Modul 32941 - Nachhaltigkeit
Digitale Nachhaltigkeit
- Autoren/innen: Julia Krönung, Michael Braun
- Workload: 300 h
- SWS: 6
- Semester: WS/SS
- ECTS-Punkte: 10
- Dauer: 1 Semester
- Angebot: in jedem Semester
- Prüfung: Klausur
Betreuung:
Modulbeschreibung
Nachhaltigkeit zählt zu den zentralen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit. Im Rahmen des gemeinsamen Moduls Nachhaltigkeit (32941) erhalten die Studierenden eine interdisziplinäre Einführung in das Themenfeld aus der Perspektive verschiedener wirtschaftswissenschaftlicher Disziplinen. Das Modul verbindet ökologische, ökonomische und soziale Fragestellungen und zeigt, wie Nachhaltigkeit auf gesamtwirtschaftlicher, unternehmerischer und individueller Ebene analysiert und gestaltet werden kann. In sieben Kurseinheiten spannt das Modul einen Bogen von den Grundlagen des Klimawandels und der tropischen Entwaldung über das unternehmerische Nachhaltigkeitsmanagement, volkswirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeitsaspekte sowie nachhaltige Anlageentscheidungen bis hin zur nachhaltigen Energiewirtschaft und zum digitalen Nachhaltigkeitsmanagement.
Das Modul ist ein Gemeinschaftsangebot der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die sieben Kurseinheiten werden von verschiedenen Lehrstühlen betreut. Unser Lehrstuhl trägt mit der abschließenden Kurseinheit 7 „Digitales Nachhaltigkeitsmanagement“ zum Themenfeld der digitalen Nachhaltigkeit bei.
Inhalt des Moduls
Kapitel 1: Klimawandel und Entwaldung
Kapitel 2: Einführung in das Nachhaltigkeitsmanagement
Kapitel 3: Nachhaltigkeit aus volkswirtschaftlicher Perspektive
Kapitel 4: Soziale Nachhaltigkeit
Kapitel 5: Nachhaltigkeit, Anlageentscheidungen und Finanzmärkte
Kapitel 6: Nachhaltige Energiewirtschaft
Kapitel 7: Digitales Nachhaltigkeitsmanagement
Inhalt der Kurseinheit 7: Digitales Nachhaltigkeitsmanagement
Die siebte und abschließende Kurseinheit widmet sich dem Wechselverhältnis zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ausgehend vom Leitbild der Twin Transformation werden zunächst die Begriffe nachhaltige Digitalisierung und digitale Nachhaltigkeit voneinander abgegrenzt und mithilfe des LES-Modells ein Analyseraster für die Wirkungen digitaler Technologien eingeführt. Anschließend beleuchtet die Einheit beide Seiten der digitalen Medaille: Auf der einen Seite stehen die Potenziale der Digitalisierung als Enabler nachhaltiger Wertschöpfung, darunter Green IT und Green IS, nachhaltige Softwareentwicklung, Open Source und digitale Gemeingüter sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz für Nachhaltigkeitsziele. Auf der anderen Seite werden Risiken und Zielkonflikte betrachtet, insbesondere der Energie- und Ressourcenverbrauch der IKT-Infrastruktur, der Hardware-Lebenszyklus mit wachsenden Elektroschrottmengen sowie digital-spezifische soziale Risiken wie Digital Divide, Plattformarbeit und algorithmische Diskriminierung. Die Einheit schließt mit der Managementperspektive und zeigt, wie sich digitale Nachhaltigkeit anhand von Prinzipien wie digitaler Suffizienz, geeigneten Designprinzipien sowie der Verankerung in Strategie, Governance und Kennzahlen steuern lässt. Dabei werden auch Greenwashing und Techno-Solutionismus kritisch reflektiert. Eine Fallstudie sowie Reflexionsfragen zur Selbstüberprüfung runden die Einheit ab.
Kapitelstruktur
- Einführung in Digitales Nachhaltigkeitsmanagement
- Begriffliche und konzeptionelle Verortung
- Digitalisierung ermöglicht nachhaltige Wertschöpfung
- Risiken und Zielkonflikte der Digitalisierung
- Strategisches digitales Nachhaltigkeitsmanagement
- Case Study
- Zusammenfassung und Reflexionsfragen