Dimitris-Tsatsos-Institut für europäische Verfassungswissenschaften

Veranstaltungen

Das Erdbeben von Messina von 1908 und der Ausnahmezustand: Das Ende des 19. Jahrhunderts

Termin: 24.09.2009

Referent: Prof. Dr. Massimo La Torre, Università di Catanzaro (Italien), University of Hull (England)

Ort: Campus der FernUniversität, Universitätsbibliothek, Ausstellungsraum im UG, Universitätsstr. 23, 58097 Hagen

Beginn: 17:00 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung der Juristischen Gesellschaft Hagen e.V. mit

  • dem Institut für Juristische Zeitgeschichte
  • dem Institut für Europäische Verfassungswissenschaften
  • der Universitätsbibliothek Hagen
  • dem Freundeskreis Italien

Inhalt

In der Geschichtsschreibung wird das 19. Jahrhundert häufig als das „lange Jahrhundert“ bezeichnet, und man versteht darunter die Zeit zwischen der französischen Revolution und dem Beginn des Ersten Weltkrieges. Massimo La Torre macht darauf aufmerksam, dass dem Beginn des Krieges zwei ebenfalls epochale Ereignisse vorausgingen: der Untergang der Titanic von 1912 und noch vorher das große Erdbeben, welches im Dezember 1908 die Stadt Messina fast vollständig zerstörte. Nicht nur das Ereignis als solches, sondern die Reaktionen auf dieses Ereignis erlauben es nach Ansicht des Referenten, das „kurze“ 20. Jahrhundert mit diesem Ereignis beginnen zu lassen. Die Begleitumstände des von der italienischen Regierung ausgerufenen Ausnahmezustandes lassen Denkstrukturen erkennen, welche für das 20. Jahrhundert typisch sind. Massimo La Torre beschreibt diese Begleitumstände und geht ferner auf die verschiedenen Auffassungen über die rechtliche Natur des Ausnahmezustandes ein.

Massimo La Torre ist Professor an den Universitäten Catanzaro in Kalabrien (Italien) und Hull (England). Seine Themengebiete bewegen sich im Grenzgebiet von Recht, Geschichte und Kultur.

Katharina Wessel | 03.11.2017
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