Online-Seminar
- Thema:
- Politik und Mythos: Die Säkularisierungsthese
- Veranstaltungstyp:
- Seminar
- Semester:
- Sommersemester 2026
- Zielgruppe:
- BA KuWi: Modul 25403/P3; Modul 25405/P5; MA Phil: Modul 26404/IV; Modul 26406/VI; Modul 264081/VIII; AP Phil;
- Ort:
- Online
- Termin:
- 20.04.2026
bis
29.06.2026 - Zeitraum:
- Dienstags, 18:00 -19:30 Uhr
- Leitung:
- Prof. Dr. Thomas Bedorf
- Auskunft erteilt:
-
Mona Peperkorn
E-Mail: lg.philosophie3
Telefon: +49 2331 987-2791 - Hinweis:
- Veranstaltung wird als Seminar im Sinne der Studienordnung anerkannt. Es wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Die sogenannte „Säkularisierungsthese“ zählt zu den einflussreichsten und zugleich umstrittensten kulturhistorischen und politiktheoretischen Deutungsmustern der europäischen Moderne. Sie besagt, dass zentrale Begriffe, Institutionen und Denkweisen der Moderne aus religiösen Ursprüngen hervorgegangen seien und diese fortschreiben – sei es in politischer, rechtlicher oder kultureller Hinsicht. Um diese These herum hat sich eine Debatte angeschlossen, die die Plausibilität der These, ihre Referenz und ihre Konsequenzen diskutiert hat.
Im Seminar werden klassische Texte dieser Debatte von Carl Schmitt, Karl Löwith, Hans Blumenberg und Jacob Taubes diskutieren und deren unterschiedliche Diagnosen und Wertungen der Säkularisierung analysieren. Ergänzend werden wir neuere Beiträge von Jan Assmann und Giorgio Agamben herangezogen, um aktuelle Perspektiven und Herausforderungen dieses Diskurses zu erschließen.
Das online-Seminar beginnt mit einer einleitenden Auftaktsitzung am 28. April, in der in das Thema und die Arbeitsformen im Seminar eingeführt wird. Die einzelnen Sitzungen werden von Arbeitsgruppen gemeinsam vorbereitet und gestaltet. Die in den Gruppen vorbereiteten Sitzungen finden dann vom 26. Mai bis 23. Juni jeweils (mit einer Ausnahme) dienstagabends 18-19.30 statt.