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Aktuelles - April 2017

Girls im Gabelstapler – Boys in der Bibliothek

Zwei Mädchen und Vorarbeiter fahren mit einem Hochgabelstapler in die Höhe
Lea Dana (16) und Beyza (15) (v.li.) heben ab: Jay Klöckner, Vorarbeiter im Lager des Logistikzentrums, brachte die Schülerinnen mit einem Hochgabelstapler bis knapp unter die Decke. (Foto: FernUniversität, Pressestelle)

„Eigentlich habe ich Höhenangst“, gesteht Beyza. Spaßig findet die 15-jährige Gymnasiastin die Fahrt mit dem Hochgabelstapler in schwindelerregende Höhe aber trotzdem. Auch Lea Dana (16) traut sich auf das ungewöhnliche Arbeitsfahrzeug: „Ist mal was anderes als Auto zu fahren!“ Zusammen mit zehn anderen Mädchen besuchten die beiden beim Aktionstag Girls‘- und Boys‘-Day 2017 das Logistikzentrum der FernUniversität in Hagen. Ein interaktives Quiz mit Fragen wie „Womit werden die Europaletten transportiert?“ oder „Wie heißt der Bereich, wo die Einschweißautomaten stehen?“ führte die Jugendlichen durch das Hochregallager, die Kommissionierung und den Versand.

Breites Programmangebot

Insgesamt boten sieben Bereiche der Hochschule eigene Programme für Schülerinnen und Schüler an. Darunter zum Beispiel die Druckerei, die Fakultät für Mathematik und Informatik und das Zentrum für Medien und IT. Der Zweck der Schnupperkurse: Mädchen und Jungen sollen Erfahrungen in Berufsgruppen sammeln, die für ihre Geschlechter eher untypisch sind. Auch dieses Mal war der Andrang groß: Rund 80 Kinder und Jugendliche besuchten am gestrigen Donnerstag den Campus der FernUniversität.

Schnitzeljagd mit Tablet

Für die Jungen öffnete unter anderem die Universitätsbibliothek ihre Türen: Mit einem Tablet ausgerüstet ging es quer durch alle Bereiche – auf der Jagd nach speziellen QR-Codes. Die Gruppen vollzogen so auf spielerische Weise nach, wie ein Buch seinen Weg von der Beschaffung bis ins Regal findet. „Das war abenteuerlich und lustig“, meint der 13-jährige Felix. Besonders hat den Jugendlichen der Einsatz des Tablets gefallen: „Ich fand’s sehr gut – einfach, weil man sich bewegt hat und nicht nur am Computer saß“, urteilt Jan (13).

Von wegen Frauenjob!

Obwohl die Schüler den Einsatz dieses mobilen Endgerätes mochten, sind klassische Bücher oder Bibliotheken in ihren Augen keineswegs „uncool“. Im Gegenteil: Julian äußert sogar seine Vorliebe für Papier: „Ich bin kein Fan von E-Books.“ Seine Fantasy-Romane liest der 12-Jährige am liebsten ohne irgendeinen Bildschirm; den anderen geht es ähnlich. Weil sich die meisten der Jungen in ihrer Freizeit gerne mit spannender Literatur beschäftigen, liegt der Gedanke für sie überhaupt nicht fern, später einmal in einer Bibliothek zu arbeiten. Darüber, dass das angeblich ein Frauenjob sein soll, verlieren die Schüler indessen kein Wort – Mission erfüllt!

Benedikt Reuse | 28.04.2017
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