China zu Gast in Hagen: Neues Forschungszentrum im Aufwind

Beim Gründungsworkshop des neuen Forschungszentrums für volkswirtschaftliche Studien zu Ostasien der FernUniversität lernten sich jetzt die Forschungsmitglieder persönlich kennen.


Gruppenbild auf Treppe
Gruppenbild mit den chinesischen Gästen: Beim Workshop in Hagen stand das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt. (Fotos: FernUniversität, Pressestelle)

Intensive Gespräche und Diskussionen in einem kleinen Kreis von Expertinnen und Experten: Der erste Workshop des neuen Forschungszentrums für volkswirtschaftliche Studien zu Ostasien an der FernUniversität war ein voller Erfolg. „Das zweitägige Programm ist exzellent angekommen. Unsere Gäste aus China waren begeistert“, zog Prof. Helmut Wagner Bilanz. Zusammen mit Prof. Hans-Jörg Schmerer hatte er das Center for East Asian Macroeconomic Studies (CEAMeS) im vergangenen an der FernUniversität gegründet. Die Forschungsmitglieder waren nun zum ersten persönlichen Kennenlernen auf den Campus in Hagen eingeladen.

China quo vadis?

China quo vadis? Auf dem Weg zum Regierungsbesuch in Peking legte China-Experte Dr. Markus Rodlauer einen Zwischenstopp an der FernUniversität ein. Der Vize-Direktor der Abteilung für Asien und Pazifik beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington hielt eine einstündige Key Note zur aktuellen wirtschaftlichen Lage Chinas sowie zu möglichen zukünftigen Entwicklungsszenarien.

Auch die FernUniversität als Gastgeberin war stark vertreten. Rektorin Prof. Ada Pellert und Prof. Helmut Wagner hießen die Gäste zu Beginn willkommen. Linda Glawe, Michael Murach und Antonia Reinecke aus den Lehrgebieten Makroökonomik und Internationale Ökonomie beleuchteten in ihren Vorträgen unterschiedliche Fragestellungen des übergeordneten Themas „Macroeconomic Development and Trade in East Asia“.

Nächster Workshop in China

Auch eine Delegation des „Center for Macroeconomic Research“ der Xiamen-Universität aus China war zu Gast. Deren Leiter, Prof. Wenpu Li, kündigte an, den nächsten Workshop im Frühjahr 2018 in China auszurichten. Dann soll die Veranstaltung auch für weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China und Japan geöffnet werden.

Ada Pellert steht am Redepult, die Teilnehmenden sitzen am Tisch und hören zu
FernUni-Rektorin Ada Pellert hieß die Forschungsmitglieder in Hagen willkommen.

Ausbau des Forschungszentrums geplant

Die Aufbauarbeit des internationalen Netzwerks von Forschenden ist mit dem Gründungsworkshop in Hagen weitgehend abgeschlossen. Erste Kooperationen und Projekte mit ostasiatischen Universitäten und Institutionen sind angestoßen. In Zukunft wollen Prof. Wagner und Prof. Schmerer das Forschungszentrum als internationale Anlauf- und Informationsstelle zur Volkswirtschaft China etablieren, unter anderem über den Ausbau der Web-Plattform mit aktuellen Inhalten rund um die chinesische Wirtschaft. Außerdem sollen Gastdozentinnen und -dozenten regelmäßig in Hagen begrüßt werden. „Um die Strahlkraft unserer Forschung zu erhöhen, müssen wir im nächsten Schritt das Center auf eigene Füße stellen“, kündigt Wagner an. Die Gespräche zur Finanzierung und Ausstattung laufen.

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Carolin Annemüller | 06.06.2017