Veranstaltung
Leipzig liest: Jürgen Dick "Vom Achtundvierziger zum Forty-Eighter"
Eine Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse
| Termin(e) | Leitung | Ort/Raum |
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Do, 19.03.2026
18:30 - 20:00 |
Jürgen Dick | Campus Leipzig |
Aus transnationaler Perspektive widmet sich Jürgen Dick in seiner Biografie dem badischen Revolutionär und Berufsoffizier Franz Sigel (1824–1902) und eröffnet neue Einblicke in die Revolutionsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht der Lebensweg eines Akteurs, der politische Umbrüche und transatlantische Verflechtungen exemplarisch verkörpert.
Sigel schloss sich aus demokratischer Überzeugung der Revolution von 1848/49 in Baden an und wurde damit Teil jener Bewegung, in der sich der Aufbruch liberaler Kräfte mit dem Widerstand traditioneller Eliten brachial auseinandersetzte. Nach der Niederlage der Revolution war er zur Flucht gezwungen und emigrierte in die Vereinigten Staaten, wo er im Amerikanischen Bürgerkrieg als General auf Seiten der Nordstaaten kämpfte.
Die Biografie macht sichtbar, wie sich in Sigels Weg vom „Achtundvierziger“ zum „Forty-Eighter“ zentrale transatlantische Dynamiken der Zeit bündeln: Migration, politische Neuorientierung und der Transfer von Ideen zwischen Europa und Nordamerika. Dabei verbindet das Buch militär-, politik- und gesellschaftsgeschichtliche Perspektiven und fragt nach Handlungsspielräumen, Loyalitäten und Identitäten in einer Epoche tiefgreifender Umbrüche.
Im Rahmen der Veranstaltung stellt der Autor Jürgen Dick sein Buch vor, liest ausgewählte Passagen und erläutert seine Forschungsergebnisse. Im Anschluss an die Lesung steht er für Fragen aus dem Publikum sowie für ein Gespräch über Franz Sigel, die Revolution von 1848/49 und deren transatlantische Dimension zur Verfügung.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rahmen von "Leipzig liest" am Campus Leipzig der FernUni in Hagen ist kostenlos.