, das zur Lösung von Optimierungsproblemen einsetzbar ist. Hierbei werden iterativ von einer Ausgangslösung Nachbarlösungen aus einer zuvor definierten Nachbarschaftsstruktur erzeugt, aus denen im nächsten Schritt unter Berücksichtigung einer Zielfunktion eine neue Ausgangslösung ausgewählt wird. Parallel dazu werden Tabu-Listen zur Vermeidung von Zyklen angelegt. Praktische Anwendungen des Verfahrens finden sich beispielsweise auch in der Telekommunikation, zur Ermittlung einer Verteilung von Telefonanrufen in einem Telefonnetz ohne Überschreitung der Leitungskapazitäten und Maximierung des Gesamtprofits.
Aufgabe der/des Diplomandin/en ist es, das Verfahren Tabu-Search für eine konkrete praktische Anwendung einzusetzen, so dass dieses Thema vorrangig für Kandidaten konzipiert ist, die eine Möglichkeit eines praktischen Einsatzes des Verfahrens vielleicht durch ihr berufliches Umfeld sehen.

Einstiegsliteratur

  • Rödder, W.; Reidmacher, H.P.: Optimierung mit intelligenten Strategien, Kurs 00857 der FernUniversität Hagen, 1995.
  • Nissen, V.: Einführung in evolutionäre Algorithmen, Vieweg, Braunschweig, 1997.

8. Die Verarbeitung von Information als eine Aufgabe des Informationsmanagements

Kurzbeschreibung

Der Erwerb von und der Zugriff auf Information ist ein wichtiger Produktivfaktor für den Unternehmer. Er ist nur dann konkurrenzfähig, wenn er stets über einen aktuellen und ausreichenden Informationsstand verfügt, um auf Veränderungen von Umweltsituationen zeitnah agieren zu können. Eine Aufgabe des Informationsmanagements ist es, einen im Hinblick auf das Unternehmensziel bestmöglichen Zugriff auf das "Gut" Information zu haben und es richtig einzusetzen. Dazu gehören im Einzelnen auch Systeme aus den Bereichen “Decision Support“ und “Data Warehouse“.

Aufgabe der Kandidatin/des Kandidaten ist es, die Systeme zu beschreiben und schwerpunktmäßig herauszuarbeiten, welche Art von Informationen dort verarbeitet werden können. Insbesondere soll darauf eingegangen werden, wie die Verarbeitung unsicherer Information erfolgt.

Einstiegsliteratur

  • Krcmar, H.: Informationsmanagement, Springer, Berlin, Heidelberg, 2005 (4. Auflage).

9. Die Modellierung und Lösung eines Entscheidungsproblems mit SPIRIT

Kurzbeschreibung

SPIRIT ist eine probabilistische Expertensystem-Shell, die es gestattet, unsicheres Wissen in einer der menschlichen Denkweise eng angepassten Form zu formulieren. Die Wissensbasis wird durch Regeln der Form Wenn A dann B mit Wahrscheinlichkeit [x] aufgebaut. Fehlendes Wissen wird dabei durch Anwendung des Entropieprinzip informationstreu bestimmt, was garantiert, dass nur die in der Wissensbasis formulierten Abhängigkeiten zwischen den Modellvariablen verarbeitet werden und keine weiteren.

Aufgabe der/des Kandidatin/en ist es, nach einer kurzen(!) Einführung in die Theorie der entropieoptimalen Wissensverarbeitung ein Entscheidungsproblem in SPIRIT zu modellieren und zu lösen. Wünschenswert wäre bei der Bearbeitung des Themas die Möglichkeit des Zugriffs auf reale Daten (vielleicht aus dem beruflichen Umfeld) des Kandidaten/der Kandidatin, aus denen eine Wissensbasis in SPIRIT erzeugt wird. Das Thema ist vorrangig für Studierende im Aufbaustudium gedacht.

Einstiegsliteratur

  • Rödder, W. et al.: Wissensbasiertes Entscheiden, Kurs 00840 der FernUniversität in Hagen, 2008.
  • Weiterführende Literatur sowie eine uneingeschränkt lauffähige Version von SPIRIT sind im Internet zu finden unter: http://www.xspirit.de.

