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Aktuelles - Februar 2017

Neues Forschungszentrum für volkswirtschaftliche Studien zu Ostasien

Prof. Wagner sitzt am Schreibtisch
Prof. Dr. Helmut Wagner leitet den Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomik.

An der FernUniversität in Hagen entsteht eine internationale Informations- und Anlaufzentrale für volkswirtschaftliche Studien zu Ostasien. Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik) und Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer (Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre, insbesondere Internationale Ökonomie) haben ein neues Forschungszentrum mit dem Namen „Center for East Asia Macroeconomic Studies“ (CEAMeS) gegründet. Der Aufbau dieses Centers wird derzeit durch die FernUniversität finanziell gefördert.

„Ostasien und besonders China haben an Bedeutung für die europäische Wirtschaft gewonnen“, sagt Prof. Helmut Wagner. „Es wird immer wichtiger, die Entwicklungen in Ostasien zu verstehen, um die Auswirkungen für die Weltwirtschaft, aber auch speziell für Europa und Deutschland zu identifizieren.“

Internationales Netz von Forschenden

Entsprechend hoch ist das Interesse an volkswirtschaftlicher Forschung zu Ostasien. In kurzer Zeit wurde bereits ein internationales Netz von Forschenden aufgebaut. Es setzt sich zusammen aus Professorinnen und Professoren renommierter Universitäten in Japan, China, Hongkong, England, Deutschland und Dänemark. Hinzu kommen Expertinnen und Experten von internationalen Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der Asian Development Bank und dem Brookings Institute in Washington sowie der finnländischen Zentralbank.

Erste Informations- und Anlaufstelle ist die neue Homepage des Forschungscenters, die nun online ist. Außerdem wurde bereits eine Reihe von Discussion-Papers herausgebracht. Zudem sollen Gastforscherinnen und Gastforscher für kurzfristige Aufenthalte in Hagen gewonnen werden.

„Wir möchten uns gut vernetzen, den Austausch verstärken und uns in der Forschung noch besser positionieren“, umreißt Prof. Schmerer die Ziele des Netzwerkes. Mittelfristig sollen verstärkt gemeinsame volkswirtschaftliche Forschungsprojekte zu Ostasien initiiert werden. Ein Schwerpunkt soll unter anderem die Frage sein, welche Auswirkungen eine bessere Vernetzung Chinas auf den internationalen Handel hat. Angestoßen wurde hier bereits ein Projekt zur neuen Eisenbahnlinie von der Millionenstadt Chongqing im Südwesten Chinas nach Duisburg und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Delegation aus China kommt nach Hagen

Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen Internationalen Workshop zum gegenseitigen Kennenlernen in Hagen. Vom 11. bis 13. Mai sind die Forschungspartnerinnen und -partner auf dem Campus der FernUniversität zu Gast. An diesem Treffen wird auch eine Delegation des „Center for Macroeconomics Research“ der Xiamen Universität aus China teilnehmen. Gemeinsam mit den chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sollen weitere Workshops in Hagen und in China organisiert werden.

Carolin Annemüller | 13.02.2017
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