Neue Impulse aus Sachsen: Campus Leipzig baut regionale Vernetzung aus
Foto: FernUniversitätAm Campus Leipzig der FernUniversität in Hagen verdichten sich die Aktivitäten rund um regionale Vernetzung und strategische Positionierung. Zwei aktuelle Ereignisse zeigen exemplarisch, wie die vom Senat geforderte Neuprofilierung der Campusstandorte vor Ort mit Leben gefüllt wird – und welches Potenzial in der regionalen Verankerung steckt.
Dialog mit der Wissenschaftspolitik
Sandra Gockel, Mitglied des Sächsischen Landtages und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, war jetzt zu einem Austausch am Campus Leipzig zu Gast. Im Mittelpunkt standen Fragen, die weit über den Standort hinausreichen: Welche Rolle kann die FernUniversität als einzige staatliche Fernuniversität Deutschlands im sächsischen Wissenschaftssystem spielen? Wie können Hochbegabte in Sachsen gezielter gefördert werden? Und welchen Beitrag kann die FernUniversität zur Bildungsgerechtigkeit im Freistaat leisten?
Ein besonderer Gesprächspunkt waren die Microcredentials als neues Angebot der FernUniversität. Beide Seiten loteten aus, wie dieses flexible Weiterbildungsformat die bestehende sächsische Bildungslandschaft sinnvoll ergänzen und für beispielsweise Berufstätige in der Region neue Qualifizierungswege eröffnen könnte.
Sandra Gockel, die selbst einen persönlichen Bezug zur FernUniversität mitbringt, zeigte sich überzeugt vom gesellschaftlichen Auftrag der Hochschule – insbesondere mit Blick auf den Grundsatz „Aufstieg durch Bildung". Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen. Für den Campus Leipzig ist dieser direkte Draht in die Landespolitik ein wichtiger Schritt, um die Sichtbarkeit der FernUniversität in Sachsen nachhaltig zu stärken.
Foto: FernUniversitätKooperationsgespräche in Bautzen
Parallel dazu nimmt die geplante Zusammenarbeit mit der Stadt Bautzen konkrete Formen an. Bereits im Dezember nahm der Campus Leipzig an der Regionalkonferenz Oberlausitz zum Innovationskorridor Dresden – Bautzen – Görlitz teil. Die Region positioniert sich als Wissenschafts- und Innovationsstandort – ein Umfeld, in dem akademische Qualifizierung zum Schlüsselfaktor wird.
Im Kern der Kooperation geht es darum, mit der Außenstelle Bautzen der Dualen Hochschule Sachsen und der Stadtverwaltung die Bildungsangebote der FernUniversität ergänzend zu den bestehenden Angeboten der DHSN sichtbarer zu machen. Geplant sind unter anderem gemeinsame Transferformate und Angebote für Schülerinnen und Schüler, die dazu beitragen sollen, Fachkräfte in der Region zu halten. Der Ansatz ist dabei bewusst kooperativ: Es geht nicht um Konkurrenz, sondern um eine Brücke zwischen Hochschule und Universität, von der alle Beteiligten profitieren – die Studierenden, die Region und die Institutionen.
Das Projekt der Stadt Bautzen wird im Rahmen der Förderrichtlinie STARK zur Stärkung der Transformationsdynamik in den Kohleausstiegsregionen gefördert – ein Rahmen, der auch inhaltlich passt: Denn Transformation ist nicht nur ein Thema der Lausitz, sondern auch der FernUniversität und ihrer Campusstandorte selbst.