Forschung

Schwerpunkte

Einen Forschungsschwerpunkt nimmt die probabilistische Wissensverarbeitung ein, die dem aus der Informationstheorie bekannten und axiomatisch fundierten Prinzip Maximaler Entropie folgt. Dabei stehen insbesondere die Modellierung und die Lösung von Entscheidungsproblemen unter partieller Ungewissheit im Fokus des Interesses. Hierzu wurden wichtige Beiträge zur Entwicklung der Expertensystem-Shell SPIRIT (http//www.xspirit.de) geleistet. Damit ist es möglich, sowohl das in einem probabilistischen Modell generierte Wissen, als auch die einem solchen Modell zufließenden Informationsmengen präzise zu messen. Konkrete Anwendungen für ein zeitgemäßes Informations- Wissensmanagement umfassen die aktuellen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet.

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt in der Effizienzmessung von Wirtschaftseinheiten (sogenannte Decision Making Units, kurz DMUs) mittels der Methode Data Envelopment Analysis (DEA). Wirtschaftseinheiten können dabei beispielsweise produzierende Unternehmen, Dienstleister oder Projekte sein. Insbesondere lassen sich mit der DEA auch sogenannte non-profit-Unternehmen auf Basis beobachteter In- und Outputfaktoren hinsichtlich ihrer relativen (In)Effizienzen bewerten. Dabei werden für jede DMU über die Lösung einer (nicht)linearen Optimierungsaufgabe Gewichte für die Input- und Outputdaten gesucht, woraus dann die Effizienz unter konstanten oder variablen Skalenerträge für jede DMU berechenbar ist. Die Stärke der DEA liegt im Aufspüren von ineffizienten Einheiten und der Ableitung von entsprechenden Handlungsempfehlungen zur Effizienzsteigerung, was sie zu einem nützlichen Instrument für den Unternehmer macht. Neuere Entwicklungen schöpfen die Leistungsstärke der DEA weiter aus, in dem sie sich nicht nur auf Eigenbewertungen (self-appraisal) beschränken, sondern auch Verbesserungspotentiale anhand von Fremdbewertungen (Peer-Bewertung) mittels sogenannter Kreuzeffizienzen identifizieren.

Publikationen

Übersicht der Publikationen

Monographien

  • Reucher, E.: Information und Wissen im Spannungsfeld von Informationstheorie und Betriebswirtschaftslehre, Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M., (2009).
  • Reucher, E.: Modellbildung bei Unsicherheit und Ungewissheit in konditionalen Strukturen, Logos Verlag, Berlin, (2002).

Begutachtete Beiträge in Fachzeitschriften

  • Rödder, W., Reucher, E.:Advanced X-efficiencies for CCR- and BCC-models – towards Peer-based DEA controlling,European Journal of Operational Research (EJOR), 219, (2012), 467-476.
  • Rödder, W., Reucher, E.:Konsensuale Effizienzbewertung und -verbesserung mittels DEA, -Output- vs.Inputorientierung-, Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB), 81(11), (2011), 1257-1274.
  • Rödder, W., Reucher, E.: A Consensual Peer-based DEA-Model with Optimized Cross-Efficiencies - Input Allocation instead of Radial Reduction, European Journal of Operational Research (EJOR), (accepted), http://dx.doi.org/10.1016/j.ejor.2011.01.035.
  • Mazzoni, T., Reucher, E.: Quasi-Continuous Maximum Entropy Distribution Approximation with Kernel Density, International Journal of Information and Decision Sciences (IJIDS), Inderscience Publishers, (forthcoming in 2011).
  • Reucher, E. et. al.: Unternehmensranking mittels Kreuzeffizienzen - Eine DEA-Anwendung für einen Halbleiterkonzern, Zeitschrift für Betriebswirtschaftslehre (ZfB), 78,(3), (2008), 289-306.
  • Reucher, E., Balke, J.: Effizienzbewertung öffentlicher Institutionen - Eine Anwendung der Data Envelopment Analysis bei Forschungseinheiten der Fraunhofer-Gesellschaft, Zeitschrift für Führung und Organisation (ZfO), (5/2007), 293-301.
  • Rödder, W., Reucher, E., Kulmann, F.: Features of the Expert-System-Shell SPIRIT, Logical Journal of the IGPL, Oxford University Press, (2006), 483-500.
  • Reucher, E.: Der Geldwert von Information am Beispiel des Konsumentenkreditgeschäfts, Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis (BFuP), (1/2006), 194-207.
  • Kulmann, F.; Reucher, E.: Computergestützte Bonitätsprüfung bei Banken und Handel, Die Betriebswirtschaft (DBW), 60, (2000), 113-122.

