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„Duckmäusertum in der schwarzen Berufsverbots-Provinz“? Der „Radikalenerlass“ von 1972 in Baden-Württemberg – Vorbedingungen, Umsetzung und Wirkungsgeschichte

Termin: 11.02.2026 / 18:00 Uhr

Ort: Präsenz- und Online-Veranstaltung - Zugang ohne Anmeldung

Mirjam Schnorr, M. A., Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main


Eine Veranstaltung der „Gespräche am Tor“ in Kooperation mit dem Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen

Mit der Aufhebung des Radikalenerlasses vor 35 Jahren (1991) endete keinesfalls die Wirkungsgeschichte dieses Berufsverbots, das die persönliche Biografie zahlreicher damaliger Anwärter für den öffentlichen Dienst bis heute prägt. Mirjam Schnorr (Fritz Bauer Institut, Frankfurt a.M.) skizziert in ihrem Vortrag die Geschichte des „Radikalenerlasses“ im Südwesten und fragt dabei nach seinen regionalen Besonderheiten. Ein Augenmerk liegt dezidiert auf der Veranschaulichung von Fallbeispielen aus dem badischen Raum, um die Perspektive der Betroffenen mit aufzunehmen.

Mirjam Schnorr, M.A., geboren 1989, Historikerin, war von 2018 bis 2021 Mitarbeiterin im Heidelberger Forschungsprojekt „Verfassungsfeinde im Land? Baden-Württemberg, '68 und der ‚Radikalenerlass‘ (1968-2018)“. Aktuell ist sie am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main beschäftigt. In ihrer Dissertation hat sie Alltags- und Verfolgungserfahrungen von Prostituierten und Zuhältern im NS-Staat untersucht.

  • Veranstaltungsseite: https://e.feu.de/gespraeche.

    Für die Online-Teilnahme:

    Zoom-Zugangslink: https://e.feu.de/gespraeche-in-zoom
    Meeting-ID: 852 7280 4600
    Kenncode: 80696338

  • Für die Teilnahme in Präsenz kommen Sie bitte auf dem Campus Karlsruhe der FernUniversität in den Seminarraum ELSASS, Kriegsstr. 100 (2. OG), 76133 Karlsruhe.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur, die ein Forum für den Austausch über aktuelle Fragen der Wissenschaft und Forschung bietet. Sie zielt gleichsam auf einen Dialog zwischen Hagener Forschern, in der Region verankerten Wissenschaftlern und der bildungsinteressierten Öffentlichkeit vor Ort.

DTIEV | 29.01.2026