Präsenzveranstaltung

Thema:
Freundschaft, Solidarität, Schwesterlichkeit: Das soziale Band aus feministischer Sicht
Veranstaltungstyp:
Präsenz
Semester:
Zielgruppe:
BA KuWi: Modul 25403/P3; Modul 25405/P5; MA Phil: Modul 26404/IV; Modul 26406/VI; Modul 264081/VIII; AP Phil;
Ort:
Leipzig
Termin:
14.11.2025 bis
16.11.2025
Leitung:
Prof. Dr. Thomas Bedorf
Dr. Olga Shparaga
Anmeldung:
Anmeldungen über die Anmeldemaske. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 begrenzt.
Auskunft erteilt:
Mona Peperkorn
E-Mail: lg.philosophie3
Telefon: +49 2331 987-2791
Hinweis:
Veranstaltung wird nicht als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt.

Unter dem sozialen Band werden vielfältige soziale Bindungen und Beziehungen verstanden, die Familien und Freundschaften sowie verschiedene Gemeinschaften und die Gesellschaft als solche ermöglichen und eine wesentliche Voraussetzung für ein demokratisches Zusammenleben sind. Wie in der philosophischen Tradition seit langem festgehalten (bspw. in Aristoteles‘ polis-Konzeption oder Hegels Begriff der Sittlichkeit) kann soziale Kooperation auf diese Bindungen nicht verzichten, weil in ihnen Vertrauen, gegenseitige Zuneigung und andere affektive Bindungen entstehen, die die Grundlage für soziale und politische Verantwortung bilden. Eine feministische Sichtweise auf das soziale Band ermöglicht es, ungerechte und gewalttätige geschlechtsspezifische Asymmetrien aufzudecken, die verschiedenen sozialen Bindungen und Beziehungen zugrundeliegen, und Voraussetzungen für gerechtere Gestaltung dieser Bindungen zu prüfen.

Für die Arbeit im Seminar werden bestimmte Formen sozialer Beziehungen im Vordergrund stehen: nämlich Freundschaft, Solidarität und Schwesterlichkeit. Diese sozialen Beziehungen sollen sowohl im Alltag als auch im Rahmen von politischen Kämpfen analysiert werden, um die demokratische Teilhabe und das demokratische Zusammenleben unter Berücksichtigung der Geschlechteraspekte zu stärken. Dabei werden nicht nur theoretische Texte erarbeitet, sondern auch konkrete Beispiele angeführt, um diese am Ende des Seminars gemeinsam zu diskutieren.

Marius Wecker | 10.03.2026