Begutachtete Beiträge in Proceedingsbänden

  • Rödder, W., Reucher, E., Kulmann, F.: Where We Stand at Probabilistic Reasoning, Position Paper, 6th International Conference on Informatics in Control, Automation and Robotics - ICINCO 2009, Mailand, (2009), 394-397.
  • Reucher, E., Rödder, W., Gartner, I.: Rationalität und Wert von Information - eine systemgesteuerte Analyse, in Proc.: Intelligente Systeme zur Entscheidungsfindung, (Hrsg.: Mönch, L., Pankratz, G.), Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI), München, (2008), 205-220.
  • Rödder, W., Reucher, E.: From Syntactical to Semantical and Expedient Information - a Survey, in Proc.: Knowledge Processing and Remaining Uncertainty, (Hrsg. Beierle, C., Kern-Isberner, G.), Workshop at the 30th Annual German Conf. on Artificial Intelligence, KI-2007, Osnabrück, (2007), 1-14.
  • Reucher, E., Kulmann, F.: Probabilistic Knowledge Processing and Remaining Uncertainty, Proc. 20th International FLAIRS Conference - FLAIRS-20, Florida, Key West, (2007), 122-127.
  • Reucher, E. Discovery of Answers' Uncertainty in Conditional Structures, Proc. Poster Sessions, Information Processing and Management of Uncertainty in Knowledge-Based Systems - IPMU 2006, Paris, (2006), 9-13.
  • Reucher, E.: Rödder, W.: A fuzzy DEA approach- Ranking production units in Taiwanese semiconductor industry, Proc. Symposium Operations Research 2004, Tilburg (2005), 393-399.
  • Rödder, W., Reucher, E., Kulmann, F.: Features of the Expert-System-Shell SPIRIT, Proc. Workshop CII'04, colocated with KI-2004, Ulm (2004), 61-75.
  • Reucher, E.: Rödder, W.: Zeitformen in einer probabilistischen Konditionallogik, Proc. Symposium Operations Research 2003, Heidelberg (2004), 419-426.
  • Reucher, E.; Rödder, W.: Wissensrevision in einer MaxEnt/MinREnt-Umgebung, Proc. Symposium Operations Research 2002, Klagenfurt (2003), 505-511.
  • Reucher, E.; Rödder, W.: Relevanz von Informationen in konditionalen Entscheidungsmodellen, Proc. Symposium Operations Research 2001, Duisburg (2002), 379-386.
  • Reucher, E.; Rödder, W.: Modellierung von Entscheidungsproblemen unter Verwendung probabilistischer Konditionale, Proc. Symposium Operations Research 2000, Dresden (2001), 254-259.
  • Rödder, W.; Reucher, E.: Bewertung von partiellen Wahrscheinlichkeitsinformationen bei entropieoptimaler Wissensverarbeitung, Proc. Symposium Operations Research 1999, Magdeburg (2000), 267-273.

Weitere Beiträge

  • Reucher, E.: Der virtuelle Peer - Konsensuale Effizienzbewertung mittels DEA -, Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 456, (2010).
  • Reucher, E., Rödder, W.: Konsensuale Effizienzbewertung und -verbesserung mittels DEA - Output vs. Inputorientierung -, Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 454, (2010).
  • Reucher, E., Sartorius, F.: Europäische Gesundheitssysteme im Vergleich Effizienzmessungen von Akutkrankenhäusern mit DEA, Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 450, (2010).
  • Rödder, W., Reucher, E.: Konsensuale Effizienzbewertung und -verbesserung: Untersuchungen mittels der Data Envelopment Analysis (DEA), Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 443, (2009).
  • Reucher, E.: Die Bewertung von Information im Spannungsfeld zwischen der Informationstheorie und der Betriebswirtschaftslehre, Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 385, (2006).
  • Rödder, W., Reucher, E.: Vom menschlichen zum virtuellen Entscheider - ein Ansatz zur informationstheoretischen Leistungsbewertung, in: Zeitgemäßes Personalmanagement - Erfolgreiche Bereitstellung und Nutzung von Personalvermögen, (Hrsg.: Mroß, M., Thielmann-Holzmayer), DUV, (2005), 287-307.
  • Rödder, W.; Reucher, E.: Wissen und Folgern aus relevanter Information, Diskussionsbeitrag der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, FernUniversität in Hagen, 301, (2001).
  • Runde, C.; Mersinger, M.; Reucher, E.: Operations Research versus Simulation - Optimierung von Anlagenkapazität und Auftragseinlastung, wt Werkstattstechnik, 91-6, (2001), 345-348.

Vorträge - ein Auszug

  • Information und Wissen: Die Ressourcen des 21. Jahrhundert!?, Diepholzer Kolloquium (2013).
  • Vergleichende Effizienzmessungen europäischer Gesundheitssysteme, Jahrestagung der GOR in München, (2010).
  • Information Processing under MaxEnt and Remaining Uncertainty, Int. Conf. on Information Processing and Management of Uncertainty in Knowledge-Based Systems (IMPU), Dortmund, (2010).
  • Rationalität und Wert von Information - eine systemgesteuerte Analyse, Teilkonferenz Intelligente Systeme zur Entscheidungsfindung im Rahmen der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI) in München, (2008).
  • From Syntactical to Semantical and Expedient Information - a Survey, Workshop Knowledge Processing and Remaining Uncertainty im Rahmen der KI Jahrestagung in Osnabrück (2007).
  • Knowledge Processing and Remaining Uncertainty Probabilistic, 20th FlairsConference, Florida, Key West (2007).
  • Entropiebasiertes Informations- und Wissensmanagement: Eine ökonomische Anwendung aus dem Bereich des Kreditwesens, Gastvortrag im Rahmen eines Forschungskolloquiums an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, (2006).
  • Information Handling in Business to Business Transactions, Jahrestagung der GOR in Bremen (2005).
  • A fuzzy DEA approach- Ranking production units in Taiwanese semiconductor industry, Jahrestagung der GOR in Tilburg (2004).
  • Zeitformen in einer probabilistischen Konditionallogik, Jahrestagung der GOR in Heidelberg (2003).
  • Wissensrevision in einer MaxEnt/MinREnt-Umgebung, Jahrestagung der GOR in Klagenfurt (2002).
  • SPIRIT - MaxEnt-Inference in a Probabilistic Conditional Environment, Softwarepresentation at the Workshop on Conditionals, Information, and Inference, Hagen, (2002). Relevanz von Informationen in konditionalen Entscheidungsmodellen, Jahrestagung der GOR in Duisburg (2001).
  • Modellierung von Entscheidungsproblemen unter Verwendung probabilistischer Konditionale, Jahrestagung der GOR in Dresden (2000).
  • Bewertung von partiellen Wahrscheinlichkeitsinformationen bei entropieoptimaler Wissensverarbeitung, Jahrestagung der GOR in Magdeburg (1999).

Gutachtertätigkeiten und Mitgliedschaften

  • Gutachter für das "Operational Research (ORIJ)"
  • Gutachter für das "European Journal of Operational Research (EJOR)"
  • Gutachter für die Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB).
  • Gutachter für das "European Journal of Industrial Engineering (EJIE)"
  • Gutachter bei der "Internationalen Tagung Wirtschaftsinformatik" (WI 2011) in Zürich.
  • Gutachter bei der "International Conference on Information Systems" (ICIS 2010) in St. Louis.
  • Gutachter für das "Journal of Uncertainty, Fuzziness and Knowledge-Based Systems".
  • Gutachter bei der "International Conference in Information Processing of Uncertainty in Knowledge Based Systems" (IPMU 2010).
  • Mitorganisator der "Special Session SP23": "Knowledge Management as a link between Information Theory and Business Administration", (IPMU 2010).
  • Gutachter bei der Teilkonferenz Intelligente Systeme zur Entscheidungsunterstützung der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI 2007).
  • Gutachter für die DBW (Die Betriebswirtschaft).
  • Seit 2009 Mitglied im Deutschen Hochschulverband (DHV).
  • Seit 2003 Mitglied des Habilitationsausschusses an der Fakultät Wirtschaftswissenschaft der FernUniversiät in Hagen.
  • Seit 1999 Mitglied der Vergabekommission an der FernUniversität in Hagen für Graduiertenförderungsstipendien.
  • Seit 1998 Mitglied der Gesellschaft für Operations Research (GOR).
  • Seit 1988 Mitglied des katholischen Studentenvereins Unitas Rheinfranken zu Düsseldorf.
Redaktion | 04.07.2018